Examensarbeit, 2007
141 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 GRUNDLEGENDE ASPEKTE BEZÜGLICH ALLGEMEINER ÄNGSTE ALS BASIS FÜR DAS VERSTEHEN DER SCHULANGSTPROBLEMATIK
2.1 ANGST ALS KOMBINATION PRIMÄRER EMOTIONEN
2.2 DEFINITIONEN VON ANGST
2.3 PSYCHISCHE, PHYSISCHE UND VERHALTENSBESTIMMENDE AUSWIRKUNGEN DER ANGST
2.4 EIN EINBLICK IN DIE FUNKTIONEN DER ANGST
2.5 THEORETISCHE STRÖMUNGEN DER ÄNGSTLICHKEITSFORSCHUNG
2.5.1 Der psychoanalytische Ansatz
2.5.2 Behavioristische Ansätze
2.5.3 Stresstheorien
2.6 ANGSTSTÖRUNGEN
3 GRUNDSCHULRELEVANTE ÄNGSTE UND IHRE GENESE
3.1 DEFINITIONEN VON SCHULANGST
3.2 SCHULPHOBISCHES UND SCHULÄNGSTLICHES VERHALTEN UNTER DEM GESICHTSPUNKT DES SCHULVERMEIDENS - EINE ABGRENZUNG
3.3 ERHÖHTE ÄNGSTLICHKEIT ALS ÜBERGEORDNETER RISIKOFAKTOR
3.4 ZUR GENESE EINER ÄNGSTLICHEN SCHÜLERPERSÖNLICHKEIT UNTER DEM SCHWERPUNKT DER ERZIEHUNGSWIRKUNG
3.5 ZUR GENESE EINER ÄNGSTLICHEN SCHÜLERPERSÖNLICHKEIT UNTER BERÜCKSICHTIGUNG ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGISCHER PHASEN
4 ORIENTIERUNGSHILFEN FÜR MÖGLICHE INTERVENTIONSFELDER
4.1 ANGSTFORMEN UND DEREN STELLENWERT IN DER GRUNDSCHULE
4.1.1 Soziale Angst
4.1.2 Leistungs- beziehungsweise Prüfungsangst
4.1.3 Trennungsangst
4.1.4 Vorläufiges Fazit für den Umgang mit Ängsten in der Grundschule
4.2 ZUR MESSBARKEIT VON SCHULANGST
4.2.1 Bewertung der Messinstrumente
4.2.2 Exemplarische Darstellung geeigneter Messinstrumente zur Erfassung von Schulangst
4.3 HÄUFUNG UND VERTEILUNG DER ÄNGSTE VON KINDERN IM GRUNDSCHULALTER
4.4 EBENEN DER SCHULANGSTREDUKTION
5 BEDINGUNGSZUSAMMENHÄNGE FÜR DAS ENTSTEHEN VON SCHULÄNGSTEN ANHAND BEDEUTSAMER EINFLUSSFAKTOREN
5.1 DAS FAMILIENKLIMA
5.1.1 Orientierung an sozial akzeptablen Normen
5.1.2 Mangelnde Unterstützung
5.1.3 Sanktionstechniken
5.1.4 Kommunikationsstrukturen
5.1.5 Übertragung der eigenen Ängste und Bewältigungsstrategien
5.1.6 Sozialer Status
5.1.7 Zusammenfassung möglicher negativer Faktoren bezüglich der elterlichen Erziehung
5.2 DIE LEHRERPERSÖNLICHKEIT UND IHR EINFLUSS AUF DAS UNTERRICHTSKLIMA
5.2.1 Der Lehrer als Bezugsperson
5.2.2 Lehrerverhalten und Befindlichkeit der Schüler
5.2.3 Soziale Distanz zwischen Lehrer und Schüler
5.2.4 Indirekte Risikofaktoren, die ein positives Lehrerverhalten erschweren
5.2.5 Zusammenfassung möglicher übergeordneter negativer Einflüsse des Lehrerverhaltens
5.3 ANGST IM ZUSAMMENHANG MIT SCHULLEISTUNG BZW. DEM LEISTUNGSGEDANKEN
5.3.1 Zur Notenproblematik
5.3.2 Beurteilungsmaßstab
5.3.3 Angstfaktor Lern- und Prüfungsbedingungen
5.3.4 Die Einstellung zu Fehlern
5.3.5 Lehrerängste als Risikofaktor
5.3.6 Zusammenfassung der angstauslösenden Einflüsse in der Leistungsbewertung
5.4 SCHULKULTUR ALS ÜBERGEORDNETER RISIKOFAKTOR
6 WEGE DER INTERVENTION ZUM ABBAU VON SCHULANGST
6.1 GRUNDSÄTZLICHES ZU PRÄVENTIVEN UND KORREKTIVEN INTERVENTIONSFORMEN
6.2 PRÄVENTIVE UND KORREKTIVE INTERVENTIONSFORMEN INNERHALB DER EINGEGRENZTEN ANGSTAUSLÖSENDEN EINFLUSSBEREICHE
6.2.1 Präventive und korrektive Elternarbeit
6.2.1.1 Präventive Überprüfung der eigenen Erwartungen, Ängste und Vorbildfunktionen
6.2.1.2 Elternverhalten, das korrektiv gezielt zum Abbau erhöhter Ängstlichkeit beitragen kann
6.2.1.3 Korrektive Maßnahmen bei speziellen Ängsten
6.2.2 Präventive und korrektive Maßnahmen durch Lehrer
6.2.2.1 Verständnisvolles und partnerzentriertes Lehrerverhalten als präventive Basis
4.2.2.2 Gezielte Verstärkung und Bestätigung ängstlicher Schüler als korrektive Maßnahme
6.2.2.3 Die Dimension der Reversibilität als präventive Größe
6.2.2.4 Klassenführung
6.2.2.5 Offenheit und Eigenreflexion als Basis für das Einbeziehen nicht klassischer Lerninhalte
6.2.3 Zur Leistungsbewertung
6.2.3.1 Die persönliche Bezugsnorm als präventiver und korrektiver Grundsatz
6.2.3.2 Gestaltung von Lern- und Prüfungssituationen
6.2.4 Maßnahmen, die die Schule als Institution betreffen
7 ABSCHLIEßENDE ZUSAMMENFASSUNG / FAZIT
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Problematik der Schulangst in der Grundschule durch eine umfassende Literaturanalyse zu durchdringen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Ängste bei Grundschülern entstehen, welche Faktoren als Risikofaktoren fungieren und welche präventiven sowie korrektiven Interventionsmöglichkeiten Eltern, Lehrern und Schulen zur Verfügung stehen, um diesem Phänomen entgegenzuwirken.
3.1 Definitionen von Schulangst
Bei der Begriffsbestimmung von Schulangst finden sich ähnlich heterogene Ansätze wie in Bezug auf die allgemeinen Angstdefinitionen. Während einige Autoren sich auf wesentliche Merkmale beschränken, versuchen andere die vielfältigen Aspekte der Schulangst zu betonen. Exemplarisch wurden Auslegungen ausgesucht, welche die angesprochene inhaltlich weite Spanne der Definitionsversuche verdeutlichen.
Die Definition der Schulangst von Strittmatter betont den Leistungsaspekt bezüglich der Schulangst und liest sich folgendermaßen: „Schulangst wird als eine relativ überdauernde Bereitschaft angesehen, schulische - hier vor allem Leistungssituationen - als persönliche Bedrohung zu empfinden“ (Strittmatter, 1993, S. 14).
Schmidts Bestimmung von Schulangst erfasst neben diesem Leistungsaspekt auch einen sozialen Aspekt. Er bezieht den Begriff Schulangst im „engeren Sinne des Wortes auf den Wunsch die Schule wegen unangenehmer Begleiterscheinungen im Leistungsbereich und /oder im Kontaktbereich mit Lehrern bzw. Mitschülern, zu vermeiden“ (Schmidt, 1987, S. 102).
Folgende Auslegung von Makowski macht die Vielfalt und damit auch die Schwierigkeit deutlich, Schulangst auf einen „einheitlichen Nenner“ zu bringen. Ihrer Meinung nach könne Schulangst „als eine persönlich erlebte Bedrohung der Schüler durch die Schule oder durch, die mit ihr verbundenen Personen, Situationen, Prozesse, Anforderungen und Ereignisse“ definiert werden (Makowski, 2003, S. 12).
1 EINLEITUNG: Einleitung in die Thematik der Schulangst als bedeutsames und oft unterschätztes Phänomen im Grundschulalltag sowie Definition der Forschungsziele.
2 GRUNDLEGENDE ASPEKTE BEZÜGLICH ALLGEMEINER ÄNGSTE ALS BASIS FÜR DAS VERSTEHEN DER SCHULANGSTPROBLEMATIK: Theoretische Auseinandersetzung mit Angst als Emotion, ihrer Funktion und Entstehung sowie Abgrenzung zu Angststörungen.
3 GRUNDSCHULRELEVANTE ÄNGSTE UND IHRE GENESE: Fokussierung auf schultypische Ängste, deren Definitionen und die Bedeutung der dispositionellen Ängstlichkeit als Risikofaktor.
4 ORIENTIERUNGSHILFEN FÜR MÖGLICHE INTERVENTIONSFELDER: Systematisierung der Angstformen in der Grundschule und Vorstellung von Diagnosemethoden sowie Skizzierung von Ebenen der Angstreduktion.
5 BEDINGUNGSZUSAMMENHÄNGE FÜR DAS ENTSTEHEN VON SCHULÄNGSTEN ANHAND BEDEUTSAMER EINFLUSSFAKTOREN: Detaillierte Analyse des Familienklimas, der Lehrerpersönlichkeit, des Leistungsgedankens und der Schulkultur als Einflussfaktoren.
6 WEGE DER INTERVENTION ZUM ABBAU VON SCHULANGST: Ableitung präventiver und korrektiver Strategien für Eltern und Lehrkräfte zur Unterstützung ängstlicher Kinder.
7 ABSCHLIEßENDE ZUSAMMENFASSUNG / FAZIT: Synthese der Ergebnisse und Betonung der Bedeutung frühzeitiger, präventiver Maßnahmen im schulischen und familiären Kontext.
Schulangst, Grundschule, Angst, Angstbewältigung, Prävention, Intervention, Elternhaus, Lehrerverhalten, Leistungsangst, Sozialisation, Ängstlichkeit, Selbstkonzept, Risikofaktoren, Prüfungsangst, Schulklima
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Schulangst im Grundschulalter, analysiert deren Entstehungsbedingungen und Risikofaktoren im familiären und schulischen Umfeld und leitet daraus Handlungsansätze ab.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen der Angst, die Rolle von Erziehungsstilen, der Einfluss der Lehrerpersönlichkeit auf das Klassenklima sowie die Bedeutung der Leistungsbewertung.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Genese von Schulangst zu schaffen, um daraus präventive und korrektive Interventionsmöglichkeiten für Lehrer und Eltern abzuleiten.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Auswertung einschlägiger pädagogischer und psychologischer Fachliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis der Angst, die Spezifizierung von Grundschulängsten, die Analyse von Bedingungszusammenhängen durch Eltern und Lehrer sowie konkrete Interventionswege.
Schulangst, Grundschule, Angstbewältigung, Prävention, Lehrerverhalten, Erziehungsstil, Leistungsangst, Sozialisation.
Sie ist notwendig, da beide Formen unterschiedliche Ursachen haben können und entsprechend differenzierte Herangehensweisen in der Intervention und professionellen Unterstützung erfordern.
Lehrkräfte fungieren als primäre Bezugspersonen im schulischen Alltag; ihr Verhalten und ihre Art der Leistungsbewertung können Schulangst sowohl verstärken als auch durch ein vertrauensvolles Klassenklima abmildern.
Das Familienklima beeinflusst maßgeblich die Angstneigung eines Kindes. Faktoren wie Überbehütung, starre Normen oder mangelnde Unterstützung können die Entstehung von Ängsten begünstigen.
Ein starker Leistungsdruck und die ausschließliche Orientierung an sozialen Bezugsnormen (Notenvergleich) wirken als wesentliche Stressoren, die zu einer negativen Selbstbewertung führen und Angst auslösen können.
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