Magisterarbeit, 2006
141 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
0. Einleitung
1. Öffentlichkeit und Politische Kommunikation
1.1 Öffentlichkeit
1.1.1 Bedeutungen von Öffentlichkeit
1.1.2 Entstehungsbedingungen und Notwendigkeit von Öffentlichkeit
1.1.3 Definitionen und Merkmale politischer Öffentlichkeit
1.1.4 Funktionen von Öffentlichkeit
1.2 Konzeptionen von Öffentlichkeit
1.2.1 Das normative Modell von Öffentlichkeit
1.2.1.1 Merkmale von Öffentlichkeit
1.2.1.2 Funktionen von Öffentlichkeit
1.2.1.3 Beschränkungen und Erweiterungen des Modells
1.2.1.4 Theoretische Konsequenzen
1.2.2 Politische Öffentlichkeit als Verbindung von System- und Akteurstheorie
1.2.2.1 Die Verbindung von System- und Akteurstheorie
1.2.2.2 Öffentlichkeit als Teilsystem moderner Gesellschaften
1.2.2.3 Grundmerkmale und Ebenen von Öffentlichkeit
1.2.2.4 Funktion der Massenmedien
1.2.2.5 Politik als Teilsystem der Gesellschaft
1.2.2.6 Notwendigkeit politischer Kommunikation
1.2.3 Die Öffentlichkeit der Public Relations
1.3 Politische Kommunikation
1.3.1 Begriff und Gegenstand politischer Kommunikation
1.3.2 Kommunikation als zentraler Mechanismus von Politik
1.3.3 Funktionen politischer Kommunikation in demokratischen Informationsgesellschaften
1.3.4 Politische Öffentlichkeitsarbeit
2. Die Rolle des Journalismus
2.1 Das Verhältnis von Politik und Journalismus
2.1.1 Dependenzthese versus Instrumentalisierungsthese
2.1.2 Funktionaler und kausaler Erklärungsansatz
2.1.3 Das Input-Output-Modell
2.1.4 Wahlen und politisches Marketing
2.2 Das Verhältnis von Journalismus und Public Relations
2.2.1 Die Determinationsthese
2.2.2 Das Vier-Akteurs-Modell
2.2.3 Das Intereffikationsmodell
2.2.3.1 Ziele
2.2.3.2 Ausgangspunkt
2.2.3.3 Darstellung des Modells
2.2.3.3.1 Induktionen
2.2.3.3.2 Adaptionen
2.2.3.3.3 Sach-, Zeit- und psychisch-soziale Dimensionen
2.2.3.4 Diskussion des Intereffikationsmodells
2.2.3.5 Erweiterung des Modells
2.2.4 Intereffikation in der Aufmerksamkeits-Ökonomie
2.3 Politik – Public Relations – Journalismus
3. Konzeptionen von Vertrauen
3.1 Vertrauen in der Soziologie
3.1.1 James S. Coleman: Vertrauen und Rationales Handeln
3.1.2 Diego Gambetta: Vertrauen und kooperatives Handeln
3.1.3 Zusammenfassung der Ansätze von Coleman und Gambetta
3.1.4 Anthony Giddens: Vertrauen in Expertensysteme
3.1.5 Niklas Luhmann: Systemvertrauen
3.1.6 Piotr Sztompka: Vertrauen und Vertrauenskultur
3.1.7 Charakteristika soziologischer Vertrauenskonzeptionen
3.2 Vertrauen in der Politikwissenschaft
3.2.1 Politisches Vertrauen als implizites Vertrauen
3.2.2 Kantisches horizontales und vertikales Vertrauen
3.2.2.1 Vertrauen zwischen Bürgern (horizontales Vertrauen)
3.2.2.2 Vertrauen zwischen Bürgern und den Trägern staatlicher Herrschaft (vertikales Vertrauen)
3.2.2.3 Vertrauen zwischen Staaten
3.2.3 Hegel: Vertrauen und Misstrauen, Personenvertrauen und politisches Systemvertrauen
3.2.4 Zintl: Dimensionen politischen Vertrauens
3.2.5 Die „Stufentheorie“ des Vertrauens
3.2.5.1 Vertrauen auf Personen – Vertrauen auf Institutionen
3.2.5.2 Symbole und Symbolisches Handeln
3.2.5.3 Die „Stufentheorie“
3.2.6 Vertrauensbildung in Mehrebenensystemen
3.3 Vertrauen in der Kommunikationswissenschaft
3.3.1 Glaubwürdigkeit und Medienglaubwürdigkeit
3.3.2 Die Theorie Öffentlichen Vertrauens
3.3.2.1 Definition und Prozess öffentlichen Vertrauens
3.3.2.2 Vier Typen öffentlichen Vertrauens
3.3.2.3 Vertrauensfaktoren und Vertrauensmechanismen
3.3.2.4 Kommunikative Diskrepanzen
3.3.3 Vertrauen in die Public Relations
4. Zusammenführende Überlegungen zu Vertrauen und Politischer Kommunikation - Resümee
Die Arbeit untersucht theoretische Konzeptionen von Vertrauen im Kontext der Politischen Kommunikation, insbesondere der Politischen Öffentlichkeitsarbeit. Ziel ist es zu klären, welche Konzepte über Vertrauen und Glaubwürdigkeit existieren und welche Erklärungskraft diese für die politische Kommunikation besitzen, um Vertrauen zu generieren und aufrechtzuerhalten.
Die Öffentlichkeit der Public Relations
Da Public Relations auch Öffentlichkeitsarbeit ist, also öffentliche Beziehungen konstituiert und gestaltet, muss der Begriff der Öffentlichkeit auch aus dieser Perspektive betrachtet werden. Hier wird dieser als dynamisches Gefüge angesehen. Dabei dominiert in der PR-Forschung die Auffassung, dass es sich um Beziehungen zwischen Organisationen und ihren Teilöffentlichkeiten handelt, welche zeitlich, räumlich und sachlich variablen „Aufmerksamkeitsradien“ entsprechen. Sie werden abhängig vom Grad der Problembetroffenheit situativ aufgebaut.
Es lässt sich eine zweifache Rolle der Öffentlichkeit erkennen. Zum einen als eine Vielfalt von Akteuren, die sich in Teilöffentlichkeiten konstituieren und zum anderen als Prinzip der nicht hintergehbaren Beobachtbarkeit von Organisationen. Auffällig ist hier, dass die relevante Bezugsgröße die Organisation und nicht die Gesellschaft an sich ist. Mit Hilfe dieser Öffentlichkeitskonzeptionen und ihrer Begriffe können die notwendigen PR-Prozesse systematisiert werden.
Weßler versucht nun eine Konzeption zu skizzieren, die sowohl gesellschaftsbezogen und historisch spezifisch als auch normativ angelegt ist, wobei er sich auf das bereits erwähnte Öffentlichkeitsmodell von Gerhards und Neidhardt stützt. In Hinblick auf PR-Arbeit sind dabei noch einige weiterführende Bedingungen zu beachten. So betreiben Organisationen aufgrund ihrer dauernden Beobachtbarkeit interessengeleitete Umfeldkommunikation, um diese Beobachtungen zu beeinflussen. Hier ist allerdings von großer Bedeutung, welche Auswirkungen diese auf die jeweilige Organisation haben können, denn erst die möglichen Folgen zwingen zu öffentlicher Kommunikation. Die Öffentlichkeit stellt dabei den durch Rechte geschützten gesellschaftlichen Raum dar, der nötig ist, damit Zustimmungsabhängigkeiten ihre Wirkungen entfalten können.
0. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Rolle von Vertrauen im politischen System und die Bedeutung der Politischen Kommunikation zur Generierung von Vertrauen.
1. Öffentlichkeit und Politische Kommunikation: Dieses Kapitel definiert Öffentlichkeit als intermediäres Kommunikationssystem und beleuchtet deren Rolle für die Legitimation und Kontrolle im politischen System.
2. Die Rolle des Journalismus: Hier werden das komplexe Verhältnis zwischen Politik und Journalismus sowie zwischen Journalismus und Public Relations theoretisch und empirisch analysiert.
3. Konzeptionen von Vertrauen: Der Hauptteil bietet eine umfassende interdisziplinäre Bestandsaufnahme soziologischer, politikwissenschaftlicher und kommunikationswissenschaftlicher Theorien zum Vertrauensbegriff.
4. Zusammenführende Überlegungen zu Vertrauen und Politischer Kommunikation - Resümee: Das Kapitel führt die theoretischen Ansätze zusammen und bewertet deren Bedeutung für die politische Praxis und zukünftige empirische Forschung.
Politische Kommunikation, Öffentlichkeit, Vertrauen, Public Relations, Journalismus, Systemtheorie, Intereffikationsmodell, Glaubwürdigkeit, Politische Öffentlichkeitsarbeit, Demokratie, Sozialwissenschaften, Institutionen, Macht, Komplexitätsreduktion, Partizipation.
Die Arbeit analysiert, welche Bedeutung Vertrauen für das Funktionieren politischer Kommunikation und demokratischer Prozesse hat und wie Institutionen durch Öffentlichkeitsarbeit Vertrauen aufbauen können.
Die Arbeit verknüpft Theorien aus der Soziologie, Politikwissenschaft und Kommunikationswissenschaft zu den Themen Öffentlichkeit, Vertrauen, Journalismus und Public Relations.
Es soll geklärt werden, welche theoretischen Konzepte über Vertrauen und Glaubwürdigkeit existieren und wie diese mit Hilfe politischer Kommunikation zur Vertrauensgenerierung genutzt werden können.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen, interdisziplinären Literaturbestandsaufnahme und der theoretischen Diskussion existierender Modelle (z.B. Intereffikationsmodell, Stufentheorie).
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Öffentlichkeit, das Verhältnis zwischen Politik, Medien und PR sowie eine tiefgehende Untersuchung soziologischer und politikwissenschaftlicher Vertrauenstheorien.
Die zentralen Begriffe umfassen Politische Kommunikation, Vertrauen, Öffentlichkeit, Public Relations, Systemtheorie und Glaubwürdigkeit.
Das Intereffikationsmodell beschreibt die wechselseitige Abhängigkeit und Orientierung zwischen Journalismus und Public Relations, bei der beide Seiten voneinander profitieren können.
Bentele definiert es als medienvermittelten, kommunikativen Mechanismus zur Komplexitätsreduktion, in dem Vertrauenssubjekte zukunftsgerichtete Erwartungen an Vertrauensobjekte haben.
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