Bachelorarbeit, 2005
32 Seiten, Note: 1,0
0.Einleitung
1. Allgemeines
1.1 Die vier Seiten einer Nachricht
1.2 Empfangsfehler
2. Unterrichtssprache
2.1 Personen- oder sachbezogener Unterricht
2.2 Die Aufforderung
2.3 Sprachmenge
2.4 Verständlichkeit
3. Sprachbilder
3.1 Situative und dynamische Assoziationen
4. Das Fragen
4.1 Inhalts- und Formfragen
4.2 Offene und geschlossene Fragen (nach Schwarzenbach)
4.3 Fragetechnik:
4.4 Die Gesprächs- und Diskussionsleitung:
5. Zuhören
5.1 Das WIBR-Modell
6 Die „Familienkonferenz“ nach GORDON
6.1 Du-Botschaften und Ich-Botschaften
6.2 Problembesitz: Wer hat das Problem?
6.3 Kommunikationssperren
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Gestaltung der verbalen Kommunikation im Instrumentalunterricht. Ziel ist es, kommunikationspsychologische Konzepte auf den Musikschulalltag zu übertragen, um eine effiziente, respektvolle und konfliktarme Lehrer-Schüler-Interaktion zu fördern und die Selbstverantwortung der Lernenden zu stärken.
1.1 Die vier Seiten einer Nachricht
Schulz von Thun beschreibt vier Seiten einer (verbalen) Nachricht:
Sachinhalt Selbstoffenbarung Appell Beziehung
Ich werde dieses Modell anhand einer Situation, wie sie desöfteren im Musikunterricht vorkommt, veranschaulichen: Lehrer: „Im zweiten Takt steht vor der Note C ein Auflösungszeichen.“ Schülerin: „Öha, das hatte ich glatt übersehen.“
Diese Nachricht enthält einen Sachinhalt: Wir erfahren etwas über das Musikstück das soeben durchgespielt wurde. Im zweiten Takt steht ein aufgelöstes C notiert – eine klare, unverrückbare Tatsache. Jedoch ist diese Feststellung nur ein kleiner Teil dessen, was sich gegenwärtig zwischen Sender und Empfänger abspielt.
0.Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Rolle der Kommunikation im Musikunterricht und motiviert die Auseinandersetzung mit sprachlichen Aspekten zur Verbesserung der Lehrer-Schüler-Beziehung.
1. Allgemeines: Dieses Kapitel führt in die Grundlagen der Kommunikation ein, insbesondere anhand des Modells der vier Seiten einer Nachricht von Schulz von Thun.
2. Unterrichtssprache: Hier wird die Bedeutung der sprachlichen Gestaltung im Unterricht diskutiert, unterteilt in personen- oder sachorientierte Ansätze sowie Kriterien für Aufforderungen und Verständlichkeit.
3. Sprachbilder: Dieses Kapitel erörtert den Einsatz von Metaphern und situativen sowie dynamischen Assoziationen, um komplexe musikalische Abläufe anschaulich und kreativ zu vermitteln.
4. Das Fragen: Es wird die zentrale Rolle des Fragens im Unterricht analysiert und Techniken vorgestellt, um durch gezielte Fragestellungen Lernprozesse anzuregen.
5. Zuhören: Dieses Kapitel fokussiert auf aktives Zuhören als wechselseitigen Prozess und führt das WIBR-Modell (Wahrnehmung, Interpretation, Bewertung, Reaktion) als Leitfaden ein.
6 Die „Familienkonferenz“ nach GORDON: Hier wird das Konzept nach Thomas Gordon angewandt, um durch Ich-Botschaften und klare Problemanalyse eine selbstverantwortliche Kommunikation im Musikunterricht zu fördern.
Verbale Kommunikation, Instrumentalunterricht, Lehrer-Schüler-Beziehung, Schulz von Thun, Sprachbilder, Aktives Zuhören, WIBR-Modell, Familienkonferenz, Thomas Gordon, Ich-Botschaften, Fragetechnik, Unterrichtskommunikation, Musikpädagogik, Selbstverantwortung, Pädagogik.
Die Arbeit beleuchtet die verbale Kommunikation als wesentliches Werkzeug in der musikpädagogischen Praxis und setzt diese in Beziehung zu psychologischen Kommunikationsmodellen.
Zu den Schwerpunkten zählen die vier Seiten einer Nachricht, die Gestaltung der Unterrichtssprache, die Nutzung von Sprachbildern, effektive Fragetechniken, aktives Zuhören sowie Gordon’sche Kommunikationskonzepte.
Ziel ist es, Lehrern Denkanstöße zu geben, ihre eigenen Kommunikationsformen zu reflektieren, um eine konstruktive und inspirierende Lernatmosphäre zu schaffen.
Unter anderem werden das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun, Ansätze von Anselm Ernst, die Gesprächsführung nach Schwarzenbach und das WIBR-Modell nach Steil herangezogen.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Ebenen der Unterrichtskommunikation, von der Verwendung von Metaphern bis hin zu konkreten Techniken wie dem Spiegeln oder dem Umgang mit Kommunikationssperren.
Die zentralen Begriffe sind Lehrer-Schüler-Kommunikation, Instrumentalunterricht, aktives Zuhören, Sprachbilder, Selbstverantwortung und Konfliktlösung.
Sprachbilder wie situative oder dynamische Assoziationen helfen dabei, den emotionalen Gehalt eines Stückes zu erfassen und instrumentale Bewegungen durch Vergleiche mit Alltagserfahrungen zu optimieren.
Du-Botschaften enthalten oft versteckte Vorwürfe und führen zu Widerstand, während Ich-Botschaften die eigenen Gefühle des Lehrers transportieren, ohne den Schüler anzugreifen, was die Gesprächsbasis verbessert.
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