Diplomarbeit, 2007
107 Seiten, Note: 2
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1 EMOTION UND MIMISCH-AFFEKTIVES VERHALTEN
1.1 Abgrenzung von Begriffen
1.2 Geschichte der Emotionsforschung in der Psychologie
1.3 Was ist eine Emotion?
1.3.1 Komponentenprozessmodell von Scherer
1.4 Einteilung von Emotionen
1.4.1 Basisemotionen
1.5 Emotion und Gesichtsausdruck
1.5.1 Neurokulturelle Theorie der Gefühle von Ekman
1.5.2 Zusammenhang zwischen Emotionsausdruck und Emotionserleben
1.5.3 Funktionen von Emotionen und des Emotionsausdruckes
1.5.3.1 Propositionale Struktur der Primäraffekte nach Krause (1990)
2 DEPRESSION
2.1 Symptome einer Depression
2.2 Epidemiologie
2.3 Verlauf
2.4 Ätiologie
2.4.1 Risikofaktoren
2.4.2 Erlernte Hilflosigkeit
2.4.3 Kognitive Theorie von Beck
2.4.4 Psychodynamisches Modell
2.4.4.1 Der depressive Grundkonflikt
3 BORDERLINE-PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG
3.1 Symptome einer Borderline-Persönlichkeitsstörung
3.2 Epidemiologie
3.3 Verlauf
3.4 Ätiologie
3.4.1 Das Entstehungskonzept von Kernberg
3.4.2 Das Entstehungskonzept nach Mahler
3.4.3 Das Entstehungskonzept von Masterson und Rinsley
3.4.4 Die Biosoziale Theorie vom Marsha M. Linehan – eine dialektische Theorie
3.4.5 Weitere Entstehungskonzepte der Borderline-Persönlichkeitsstörung
3.5 Strukturelle Aspekte der Borderline-Persönlichkeitsstörung
3.5.1 Unspezifische Zeichen von Ichschwäche
3.5.2 Primärprozesshafte Denkformen
3.5.3 Spezifische Abwehrmechanismen
3.5.3.1 Spaltung
3.5.3.2 Primitive Idealisierung
3.5.3.3 Frühformen der Projektion, insbesondere die projektive Identifizierung
3.5.3.4 Verleugnung
3.5.3.5 Allmacht und Entwertung
4 EMOTIONEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEPRESSION UND BORDERLINE-PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG
5 FORSCHUNGSERGEBNISSE ZUM MIMISCHEN AFFEKTAUSDRUCK BEI DEPRESSION UND BORDERLINE-PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG
6 EMPIRISCHER TEIL
6.2 Hypothesen und spezifische Fragestellung
6.2 Untersuchungsdesign
6.2.1 Untersuchungsstichprobe und Datenerhebung
6.2.2 Verwendete Verfahren
6.2.2.1 SKID
6.2.2.2 Das OPD-Interview
6.2.2.3 FACS
6.2.2.4 EMFACS
6.5.3 Zusammenhang dieser Diplomarbeit mit dem Forschungsprojekt „Affektivität, Beziehung und psychische Störung“ der Universität Innsbruck
7 ERGEBNISSE
7.1 Beschreibung der Untersuchungsstichprobe
7.2 Häufigkeiten des jeweiligen mimisch-affektiven Verhalten in der Untersuchungsstichprobe
7.3 Vergleich Borderline-Persönlichkeitsstörung mit Depression
7.4 Vergleich Borderline-Persönlichkeitsstörung mit gesunder Kontrollgruppe
7.5 Vergleich Depression mit gesunder Kontrollgruppe
7.6 Hypothesen, die angenommen werden konnten
8 ZUSAMMENFASSUNG UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE
Die Diplomarbeit untersucht die Unterschiede im mimisch-affektiven Verhalten zwischen Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung und depressiven Patienten während der Selbstbeschreibung im OPD-Interview, um deren spezifische affektive Muster aufzuzeigen.
3.4.4 Die Biosoziale Theorie vom Marsha M. Linehan – eine dialektische Theorie
Laut dem Standpunkt der Verhaltenstherapie spielen bei psychischen Störungen die lebensgeschichtlichen Bedingungen eine große Rolle (Fiedler, 1994). Marsha Linehan (1996), die den Standpunkt der Verhaltenstherapie vertritt, hat ein Erklärungsmodell für die Entstehung einer Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickelt, das auf der biosozialen Lerntheorie von Millon (1981, 1987, zit. nach Linehan, 1996) basiert und eine Integration von biologischen und psychologischen Faktoren vornimmt, was die Borderline-Persönlichkeitsstörung explizit in die Nähe der affektiven Störungen rückt.
Als zentrales Symptom einer Borderline-Persönlichkeitsstörung sieht Linehan (1996) „die selbstdestruktive Impulsivität“. „Dies ist für sie Ausdruck einer spezifisch gelernten Problemlösungsstrategie zur Reduktion einer subjektiv als unakzeptierbar erlebten Dysphorie“ (Fiedler 1994, S. 214)
Linehan (1996) nimmt an, dass bei Borderline-Patienten das emotionsregulierende System nicht korrekt funktioniert und dass diese Schwierigkeiten im Umgang mit Gefühlen durch Veranlagung und den Umweltbedingungen sowie deren Interaktion während der Entwicklung entstehen.
1 EMOTION UND MIMISCH-AFFEKTIVES VERHALTEN: In diesem Kapitel werden grundlegende Emotionsbegriffe definiert und die Geschichte der Emotionsforschung sowie der Zusammenhang zwischen Emotion und Gesichtsausdruck erläutert.
2 DEPRESSION: Dieses Kapitel behandelt das Störungsbild der Depression hinsichtlich seiner Symptome, Epidemiologie, Verlauf und Ätiologie, inklusive psychodynamischer Erklärungsmodelle.
3 BORDERLINE-PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG: Hier werden Symptome, Entstehungskonzepte sowie strukturelle Aspekte der Borderline-Persönlichkeitsstörung detailliert beschrieben.
4 EMOTIONEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEPRESSION UND BORDERLINE-PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG: Das Kapitel verknüpft die zuvor besprochenen Störungsbilder mit Prozessen der Beziehungsregulierung durch Emotionen.
5 FORSCHUNGSERGEBNISSE ZUM MIMISCHEN AFFEKTAUSDRUCK BEI DEPRESSION UND BORDERLINE-PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG: Hier werden relevante Studien zum mimischen Verhalten bei den untersuchten Patientengruppen referiert und deren Ergebnisse diskutiert.
6 EMPIRISCHER TEIL: Dieses Kapitel legt die Hypothesen und das Untersuchungsdesign der Diplomarbeit dar, einschließlich der verwendeten diagnostischen Verfahren.
7 ERGEBNISSE: Darstellung und Auswertung der erhobenen Daten mittels statistischer Tests, um die aufgestellten Hypothesen zu überprüfen.
8 ZUSAMMENFASSUNG UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE: Zusammenfassung der Befunde sowie eine kritische Diskussion der Ergebnisse im Kontext der klinischen Forschung.
Borderline-Persönlichkeitsstörung, Depression, Mimik, Affekt, Emotionsausdruck, OPD-Interview, FACS, EMFACS, Gesichtsausdruck, psychische Störung, Emotionsregulation, Selbstbeschreibung, Primäraffekte, Psychodynamik, Verhalten.
Die Arbeit untersucht Unterschiede im mimisch-affektiven Verhalten bei Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung und depressiven Patienten während der Selbstbeschreibung in einem klinischen Interview.
Zentrale Themen sind die mimische Ausdrucksforschung, die psychodynamische Strukturdiagnostik (OPD), die Ätiologie von Borderline und Depression sowie deren Einfluss auf die emotionale Mimik.
Das Ziel ist die empirische Überprüfung, ob sich Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung und depressive Patienten in ihrer mimischen Aktivität und spezifischen Affektausdrücken voneinander sowie von einer gesunden Kontrollgruppe unterscheiden.
Die Studie nutzt das Facial Action Coding System (FACS) und das Emotional Facial Action Coding System (EMFACS) zur objektiven Kodierung von Gesichtsbewegungen in Videoaufnahmen von OPD-Interviews, ergänzt durch statistische Auswertungsverfahren (SPSS).
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block zu Emotionen, Depression und Borderline-Persönlichkeitsstörung sowie einen empirischen Block, der Hypothesen aufstellt, die Stichprobe beschreibt und die Testergebnisse detailliert auswertet.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Borderline-Persönlichkeitsstörung, Depression, mimische Aktivität, FACS, EMFACS, Affektregulation und psychische Struktur charakterisiert.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Borderline-Patienten tendenziell eine höhere mimische Aktivität aufweisen als depressive Patienten, wobei letztere oft eine Reduktion der mimischen Aktivität zeigen.
Das OPD-Interview dient als standardisierte Erhebungssituation, um das mimisch-affektive Verhalten in der Struktur-Achse der Selbstbeschreibung unter kontrollierten Bedingungen auf Video zu erfassen.
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