Diplomarbeit, 2007
80 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Interesse und Lernmotivation - begriffliche Klärungen
2.1 Motivation
2.2 Richtungen der Motivationsforschung
2.2.1 Behavioristische Zugänge
2.2.2 Humanistische Motivationstheorie
2.2.3 Konstruktivistisches Motivationskonzept
2.2.4 Selbstbestimmungstheorie
2.2.5 Zwischenbilanz
2.3 Lernmotivation
2.3.1 Arten der Lernmotivation mit kurzer Charakterisierung
2.3.2 Elemente und Voraussetzungen der Lernmotivation
2.4 Interesse
2.4.1 Das Interessenkonstrukt
2.4.2 Das Modell zur Wirkungsweise von Interesse
2.5 Zusammenfassung
3 Benachteiligte Jugendliche und das Internetcafé
3.1 Benachteiligte Jugendliche in den EIBE-Klassen
3.1.1 Allgemeine charakteristische Merkmale der EIBE-Schüler
3.1.2 Einige Merkmale der EIBE-Schüler der Radko-Stöckl-Schule in Melsungen
3.2 Internetcafé
4 Qualitative Studie zur Interesse- und Lernmotivationsförderung bei den benachteiligten Jugendlichen in Bezug auf das Internetcafé
4.1 Problemstellung
4.1.1 Vorhersage von Ergebnissen aufgrund empirischer Forschungsergebnisse in Bezug auf Interesse und Lernmotivation
4.1.2 Hypothese
4.2 Methode
4.2.1 Probleme der Befragung
4.2.2 Stichprobe
4.2.3 Erhebungsinstrumente
4.3 Ergebnisse
4.3.1 Ergebnisse über die emotionale Beziehung zum Projekt Internetcafé / Schule
4.3.2 Kategorie der Kompetenz-Erfahrung
4.3.3 Kategorie des Autonomie-Erlebens
4.3.4 Kategorie des Erlebens von sozialer Eingebundenheit
4.3.5 Zusammenhänge zwischen dem Erleben der Grundbedürfnisse und der Lernmotivation sowie des Interesses
4.4 Diskussion
5 Resümee / Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das Projekt "Internetcafé" dazu beitragen kann, die Lernmotivation und das Interesse von benachteiligten Jugendlichen in EIBE-Klassen zu fördern, basierend auf den psychologischen Grundbedürfnissen nach Autonomie, Kompetenz und sozialer Eingebundenheit.
2.2.1 Behavioristische Zugänge
Als Behaviorismus wird eine Richtung der Psychologie bezeichnet, die sich in ihren Ansätzen ausschließlich auf das beobachtbare, messbare Verhalten („Behavior“) beschränkt, wobei neuronale und psychologische Prozesse des Gehirns außer Acht gelassen werden. Auf die Frage, wie ein menschliches Verhalten gesteuert und konditioniert werden kann, würde ein Behaviorist wie folgt antworten: Durch Verstärkung, vor allem durch Belohnung des sozialen Umfeldes. Lernen wird als Reaktion („Response“) auf Reize der Umwelt („Stimuli“) verstanden, wobei erwünschte Reaktionen verstärkt und dadurch stabilisiert werden („Reinforcement“). Das Gehirn wird als „Black Box“ betrachtet (vgl. Siebert, 2006, S.66f).
Zum pädagogischen Instrumentarium gehören vor allem Lob (bekräftigt erwünschtes und erfolgreiches Verhalten) und Tadel (kritisiert unerwünschte Verhaltensweisen). Aus der Sicht des Behaviorismus kann geschlussfolgert werden, dass die Lernmotivation und das Interesse durch richtiges Gebrauchen des Instrumentariums „Lob und Tadel“ gefördert werden kann.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung motivierten Lernens in der beruflichen Bildung heraus und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der positiven Auswirkung des Internetcafés auf die Lernmotivation benachteiligter Jugendlicher.
2 Interesse und Lernmotivation - begriffliche Klärungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie Motivation, Lernmotivation und Interesse definiert und theoretisch durch verschiedene Forschungsansätze wie Behaviorismus, Humanismus und Selbstbestimmungstheorie unterfüttert.
3 Benachteiligte Jugendliche und das Internetcafé: Hier werden die charakteristischen Merkmale der EIBE-Schüler beschrieben und das Projekt Internetcafé als praktische Lernumgebung eingeführt, in der diese Jugendlichen ihre Kompetenzen erproben können.
4 Qualitative Studie zur Interesse- und Lernmotivationsförderung bei den benachteiligten Jugendlichen in Bezug auf das Internetcafé: Das Kernstück der Arbeit, in dem durch empirische Erhebungen (Interviews und Fragebögen) untersucht wird, wie sich das Projekt auf Autonomie, Kompetenz und soziale Eingebundenheit der Schüler auswirkt.
5 Resümee / Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Tragfähigkeit der angewandten theoretischen Modelle für die berufliche Bildung benachteiligter Jugendlicher.
Berufliche Bildung, Benachteiligte Jugendliche, Lernmotivation, Interesse, EIBE-Klassen, Internetcafé, Selbstbestimmungstheorie, Autonomie, Kompetenzerfahrung, Soziale Eingebundenheit, Motivationsforschung, Pädagogische Psychologie, Qualitative Studie, Schüler, Berufspädagogik.
Die Arbeit untersucht, wie durch pädagogische Interventionen, konkret durch ein Internetcafé-Projekt, die Lernmotivation und das Interesse von benachteiligten Jugendlichen in EIBE-Klassen gesteigert werden können.
Die zentralen Felder sind die psychologische Motivationsforschung, die theoretische Fundierung des Interessenkonstrukts sowie die spezifische Situation und Förderung benachteiligter Jugendlicher in der Berufsschule.
Das Ziel ist herauszufinden, ob das Projekt Internetcafé eine positive Auswirkung auf die Steigerung der Lernmotivation und des Interesses der beteiligten benachteiligten Jugendlichen hat.
Der Autor führt eine qualitative Studie durch, bei der Daten mittels Fragebögen und teilstrukturierten Interviews mit Schülern erhoben und anschließend ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Motivations- und Interessentheorie sowie die Beschreibung und anschließende empirische Untersuchung des Projekts Internetcafé.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Lernmotivation, Interesse, Benachteiligte Jugendliche, Autonomie, Kompetenz, soziale Eingebundenheit und EIBE-Klassen.
Die Schüler übernehmen fast eigenständig Aufgaben wie den Ordnungsdienst, die Küche, den Verkauf, die Kassenführung sowie die Werbung und Vermarktung, wobei sie in Lerngruppen aufgeteilt sind.
Das Erleben von Autonomie, Kompetenz und sozialer Eingebundenheit ist gemäß der Selbstbestimmungstheorie entscheidend, da diese Bedürfnisse die intrinsische Motivation und das Interesse am Lerngegenstand stützen.
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