Examensarbeit, 2007
19 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Sachanalyse
2.1 Das Ehescheidungsrecht aus Sicht der Gesetzgebung nach der Scheidungsreform von 1970
2.2 Der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wandel der Ehescheidung
3. Biblisch-Theologischer Befund
3.1.1 Das Ehe- und Ehescheidungsverständnis aus biblische Sicht
3.1.2 Das Ehe- und Eheverständnis im Alten Testament und in der Jüdischen Tradition
3.1.3 Die neutestamentliche und frühchristliche Stellung zur Ehe Bzw. Ehescheidung
3.2 Ehe und Ehescheidung nach protestantischem Verständnis
3.2.1 Ehe und Ehescheidung bei Karl Barth
3.2.2 Ehe und Ehescheidung bei W. Trillhaas
3.2.3 Ehe und Ehescheidung bei Helmut Thielicke
3.3 Die katholische Meinung zu Ehe und Ehescheidung
4. Prüfung von Normen und Gütern
5. Eigene Urteilsfindung
Die Arbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit der Ehescheidung aus einer christlich-theologischen Perspektive unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Scheidung vor dem Hintergrund christlicher Werte und des biblischen Befundes verantwortbar ist.
2. Sachanalyse
Ich möchte in der Sachanalyse die rechtlich, gesellschaftlich und wirtschaftlich relevanten Aspekte der Ehescheidung beleuchtet werden. Natürlich gibt es auch psychologische und pädagogische Aspekte, die eine Scheidung, besonders im Bezug auf Kinder, mit sich bringt, aber diese werde ich hier nicht näher beachten.
2.1 Das Ehescheidungsrecht aus Sicht der Gesetzgebung nach der Scheidungsreform von 1970
In den 60er Jahren zeichnete es sich ab, dass das geltende Scheidungsrecht, das 1946 verabschiedet wurde, einer dringenden Reform bedurfte. Bisher gab es als einzigen Scheidungsgrund nur das sogenannte Verschuldensprinzip. Es wurde nur danach gefragt, wer die Schuld am Scheitern der Ehe getragen hat und danach sprach der Scheidungsrichter sein jeweiliges Urteil. Die Gesetzgebung hat sich somit den sozialen Gegebenheiten angepasst, nämlich dass in den meisten Fällen der Ehescheidung kaum festgestellt werden kann, wem die Schuld zugeschrieben werden kann. Auch die Folgen einer Scheidung wurden nach den Verschuldensprinzip verhandelt. So wurden z.B. die Vormundschaft dem Elternteil aberkannt, der das Scheitern der Ehe verschuldete. Diese Regelung hatte für den „schuldigen“ Ehepartner erhebliche gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen, mit denen er alleine fertig werden musste.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel des Eheverständnisses und führt in die Fragestellung ein, ob Ehescheidungen aus christlich-ethischer Sicht vertretbar sind.
2. Sachanalyse: Dieses Kapitel analysiert das Ehescheidungsrecht seit der Reform von 1970 sowie den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel, der zu einer liberaleren Einstellung gegenüber Scheidungen geführt hat.
3. Biblisch-Theologischer Befund: Hier werden die biblischen Grundlagen zur Ehe sowie die unterschiedlichen Positionen innerhalb des protestantischen und katholischen Verständnisses detailliert aufgearbeitet.
4. Prüfung von Normen und Gütern: Das Kapitel diskutiert die dargelegten Aspekte gegeneinander und hinterfragt kritisch die Vereinbarkeit staatlicher Regelungen mit dem christlichen Gebot der Unauflösbarkeit der Ehe.
5. Eigene Urteilsfindung: Die Verfasserin zieht ein persönliches Fazit und bewertet die Ehescheidung unter Berücksichtigung extremer Zerrüttungssituationen als ethisch vertretbar, betont jedoch die Bedeutung von Seelsorge und Prävention.
Ehescheidung, Ethik, Christentum, Eheverständnis, Scheidungsreform, Zerrüttungsprinzip, Schöpfungsordnung, Sakrament, Protestantismus, Katholizismus, biblischer Befund, Unauflösbarkeit, Seelsorge, gesellschaftlicher Wandel, Ehebund.
Die Hausarbeit setzt sich kritisch mit der Frage auseinander, ob die Ehescheidung mit christlichen ethischen Werten vereinbar ist.
Die Themen umfassen rechtliche Aspekte wie die Scheidungsreform von 1970, den gesellschaftlichen Wandel sowie die biblische und konfessionelle (protestantisch vs. katholisch) Betrachtung der Ehe.
Ziel ist es, Kriterien für oder gegen eine Scheidung aus staatlicher, gesellschaftlicher und kirchlicher Perspektive zu erörtern und eine ethische Einordnung vorzunehmen.
Die Arbeit nutzt eine sachanalytische Herangehensweise und eine exegetisch-theologische sowie ethische Prüfung von Normen und Werten.
Im Hauptteil werden rechtliche Rahmenbedingungen, der biblisch-theologische Befund, verschiedene theologische Ansätze zur Ehe und eine abschließende ethische Abwägung dargelegt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Ehescheidung, christliche Ethik, Schöpfungsordnung, Unauflösbarkeit der Ehe und gesellschaftlicher Wandel charakterisieren.
Während die katholische Kirche die Ehe primär als Sakrament betrachtet und die Unauflösbarkeit strikt betont, zeigt das protestantische Verständnis eine größere Differenzierung, die in Ausnahmefällen rechtliche Lösungen zulässt.
Die Verfasserin hält eine Scheidung in Fällen extremer Zerrüttung, wie bei Missbrauch oder Ehebruch, für ethisch vertretbar, fordert jedoch ein stärkeres Bemühen um die Erhaltung der Ehe durch Seelsorge.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

