Examensarbeit, 2008
42 Seiten
Einleitung und Motivation
1. Sachanalyse
1.1 Vorbemerkung
1.2 Der ursprüngliche Buddhismus
1.2.1 Quellen
1.2.2 Buddha
1.2.3 Dharma
1.2.4 Sangha
1.3 Das erste Schisma
1.3.1 Schismen in Christentum und Islam
2. Didaktische Analyse
2.1 Bedingungsanalyse
2.1.2 Äußere Rahmenbedingungen
2.1.3 Klassenanalyse
2.2 Legitimation durch den Bildungsplan
2.3 Didaktische Schwerpunkte und Konzeption der Unterrichtseinheit
2.3.1 Die Textarbeit
3. Dokumentation der Unterrichtseinheit
3.1 Aufbau der Unterrichtseinheit
3.2 Übersicht
3.3 Dokumentationen und Evaluationen ausgewählter Stunden
3.3.1 3. + 4. Stunde (09.11.2007): Die erste edle Wahrheit
3.3.2 5. Stunde (16.11.2007): Die zweite edle Wahrheit
3.3.3 11. + 12. Stunde (07.12.2007): Schismen in Christentum, Islam und Buddhismus
4. Beschluss
Die vorliegende Arbeit dokumentiert eine Unterrichtseinheit für das Fach Ethik in Klasse 11, die den Buddhismus als Lehre sowie die historische Entwicklung religiöser Aufspaltungen am Beispiel des ersten buddhistischen Schismas und im Vergleich mit Christentum und Islam untersucht. Ziel ist es, den Schülern durch Textarbeit und interreligiöse Vergleiche Kompetenzen im Bereich der Textanalyse sowie ein Verständnis für religionsinhärente Prozesse zu vermitteln.
Störende Emotionen
Störende Emotionen sind Gedanken oder Geistesfaktoren, die untugendhafte Einstellung hervorrufen. Man unterscheidet dabei drei Gruppen, die in sechs weitere unterteilt werden. Die sechs hauptsächlichen störenden Emotionen sind: Begierde, Abneigung, geistige Trübung, Stolz, Eifersucht und Geiz. Wenn uns Gefühle der Unzufriedenheit oder der Frustration überkommen, können wir die Ursache davon immer einer dieser störenden Emotionen oder sogar mehreren gleichzeitig zuschreiben. Darum werden diese Emotionen auch manchmal „Gift“ genannt, weil sie den Geist in ein ungesundes Ungleichgewicht bringen. Je nach der Menge Gift in unserem Körper sind wir in kleinerem oder größerem Maße krank. Ebenso bestimmt der Grad der Intensität störender Emotionen das Leiden, das wir empfinden. Ein mäßiger Zorn verursacht kaum Unannehmlichkeiten, aber wenn der Zorn größer wird, kann daraus schwereres Leid entstehen.
Einleitung und Motivation: Eine Einführung in die bleibende Aktualität des Buddhismus und die Relevanz der Untersuchung seiner Toleranz sowie der Schismen im Vergleich zu anderen Religionen.
1. Sachanalyse: Darstellung der Quellen, der Lehren Buddhas und der Entstehung von Schismen aus historischer und theologischer Perspektive.
2. Didaktische Analyse: Erläuterung der Rahmenbedingungen, der Klassensituation sowie der methodischen Konzeption und Legitimation der Unterrichtseinheit.
3. Dokumentation der Unterrichtseinheit: Detaillierter Ablauf der 12 Unterrichtsstunden inklusive Lernzielen, methodischen Schritten und Reflexionen der Lehrkraft.
4. Beschluss: Zusammenfassende Bewertung der Unterrichtseinheit durch die Lehrkraft sowie Fazit zur Eignung des Buddhismus als Thema im Ethikunterricht.
Buddhismus, Ethik, Schisma, Theravada, Mahayana, Karma, Vier edle Wahrheiten, Anatomie des Leidens, Anatman, Skhandhas, interreligiöser Vergleich, Textarbeit, Religionsunterricht, Meditation, Dharma.
Die Arbeit befasst sich mit der Planung und Durchführung einer Unterrichtseinheit zum Thema Buddhismus in einer 11. Klasse an einem Gymnasium.
Zentrale Themen sind die Grundlagen des ursprünglichen Buddhismus, die buddhistische Anthropologie sowie ein religionshistorischer Vergleich von Schismen in Buddhismus, Christentum und Islam.
Das primäre Ziel ist es, Schülern die Lehre Buddhas nahezubringen und sie durch objektive Vergleiche zur Analyse religiöser Aufspaltungsprozesse zu befähigen.
Es wird eine textanalytische Methode angewandt, ergänzt durch Diskussionen, Gruppenarbeit, interreligiöse Vergleiche und lebenspraktische Reflexionen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse der buddhistischen Lehre und eine didaktische Planung inklusive ausführlicher Protokolle und Reflexionen der einzelnen Unterrichtsstunden.
Wichtige Begriffe sind unter anderem: Karma, Schisma, Vier edle Wahrheiten, Anatman (Nicht-Selbst), fünf Skhandhas und buddhistische Ethik.
Der Buddhismus zeichnet sich durch ein friedfertiges Miteinander und einen Pragmatismus aus, bei dem die Lehre als „richtig“ gilt, wenn sie karmisch heilsame Handlungen fördert.
Das Konzept bereitet Schwierigkeiten, da es die Vorstellung eines bleibenden Identitätskerns negiert, was mit westlichen Vorstellungen von Persönlichkeit und Seele kollidiert.
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