Diplomarbeit, 2008
96 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Ziel dieser Arbeit
3. Aufbau der Arbeit
4. Vorstellung der konstruktionsbegleitenden Kalkulation
4.1 Definition
4.2 Informationsumsatz
4.3 Aufgabe und Ziel der konstruktionsbegleitenden Kalkulation
4.4 Einflussgrößen der konstruktionsbegleitenden Kalkulation
5. Entwicklung im Unternehmen
5.1 Notwendigkeit einer konstruktionsbegleitenden Konstruktion
5.2 Traditionelle Kalkulation versus konstruktionsbegleitende Kalkulation
5.3 Entwicklungsprozess
5.4 Vorgehensweise der konstruktionsbegleitenden Kalkulation
6. Bedeutung des Entwickeln und Konstruierens
6.1 Ziel des Konstruierens
6.2 Tätigkeiten
6.3 Konstruktionsphasen
6.3.1 Planen bzw. Aufgabe klären
6.3.2 Konzipieren
6.3.3 Entwerfen
6.3.4 Ausarbeiten
6.4 Konstruktionsarten
6.4.1 Neukonstruktion
6.4.2 Anpassungskonstruktion
6.4.3 Variantenkonstruktion
6.4.4 Prinzipkonstruktion
6.5 Grenzen der Einteilung in Konstruktionsphasen- und arten
6.6 Konstruktionsregeln
7. Zielkostenerreichung
7.1 Kurzcharakter des Target Costing
7.2 Aufbau, Ablauf und Verfahren
7.3 Zielkostenbestimmung
7.3.1 Zielkostenspaltung
7.3.1.1 Methoden
7.3.1.2 Zielkostenindex
7.3.1.3 Zielkostenkontrolldiagramm
7.4 Zielkostenerreichung und Verbesserungen zur Erreichung
7.5 Kontrolle der Zielkosten
7.6 Beurteilung
8. Methoden zum kostengünstigen Konstruieren
8.1 Problemlösungszyklus
8.1.2 Qualitative Methoden
8.1.3 Quantitative Methoden
9. Die konstruktionsbegleitende Kalkulation als Selektions- und Prognoseinstrument
9.1 Selektionsverfahren
9.2 Prognoseverfahren
9.2.1 Prognoseverfahren ohne Integration ins Kostenechnungssystem
9.2.2 Prognosverfahren mit Integration ins Kostenrechnungssystem
9.2.3 Detaillierte Kostenprognose
9.2.4 Erstellung einer detaillierten Kostenprognose
10. Arten der Kalkulation
10.1 Kalkulation in der Planungsphase
10.2 Kalkulation in der Konzipierungsphase
10.3 Kalkulation in der Entwurfsphase
10.4 Kalkulation in der Ausarbeitungsphase
11. Anwendung der konstruktionsbegleitenden Kalkulation
11.1 Möglichkeiten zur Aufwandsverringerung
11.2 Kostenschätzung
11.3 Kostenkontrolle
11.4 Kurzkalkulation
11.4.1 Einvariablige Kurzkalkulation
11.4.2 Mehrvariablige Kurzkalkulation
11.4.3 Genauigkeit und Eignung einer Kurzkalkulation
11.5 Ähnlichkeitskalkulation
11.5.1 Suchkalkulation
11.5.2 Kostenwachstumsgesetz
11.6 Expertensystem
11.7 Neuronale Netze
12. Realisierung durch DV- Unterstützung
12.1 Begriffliche Abgrenzung neuer Produktionstechnologien
12.2 Rechnerintegrierte Kalkulation
12.3 Realisierung durch CIM
12.4 Realisierung durch CAD und CAP
12.5 Kosteninformationssystem XKIS
13. Integrationen
13.1 Die Prozessorientierte Kalkulation
13.2 Integration der Lebenszyklusrechnung
14. Innovationsgehalt
14.1 Grenzen der konstruktionsbegleitenden Kalkulation
14.2 Beurteilung der konstruktionsbegleitenden Kalkulation
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die umfassende Darstellung des Wissensstandes zur konstruktionsbegleitenden Kalkulation und die Erarbeitung einer Methode, die Unternehmen dabei unterstützt, wettbewerbsfähige Kostenstrukturen durch frühzeitige Kostenbeeinflussung während der Produktentwicklung zu erreichen.
4.1 Definition
Die konstruktionsbegleitende Kalkulation stellt das notwendige Gegenstück zum Target Costing dar. Das Target Costing wird eingesetzt um marktgerechte Zielkosten bei der Neuentwicklung von Produkten zu ermitteln. Dagegen werden im Rahmen der konstruktionsbegleitenden Kalkulation realisierbare Kosten berechnet. Sie ist eine Kostenrechnung, die den Prozess der Leistungsentwicklung begleitet.
Bei der konstruktionsbegleitenden Kalkulation handelt es sich um ein strategisches Kostenrechnungsverfahren, welches vorrangig in der Vormarktphase des Produktlebenszyklusses zum Einsatz kommt. Es unterstützt ein frühzeitiges strategisches Produktkostenmanagement, welches durch hohe Kosten in der Herstellungsphase an zunehmender Bedeutung gewinnt.
Während die konstruktionsbegleitende Kalkulation immer wichtiger wird, verliert die Kostenkontrolle in der Fertigung hingegen an Bedeutung, da dort nur Kostensenkungsspielräume von 2 – 5% der gesamten Produktionskosten zu realisieren sind.
Die konstruktionsbegleitende Kalkulation kann wie folgt definiert werden:
„Die konstruktionsbegleitende Kalkulation ist eine methoden- und verfahrensgestützte, parallel zur Entwicklung und Konstruktion verlaufende Ermittlung der Kosten eines Einzelteils, einer Baugruppe, eines Prozesses und/ oder eines Produktes, mit dem Ziel, die Kosten im Verlauf des Entwicklungs- und Konstruktionsprozess zu gestalten.“
1. Einleitung: Beschreibt die Notwendigkeit leistungsfähiger Instrumente zur Kostenbeeinflussung im frühen Produktentstehungsstadium.
2. Ziel dieser Arbeit: Formuliert das Ziel, eine Methode zur konstruktionsbegleitenden Kalkulation zu erarbeiten, um wettbewerbsfähige Kostenstrukturen zu erreichen.
3. Aufbau der Arbeit: Visualisiert den logischen Aufbau der Untersuchung durch ein Strukturdiagramm.
4. Vorstellung der konstruktionsbegleitenden Kalkulation: Definiert den Begriff und erläutert die Rolle als ergänzendes Instrument zum Target Costing.
5. Entwicklung im Unternehmen: Analysiert die Notwendigkeit dieser Kalkulationsform und vergleicht sie mit der traditionellen Kostenrechnung.
6. Bedeutung des Entwickeln und Konstruierens: Untersucht die Ziele, Tätigkeiten, Phasen und Arten des Konstruierens als Basis für kostenorientierte Entscheidungen.
7. Zielkostenerreichung: Erläutert das Target Costing, den Ablauf der Zielkostenbestimmung und Methoden der Zielkostenspaltung.
8. Methoden zum kostengünstigen Konstruieren: Stellt Problemlösungszyklen sowie qualitative und quantitative Methoden vor.
9. Die konstruktionsbegleitende Kalkulation als Selektions- und Prognoseinstrument: Beschreibt spezifische Verfahren zur Selektion und Kostenprognose.
10. Arten der Kalkulation: Differenziert Kalkulationsmethoden nach den verschiedenen Phasen (Planung, Konzipierung, Entwurf, Ausarbeitung).
11. Anwendung der konstruktionsbegleitenden Kalkulation: Zeigt konkrete Anwendungsmöglichkeiten, Kostenschätzungen und IT-gestützte Verfahren.
12. Realisierung durch DV- Unterstützung: Fokus auf CAD, CIM und das Kosteninformationssystem XKIS.
13. Integrationen: Diskutiert die prozessorientierte Kalkulation und die Einbindung der Lebenszyklusrechnung.
14. Innovationsgehalt: Reflektiert die Grenzen und beurteilt den Gesamtwert des strategischen Ansatzes.
Konstruktionsbegleitende Kalkulation, Target Costing, Kostenmanagement, Produktentwicklung, Zielkosten, Herstellkosten, Kostenbeeinflussung, Kostentransparenz, Konstruktionsphasen, Produktlebenszyklus, Prozesskostenrechnung, Kostenschätzung, CAD-Integration, Kostenreduktion, Wirtschaftlichkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der konstruktionsbegleitenden Kalkulation als strategischem Instrument des Kostenmanagements, um die Kosten während der Produktentwicklung bereits in der Vormarktphase zu beeinflussen.
Zentrale Themen sind die frühzeitige Beeinflussung von Produktkosten, Methoden zur Zielkostenerreichung (Target Costing), die konstruktive Gestaltung sowie der Einsatz von DV-Systemen zur rechnerintegrierten Kalkulation.
Das Ziel ist die umfassende Darstellung des aktuellen Wissensstandes sowie die Erarbeitung einer Methode, mit der Unternehmen ihre Kostensituation im Entwicklungsprozess durch gezielte Kalkulation verbessern können.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse sowie die Systematisierung verschiedener qualitativer und quantitativer Kalkulationsverfahren, die durch Fallbeispiele und methodische Einordnungen erläutert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der konstruktionsbegleitenden Kalkulation, die Analyse von Konstruktionsprozessen, das Target Costing, verschiedene Kalkulationsmethoden sowie deren technische Realisierung durch IT-Systeme.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie konstruktionsbegleitende Kalkulation, Target Costing, Kostenmanagement, Zielkosten und Produktlebenszyklus charakterisiert.
Weil in der Entwicklungs- und Konstruktionsphase bereits 70% bis 80% der späteren Produktkosten festgelegt werden, während in der Fertigung nur noch geringe Spielräume für Kostensenkungen existieren.
Systeme wie CAD und das Kosteninformationssystem XKIS ermöglichen eine schnellere, durchgängige und detailliertere Kostenrechnung, indem sie technisches Konstruktionswissen direkt mit Kostendaten verknüpfen.
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