Bachelorarbeit, 2007
75 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Begriffe und Definitionen
2. Grundlagen
2.1 Die 11. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung für Deutschland
2.2 Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf den deutschen Arbeitsmarkt
2.3. Gegenwärtige Arbeitsmarktsituation in Südwest Florida
2.4. Gemeinsamkeiten des Arbeitsmarktes in Südwest Florida und der prognostizierten Bedingungen in Deutschland ab 2012
3. Recruiting in Deutschland
3.1 Gegenwärtig genutzte Methoden
3.2 Evaluation auf zukünftige Wirksamkeit
4. Erfolgreich eingesetzte Recruitingmaßnahmen in Südwest Florida
4.1 Campus Recruiting
4.1.1 Bedeutung des Campus Recruitings
4.1.2 Auswahl der in Frage kommenden Hochschulen
4.1.3 Anlaufstellen und Ansatzpunkte erfolgreichen Campus Recruitings
4.1.4 Erstellung eines Recruitingprogramms
4.1.5 Wettbewerb zwischen Unternehmen im Campus Recruiting
4.2. Praktika als Mittel zum Recruiting
4.2.1 Die Bedeutung von Praktika für das Recruiting
4.2.2 Gestaltung und Optimierungsmöglichkeiten von Praktika
4.2.3 Beispiele für Praktika in amerikanischen Unternehmen
4.3 Empfehlungen von Mitarbeitern als Mittel zum Recruiting
4.4 Nutzung von Jobmessen
5. Kritische Betrachtung der amerikanischen Recruitingmethoden auf Anwendung in Deutschland
6. Erfolgversprechende Maßnahmen und daraus resultierende Handlungsempfehlungen für Unternehmen in Deutschland
7. Ansatzpunkte zur Unterstützung der Recruitinganstrengungen
7.1 Employer Branding zur Steigerung der Bewerberzahlen
7.1.1 Vorgehensweise bei der Implementierung des Employer Brandings
7.1.2 Beispiele für erfolgreiche Implementierungen
7.2 Mitarbeiterbindung als Hilfe zur Entlastung des Recruitings
7.2.1 Monetäre Anreize als klassisches Bindungsinstrument
7.2.2 Steigende Bedeutung nicht monetärer Anreize
7.2.3 Fluktuationsanalyse und Exit Interviews
8. Kritische Betrachtung des ganzen Modells
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Unternehmen dem drohenden Fachkräftemangel durch die Adaption erfolgreicher Recruiting-Strategien aus Südwest Florida begegnen können. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Übertragbarkeit spezifischer Maßnahmen unter Berücksichtigung kultureller und struktureller Unterschiede.
4.1.1 Bedeutung des Campus Recruitings
Das Campus Recruiting, in der amerikanischen Fachliteratur auch College Recruiting genannt, erlebte in den letzten Jahren einen starken Aufschwung in Südwest Florida. Der steigende Bedarf an hoch qualifizierten Mitarbeitern liegt auch in den Vereinigten Staaten in der stetig wachsenden Dienstleistungsbranche begründet. SESSIONS ist der Meinung: „One of the best ways to get good people … is to hire them directly from the source-colleges and universities.” Diese Methode des Recruitings ist bereits seit vielen Jahrzehnten in den USA beliebt und verbreitet und kann bereits als eine traditionelle Recruitingmethode bezeichnet werden. Wurde schon in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum des Engagements von Unternehmen an Hochschulen verzeichnet, so setzt sich dieser Trend momentan überall in den USA ungebremst fort.
Kamen beispielsweise im Jahr 1993 noch 41 Unternehmen an die University of Maryland, so waren es im Jahr 1999 bereits über 250. Die Anzahl der durchgeführten Einstellungsgespräche stieg innerhalb dieser sechs Jahre von 310 auf 616. An der California State University stieg die Präsenz von rekrutierenden Unternehmen von 150 im Jahr 2004 auf 250 im Jahr 2006, so dass die Anzahl limitiert werden musste. Daraus ist bereits erkennbar, dass diese Methode des Recruitings nicht nur beliebt, sondern offensichtlich auch sehr erfolgreich zu sein scheint. Die in Pennsylvania ansässige landesweit vertretene ‚National Association of Colleges and Employers’ bildet ein Bindeglied zwischen Karrierebüros der Hochschulen und Unternehmen. In einer im Jahr 2006 durchgeführten Umfrage unter allen Mitgliedsunternehmen wurde festgestellt, dass 94% den Erfolg des Campus Recruiting als gut, sehr gut oder exzellent einschätzen. Das Engagement der befragten Unternehmen mit Hochschulen stieg der Umfrage zufolge vom Jahr 2005 auf 2006 um fast 29%. Um Hochschulen als Quelle für den Bedarf an Fachkräften zu nutzen und trotz der hohen Konkurrenzsituation erfolgreich zu sein, ist eine strategische Herangehensweise unabdingbar.
1. Einleitung: Beleuchtet die Problematik des Fachkräftemangels und beschreibt den Aufbau der Arbeit.
2. Grundlagen: Analysiert die demografische Entwicklung in Deutschland und vergleicht sie mit der Arbeitsmarktsituation in Südwest Florida.
3. Recruiting in Deutschland: Beschreibt aktuelle Rekrutierungsmethoden in Deutschland und bewertet deren Wirksamkeit unter zukünftigen Bedingungen.
4. Erfolgreich eingesetzte Recruitingmaßnahmen in Südwest Florida: Stellt innovative Methoden wie Campus Recruiting, Praktika und Mitarbeiterempfehlungen vor.
5. Kritische Betrachtung der amerikanischen Recruitingmethoden auf Anwendung in Deutschland: Hinterfragt die Übertragbarkeit der US-Methoden auf deutsche Gegebenheiten.
6. Erfolgversprechende Maßnahmen und daraus resultierende Handlungsempfehlungen für Unternehmen in Deutschland: Leitet konkrete Strategien für deutsche Unternehmen ab.
7. Ansatzpunkte zur Unterstützung der Recruitinganstrengungen: Erläutert Employer Branding und Mitarbeiterbindung als komplementäre Erfolgsfaktoren.
8. Kritische Betrachtung des ganzen Modells: Reflektiert die Ergebnisse und die Grenzen der getroffenen Prognosen.
Recruiting, Fachkräftemangel, Südwest Florida, Demografie, Campus Recruiting, Praktika, Arbeitgebermarke, Employer Branding, Mitarbeiterbindung, Arbeitsmarkt, Personalbeschaffung, High Potentials, Exit Interviews, Retention Management, Networking
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Unternehmen sich auf den kommenden Fachkräftemangel vorbereiten können, indem sie erfolgreiche, in Südwest Florida praktizierte Recruiting-Strategien analysieren und deren Übertragbarkeit auf den deutschen Markt prüfen.
Die zentralen Felder sind demografischer Wandel, moderne Recruiting-Methoden an Hochschulen, Praktikantenprogramme, Mitarbeiterempfehlungssysteme sowie Employer Branding und Retention Management.
Das Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für deutsche Recruiter zu entwickeln, um trotz sinkender Bevölkerungszahlen und verschärftem Wettbewerb qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und zu binden.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie Experteninterviews, die der Autor mit sechs Recruitern erfolgreicher Unternehmen in Südwest Florida im Jahr 2007 geführt hat.
Der Hauptteil analysiert aktuelle deutsche Methoden, stellt US-amerikanische Best-Practices vor, hinterfragt diese kritisch hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit und diskutiert flankierende Maßnahmen wie Employer Branding.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Recruiting, Fachkräftemangel, Employer Branding, Campus Recruiting und Mitarbeiterbindung definieren.
Die Region weist ähnliche wirtschaftliche Herausforderungen wie das prognostizierte Szenario für Deutschland ab 2012 auf, insbesondere bei der Arbeitslosenquote und dem Fachkräftebedarf.
Employer Branding wird als ganzheitlicher Ansatz dargestellt, um den Wettbewerb um Talente zu gewinnen, indem das Unternehmen als attraktive Arbeitgebermarke positioniert wird.
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