Diplomarbeit, 2006
558 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Forschungskontext, Forschungsansatz und -design
2.1. Forschungskontext
2.1.1. Theoretischer Bezugsrahmen
2.1.2. Redaktionsmanagement
2.1.3. Regionalisierung bei regionalen Tageszeitungen
2.1.4. Veröffentlichungen zum Thema der Arbeit
2.2. Forschungsansatz und Thesenbildung
2.2.1. Erkenntnisinteresse und Forschungsfragen
2.2.2. Bildung von Forschungsthesen
2.3. Forschungsdesign
2.3.1. Wahl und Planung der Forschungstechnik
2.3.2. Gegenstand und Zeitraum der Untersuchung
3. SZ und MZ im Kontext der Situation von Regionalzeitungen in den neuen Bundesländern
3.1. Regionalzeitungen in Ostdeutschland
3.2. Sächsische Zeitung
3.3. Mitteldeutsche Zeitung
4. Auswertung und Interpretation
4.1. Vergleich der Regionalisierungskonzepte von Mitteldeutscher und Sächsischer Zeitung
4.1.1. Zusammenfassende Darstellung der Befunde
4.2. Vergleich der Grundeinstellungen der einzelnen Redaktionsebenen nach Grundsatz des Total-Quality-Management (TQM)
4.2.1. Mitteldeutsche Zeitung (Zusammenfassende Darstellung der Befunde)
4.2.2. Sächsische Zeitung (Zusammenfassende Darstellung der Befunde)
4.2.3. Fazit
4.3. Praktische Umsetzung der Konzepte von Mitteldeutscher und Sächsischer Zeitung
4.3.1. Ergebnisse der Redaktionsbeobachtung
4.3.2. Ergebnisse der Themenprotokollierung
4.3.3. Ergebnisse der Inhaltsanalyse
5. Konzepte, Einstellungen und die praktische Umsetzung
5.1. Sächsische Zeitung
5.2. Mitteldeutsche Zeitung
5.3. Einschätzung
6. Fazit
6.1. Bestätigung oder Widerlegung der Forschungsthesen
6.2. Qualitätsziel / Strategische Qualitätsplanung
6.3. Qualitätsumsetzung / Konkretion
6.4. Qualitätskontrolle / Evaluation
6.5. Empfehlungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Redaktionsmanagement-Strategien der Sächsischen Zeitung und der Mitteldeutschen Zeitung in den neuen Bundesländern. Ziel ist es, die Prozesse der Regionalisierung, ihre Auswirkungen auf die Blattstruktur und die Qualitätssicherung sowie die Einstellung der Redaktionsmitglieder zu diesen Veränderungen vergleichend zu analysieren.
Die Redaktion als Ort der Entscheidungen
Lange Zeit waren Forschung und Wissenschaft von der Vorstellung beherrscht, der Journalist sei ein kreativer Einzelkämpfer. Dieses Bild lässt sich auf Seiten der Wissenschaft etwa durch den Ansatz des Gatekeeper-Modells belegen (Vgl. MECKEL 1999: 61) In den 70er Jahren vollzog sich – vor allem in den USA - schließlich über eine Erweiterung des Gatekeeper-Modells durch das „kybernetische“ Modell die Hinwendung zu institutionellen Ansätzen.
Als Konsequenz der Hinwendung zu einer organisatorisch-strukturellen Betrachtung der Redaktion muss Redaktionsmanagement weniger als die Summe der Handlungen einer an der Spitze der Redaktionshierarchie gesetzten Persönlichkeit, sondern vielmehr als Problemlösungsfunktion für komplexe Herausforderungen im redaktionellen Arbeitsprozess betrachtet werden (Vgl. ebd.: 65). Denkt man diesen Ansatz weiter, so ist zu folgern, dass modernes Redaktionsmanagement weniger die Persönlichkeit des einzelnen Redakteurs als Ausgangsbasis hat, sondern die individualisierte Rolle der Redakteurspersönlichkeit wird durch eine Zuschreibung von Aufgaben zur sachlich-funktionalen Stelle.
1. Einleitung: Stellt das Problem des veränderten Rezeptionsverhaltens und den daraus resultierenden Druck auf Regionalzeitungen dar, der ein fundiertes Redaktionsmanagement erfordert.
2. Forschungskontext, Forschungsansatz und -design: Legt den theoretischen Rahmen des Redaktionsmanagements dar und erläutert die methodische Herangehensweise der vergleichenden Untersuchung.
3. SZ und MZ im Kontext der Situation von Regionalzeitungen in den neuen Bundesländern: Analysiert die spezifische Marktsituation und Ausgangslage der beiden untersuchten Zeitungen.
4. Auswertung und Interpretation: Präsentiert die empirischen Daten aus Befragungen, Beobachtungen und Inhaltsanalysen zum Vergleich der Konzepte und der praktischen Umsetzung.
5. Konzepte, Einstellungen und die praktische Umsetzung: Fasst die Ergebnisse für beide Zeitungen separat zusammen und bewertet den Erfolg der Strukturreformen.
6. Fazit: Überprüft die aufgestellten Forschungsthesen anhand der gewonnenen Erkenntnisse und formuliert abschließende Empfehlungen für die Praxis.
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Die Diplomarbeit untersucht, wie zwei große ostdeutsche Regionalzeitungen ihr Redaktionsmanagement anpassen, um trotz Medienkrise und Auflagendruck zukunftsfähig zu bleiben.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Sächsische Zeitung und die Mitteldeutsche Zeitung.
Es wird analysiert, wie die Einführung regionaler Redaktionsebenen zur Qualitätssteigerung und besseren Leserbindung beigetragen hat und wie die Arbeitsstrukturen in der Praxis funktionieren.
Der Autor nutzte eine Kombination aus qualitativen Interviews, einer einwöchigen Redaktionsbeobachtung vor Ort sowie eine Inhaltsanalyse von rund 20.000 Beiträgen.
Im Zentrum steht der Abgleich von theoretischen Managementmodellen (wie TQM) mit der operativen Realität in den Redaktionsalltagen der untersuchten Regionaldirektionen.
Die Producer übernehmen insbesondere bei der Sächsischen Zeitung wichtige Aufgaben in der Seitenproduktion und Qualitätssicherung, um die Lokalredakteure von Routineaufgaben zu entlasten.
Die Untersuchung zeigt, dass eine Regionalisierung nicht automatisch zu einer höheren inhaltlichen Qualität führt, wenn sie nicht durch eine klare Kommunikationskultur und definierte Qualitätsziele gestützt wird.
Die Sächsische Zeitung setzte auf eine schrittweise Implementierung mit rechtlich eigenständigen Regionalgesellschaften, während die Mitteldeutsche Zeitung das Modell ad-hoc einführte.
Ja, in beiden Häusern traten Reibungsverluste auf, insbesondere bei der Abstimmung zwischen den neuen regionalen Ebenen und den bestehenden Lokalredaktionen.
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