Examensarbeit, 2007
19 Seiten, Note: 1,3
Die Hausarbeit befasst sich mit der Frage, ob die Ehescheidung aus christlich-ethischer Sicht vertretbar ist. Die Arbeit analysiert die rechtlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Aspekte der Ehescheidung im Kontext der deutschen Scheidungsreform von 1970. Darüber hinaus untersucht sie die biblisch-theologische Perspektive auf Ehe und Ehescheidung, wobei sowohl die jüdische Tradition als auch die protestantische und katholische Position beleuchtet werden.
Die Einleitung führt in das Thema Ehescheidung ein und zeigt die Relevanz der Frage auf, ob diese aus christlich-ethischer Sicht vertretbar ist. Sie beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel im Hinblick auf die Ehe und die steigende Scheidungsrate.
Die Sachanalyse untersucht zunächst das Ehescheidungsrecht in Deutschland im Kontext der Scheidungsreform von 1970. Sie beleuchtet den Wandel vom Verschuldensprinzip zum Zerrüttungsprinzip und die Folgen der Reform für die Stellung der Frau. Anschließend wird der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wandel im Hinblick auf die Ehescheidung beleuchtet, wobei die Rolle der Frauenemazipation im Vordergrund steht.
Der biblisch-theologische Befund analysiert zunächst das Ehe- und Ehescheidungsverständnis aus biblischer Sicht, sowohl im Alten Testament als auch im Neuen Testament. Anschließend werden die Positionen von Karl Barth, W. Trillhaas und Helmut Thielicke zur Ehe und Ehescheidung aus protestantischer Sicht beleuchtet. Zum Schluss wird die katholische Position zur Ehe und Ehescheidung dargestellt.
Ehescheidung, christlich-ethische Vertretbarkeit, Scheidungsreform 1970, Zerrüttungsprinzip, gesellschaftlicher Wandel, Frauenemazipation, biblisch-theologische Perspektive, Eheverständnis, protestantisches und katholisches Verständnis, Normen und Güter.
Die Frage der christlich-ethischen Vertretbarkeit wird in der Theologie kontrovers diskutiert. Während die katholische Kirche die Unauflöslichkeit der Ehe betont, gibt es im Protestantismus Ansätze (z. B. bei Karl Barth oder Helmut Thielicke), die eine Scheidung in bestimmten Grenzsituationen als "ultima ratio" ethisch verantwortbar sehen.
Die Reform von 1970 markierte den Übergang vom Verschuldensprinzip zum Zerrüttungsprinzip. Eine Ehe kann seitdem geschieden werden, wenn sie gescheitert ist, ohne dass einem Partner die alleinige Schuld zugewiesen werden muss.
Die römisch-katholische Kirche betrachtet die Ehe als ein unauflösliches Sakrament. Das protestantische Verständnis sieht die Ehe eher als "weltlich Ding" (nach Luther), das zwar unter Gottes Segen steht, aber rechtlich auflösbar ist.
Der gesellschaftliche Wandel und die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen haben dazu geführt, dass eine Scheidung heute sozial akzeptierter und finanziell eher möglich ist als in früheren Jahrzehnten.
Die Bibel bietet kein einheitliches Bild: Während das Alte Testament Scheidungsbriefe kannte, betonen neutestamentliche Texte oft das Ideal der lebenslangen Treue, lassen aber in Ausnahmefällen (wie Unzucht) Deutungsspielräume zu.
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