Diplomarbeit, 2002
61 Seiten
1. Der Thyristor
2. Die Sperreigenschaften des Thyristors
2.1 Sperrzustand in Rückwärtsrichtung
2.2 Sperrzustand in Vorwärtsrichtung
2.3 Die Spannungsbelastung
3. Das Einschalten des Thyristors
3.1 Die Steuerkennlinie
3.2 Der Zündbereich
3.3 Der Einschaltvorgang
4. Die Durchlasseigenschaften
4.1 Die Durchlasskennlinie:
4.2 Messung der Durchlasskennlinie
4.3 Wichtige Grenzwerte
5. Der Ausschaltvorgang
5.1 Das Zeitverhalten
5.2 Die TSE-Beschaltung
6. Die Verlustleistung
6.1 Berechnung der mittleren Durchlassverluste
6.2 Berechnung der Verlustleistung
6.3 Die Grenzwerte der Durchlass Ströme:
6.4 Bestimmung des Formfaktors
7. Thermisches Verhalten
7.1 Arten der Wärmeübertragung
7.2 Der thermische Widerstand
7.3 Berechnung des zulässigen Durchlass-Stromes
7.4 Die Gehäusetemperatur abhängig vom Thyristorstrom
7.5 Transienter thermischer Widerstand
7.6 Die Belastungsarten
7.6.1 Thyristorbelastung bei einer stationären Belastung
7.6.2 Erwärmungsvorgang bei einer gleichmäßigen Belastung
7.6.3 Praktische Messung der Erwärmungskurve
7.6.4. Impulsstrombelastung im Dauerbetrieb
7.6.5 Impulsstrombelastung während der Erwärmungsphase
7.6.6 Impulsstrombelastung mit Aussetzbetrieb
7.7 Mehrere Thyristoren auf einem Kühlkörper
8. Überstromschutz
9. Berechnungsbeispiel
10. Der Steuersatz
Diese Arbeit erläutert die relevanten Datenblattangaben von Thyristoren und deren praktische Anwendung bei der Dimensionierung für Klein- und Mittelleistungen, wobei der Thyristor CS8 als exemplarisches Modell dient. Ziel ist es, dem Anwender ein tieferes Verständnis für die elektrotechnischen Zusammenhänge bei der Auslegung von Thyristorschaltungen zu vermitteln.
3.3 Der Einschaltvorgang
Ab dem Auftreten des Zündimpulses vergeht eine gewisse Zeit, bis der Thyristor durchschaltet. Dieser Zeitraum kann kritisch sein, da während dieser Zeit im Thyristor erhöhte Verluste auftreten. Man ist daher bemüht, durch einen möglichst kurzen Schaltvorgang diese Verluste zu begrenzen.
Der zeitliche Verlauf der Zündung:
Man unterscheidet folgende Zeiten:
Die Zündverzugszeit tgd: Sie hängt hauptsächlich von der Form des Zündimpulses ab. Um die Zündverzugszeit möglichst kurz zu halten ist es außerordentlich wichtig mit einem hohen Zündstrom und mit einem sehr steilen Zündstromanstieg zu arbeiten. Die in Datenblättern angegebenen Werte der Zündverzugszeit, gelten bei einem Steuerstrom von annähernd rechteckigem Verlauf, bei einem anzugebenden Zündstrom und einer definierten Anstiegszeit.
1. Der Thyristor: Einleitung in die Funktionsweise des Thyristors als steuerbarer, netzgeführter Leistungshalbleiter.
2. Die Sperreigenschaften des Thyristors: Analyse des Verhaltens im gesperrten Zustand in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung unter Berücksichtigung der Sperrspannung.
3. Das Einschalten des Thyristors: Detaillierte Betrachtung des Zündverhaltens, der Steuerkennlinien und der Dynamik des Einschaltvorgangs.
4. Die Durchlasseigenschaften: Untersuchung des stationären Durchlassverhaltens, der Kennlinien sowie der kritischen Grenzwerte wie dem Grenzlastintegral.
5. Der Ausschaltvorgang: Beschreibung des Abschaltverhaltens und der auftretenden Effekte wie der Freiwerdezeit und Trägerstaueffekt.
6. Die Verlustleistung: Mathematische Herleitung und Berechnung der verschiedenen Verlustanteile, insbesondere der Durchlassverluste.
7. Thermisches Verhalten: Umfassende Darstellung der Wärmeübertragung, des thermischen Ersatzschaltbildes und der Berechnung von Wärmewiderständen.
8. Überstromschutz: Konzepte für den Schutz von Thyristoren durch geeignete Sicherungsdimensionierung basierend auf Schmelz- und Grenzlastintegralen.
9. Berechnungsbeispiel: Anwendung der erlernten Konzepte auf ein praktisches Szenario eines gesteuerten Gleichrichters.
10. Der Steuersatz: Praktische Umsetzung und Messung eines Steuersatzes mittels integrierter Schaltung.
Thyristor, Leistungselektronik, Datenblatt, Dimensionierung, Durchlassverluste, Zündverhalten, Wärmewiderstand, Grenzlastintegral, Schutzbeschaltung, Gleichrichter, Sperrspannung, Kühlung, Halbleiter, Steuersatz, Verlustleistung
Die Arbeit behandelt die systematische Erklärung von Datenblattangaben für Thyristoren und deren Anwendung bei der praktischen Dimensionierung von Schaltungen für Klein- und Mittelleistungen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Sperr- und Durchlasseigenschaften, dem thermischen Verhalten, der Verlustleistungsberechnung sowie den Schutzmaßnahmen gegen Überströme.
Das Ziel ist die Vermittlung der notwendigen Berechnungsmodelle, um einen Thyristor unter Berücksichtigung seiner thermischen Belastungsgrenzen sicher und effizient in einer Schaltung zu betreiben.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Herleitung, basierend auf physikalischen Grundgesetzen, die durch Datenblattwerte und praktische Messreihen am Thyristormodell CS8 validiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der verschiedenen Betriebszustände eines Thyristors (Sperren, Einschalten, Durchlass, Ausschalten) und deren thermische Auswirkungen.
Die wichtigsten Begriffe sind Thyristor, Verlustleistung, thermischer Widerstand, Grenzlastintegral und Dimensionierung.
Die Dimensionierung stützt sich auf die Berechnung thermischer Ersatzschaltbilder, wobei die Sperrschichttemperatur von 125°C als absolute Grenze dient.
Da Halbleiterschichten sehr temperatursensibel sind, muss die Sicherung mittels ihres Schmelzintegrals gewährleisten, dass sie den Stromkreis schneller unterbricht, als die thermische Zerstörung des Thyristors eintritt.
Der Formfaktor berücksichtigt den Einfluss der Stromkurvenform auf die Verlustleistung, da unterschiedliche Stromverläufe bei gleichem Mittelwert zu verschiedenen thermischen Belastungen führen.
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