Magisterarbeit, 2005
112 Seiten, Note: 2
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Die vorliegende Magisterarbeit befasst sich mit dem Menschenbild des Philosophen Karl Jaspers und dessen Beitrag zu Hans Küngs „Projekt Weltethos“. Sie analysiert, wie Jaspers´ Philosophie der „ethischen Existenz“ in den Diskurs um ein globales Weltethos eingebunden werden kann und welche Bedeutung sie für die Überwindung der gegenwärtigen globalen Krisen und Konflikte hat.
Die Einleitung erläutert die Aktualität des Themas und die Notwendigkeit eines Weltethos angesichts der aktuellen Herausforderungen, die die Menschheit vor große Probleme stellt. Teil I beleuchtet die historische Entwicklung des Menschen und die Herausforderungen der Gegenwart. Die Achsenzeit wird als ein epochaler Paradigmenwechsel betrachtet, der die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins entscheidend prägte. Die Jetztzeit wird als ein globaler Paradigmenwechsel betrachtet, der durch die Globalisierung, die Informationsgesellschaft und die Ökologiekrise gekennzeichnet ist. Teil II widmet sich Karl Jaspers´ Menschenbild und seinen zentralen Thesen. Es werden die verschiedenen Weisen des Seins im Raume des Umgreifenden beleuchtet, wobei die Existenz als mögliche Seinsweise des Menschen hervorgehoben wird. Die Freiheit, das Zu-sich-selbst-Kommen in der Kommunikation und das Sich-selbst-Verwirklichen in den Grenzsituationen werden als zentrale Aspekte des existentiellen Seins des Menschen dargestellt.
Ethische Existenz, Karl Jaspers, Hans Küng, Weltethos, Philosophie, Anthropologie, Religion, Vernunft, Kommunikation, Globalisierung, Verantwortung, Frieden, Zukunft
Ethische Existenz bedeutet, dass der Mensch sich in Freiheit und Verantwortung selbst verwirklicht und sein Handeln aus einem inneren Unbedingten heraus begründet.
Es ist der Versuch, gemeinsame ethische Werte und Maßstäbe in den Weltreligionen zu finden, um Frieden und Verständigung zwischen den Kulturen zu fördern.
Jaspers prägte diesen Begriff für die Zeit um 500 v. Chr., in der weltweit unabhängig voneinander die Grundlagen für das heutige geistige und religiöse Verständnis des Menschen gelegt wurden.
Es sind Situationen wie Tod, Leid, Kampf oder Schuld, die der Mensch nicht ändern kann und in denen er erfährt, was es heißt, wirklich zu existieren.
Vernunft ist das Bindeglied, das Kommunikation ermöglicht. Nur durch den "liebenden Kampf" der Kommunikation mit anderen kann der Mensch zu sich selbst kommen.
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