Masterarbeit, 2007
148 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Niederlassungsfreiheit in der EU
2.1 Niederlassungsfreiheit gem. Artt. 43, 48 EGV
2.2 Anknüpfungstheorien des Gesellschaftsrechts in der EU
2.2.1 Sitztheorie
2.2.2 Gründungstheorie
2.2.3 Zwischenergebnis
2.3 EuGH-Rechtsprechung zur Niederlassungsfreiheit
2.3.1 Daily Mail-Entscheidung vom 27. September 1988 (Rs. 81/87)
2.3.2 Centros-Entscheidung vom 09. März 1999 (Rs. 212/97)
2.3.3 Überseering-Entscheidung vom 05. November 2002 (Rs. C - 208/00)
2.3.4 Inspire Art-Entscheidung vom 30. September 2003 (Rs. 167/01)
2.3.5 Reaktionen deutscher Gerichte auf die EuGH-Rechtsprechung
2.4 Ergebnis der Rechtsprechung und Folgen für die Praxis
2.4.1 Zuzug ausländischer Gesellschaften
2.4.2 Wegzug inländischer Gesellschaften
2.4.3 Resultat
3 Wettbewerb der europäischen Rechtsordnungen
3.1 Überblick und Rechtsgrundlagen von GmbH und Limited
3.1.1 Entwicklung und Ausgestaltung der deutschen GmbH
3.1.2 Entwicklung und Ausgestaltung der englischen Limited
3.2 Vor- und Nachteile der englischen Limited gegenüber der GmbH
3.2.1 Gründungsverfahren
3.2.2 Organisationsverfassung
3.2.3 Laufende Kosten
3.2.4 Kapitalverfassung
3.2.5 Finanzierungsmöglichkeiten und Eigenkapitalersatzrecht
3.2.6 Durchgriffshaftung
3.2.7 Mitbestimmung
3.2.8 Rechnungslegung und Buchführungspflicht
3.2.9 Besteuerung
3.2.10 Publizitätspflichten
3.2.11 Kreditwürdigkeit
3.2.12 Auftreten im Geschäftsverkehr
3.2.13 Inländische Lizenzen und Genehmigungen
3.2.14 Rechtsformwechsel
3.2.15 Gesellschafterwechsel
3.2.16 Verschiedene Einsatzgebiete der Limited
3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
4 Kapitalschutzsystem von GmbH und Limited
4.1 Begriff und Arten des Kapitals
4.1.1 Stammkapital im Recht der deutschen GmbH
4.1.2 Kapitalarten im Recht der englischen Limited
4.1.2.1 Authorised Share Capital
4.1.2.2 Issued Share Capital
4.1.2.3 Called-up und Paid-up Share Capital
4.1.2.4 Reserve Capital
4.2 Funktionen des Kapitals
4.2.1 Arbeitskapital
4.2.2 Gläubigerschutz
4.2.2.1 Seriositätsschwelle
4.2.2.2 Reduzierung der Insolvenzgefahr
4.2.2.3 Schutz der Vertragsgläubiger
4.2.2.4 Risikoverteilung
4.2.3 Schutz der Gesellschafter
4.3 Kapitalaufbringung
4.3.1 Kapitalaufbringung bei der deutschen GmbH
4.3.1.1 Allgemeines
4.3.1.2 Art und Regeln der Kapitalaufbringung
4.3.1.3 Sondervorschriften
4.3.2 Kapitalaufbringung bei der englischen Limited
4.3.2.1 Allgemeines
4.3.2.2 Art und Regeln der Kapitalaufbringung
4.3.2.3 Sondervorschriften
4.3.3 Zwischenergebnis
4.4 Kapitalerhaltung
4.4.1 Kapitalerhaltung bei der deutschen GmbH
4.4.1.1 Allgemeines
4.4.1.2 Spezielle Kapitalerhaltungsvorschriften
4.4.2 Kapitalerhaltung bei der englischen Limited
4.4.2.1 Allgemeines
4.4.2.2 Spezielle Kapitalerhaltungsvorschriften
4.4.3 Zwischenergebnis
4.5 Alternativen zum gebundenen Mindeststammkapital
4.5.1 Privatautonome Vereinbarungen
4.5.2 Publizitätsvorschriften
4.5.3 Pflichtversicherungen
4.5.4 Insolvenzbezogene Haftung
4.5.5 Situative Ausschüttungssperre
4.5.6 Zwischenergebnis
4.6 Mindestkapital im internationalen Wettbewerb der Rechtsformen
4.7 Ergebnis
5 Reaktionen auf nationaler Ebene in der EU
5.1 Antworten der Gesetzgeber anderer Mitgliedstaaten der EU
5.1.1 UK Company Law Reform
5.1.2 Französische S.A.R.L.
5.1.3 Spanische SLNE
5.1.4 Niederländische B.V.
5.2 Antwort des deutschen Gesetzgebers: Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG-E)
5.2.1 Herabsetzung des Mindeststammkapitals
5.2.2 Beschleunigung und Vereinfachung der GmbH-Gründung
5.2.3 Einfache Handhabung der GmbH-Geschäftsanteile
5.2.4 Möglichkeit der Verwaltungssitzverlegung einer GmbH ins Ausland
5.2.5 Weitere geplante Novellierungen
6 Zusammenfassende Würdigung
Die Arbeit analysiert die rechtlichen und ökonomischen Auswirkungen des Haftkapitals der GmbH vor dem Hintergrund des Wettbewerbs der europäischen Rechtsordnungen, insbesondere im Vergleich zur englischen Private Limited Company. Ziel ist es, die Notwendigkeit des deutschen Mindeststammkapitals kritisch zu hinterfragen und die Auswirkungen der EuGH-Rechtsprechung auf die Wettbewerbsfähigkeit der GmbH zu bewerten.
3.2 Vor- und Nachteile der englischen Limited gegenüber der GmbH
In rechtlicher Hinsicht wurde die Limited mit der deutschen GmbH vom EuGH gleichgestellt. Mit einer Umkehrung dieser Rechtsprechung ist nicht zu rechnen. Infolgedessen konnte ein außerordentlicher Anstieg der Anzahl an Gründungen von englischen Limiteds mit Verwaltungssitz in Deutschland verzeichnet werden. In der Literatur ist teilweise die Rede davon, dass bereits bei mehr als jeder vierten Gründung einer Kapitalgesellschaft die englische Limited der deutschen GmbH vorgezogen wird. Aufgrund der fortwährend vermuteten steigenden Nachfrage nach Limiteds entwickelte sich inzwischen eigens eine spezielle Dienstleistungsbranche, die abgesehen von der Gründung englischer Limiteds auch laufende Aufgaben i. S. d. Kunden übernimmt. Dabei stellen diese Unternehmen die Vorteile der Limited überwiegend in den Vordergrund.
In diesem Unterkapitel werden die deutsche GmbH und die englische Limited vergleichend dargestellt. Hierfür wird auf einzelne angepriesene Vorteile einer englischen Limited im Vergleich zu einer deutschen GmbH vertiefend eingegangen, wobei im Gegensatz mögliche unterdrückte Nachteile nicht ausgelassen werden sollen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass einer vollständigen Auseinandersetzung bzw. Darstellung im Rahmen dieser Arbeit nicht standgehalten werden kann. Es kann lediglich auf ausgewählte Kriterien mit Ausführungen zu wesentlichen Merkmalen eingegangen werden, die in logischer Reihenfolge aufgezeigt werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Unternehmensrechtsformwahl in Deutschland ein und beschreibt den Wettbewerb der Rechtsordnungen sowie das Ziel der vorliegenden Arbeit.
2 Niederlassungsfreiheit in der EU: In diesem Kapitel wird die Entwicklung der EuGH-Rechtsprechung zur Niederlassungsfreiheit und deren Auswirkungen auf Anknüpfungstheorien analysiert.
3 Wettbewerb der europäischen Rechtsordnungen: Hier werden die Grundlagen von GmbH und Limited gegenübergestellt und deren Vor- und Nachteile im Wettbewerb sowie für die Praxis bewertet.
4 Kapitalschutzsystem von GmbH und Limited: Dieses zentrale Kapitel befasst sich mit den Begriffen, Funktionen und Regelungen zur Kapitalaufbringung und -erhaltung sowie Alternativen zum Mindeststammkapital.
5 Reaktionen auf nationaler Ebene in der EU: Das Kapitel beleuchtet, wie der europäische Gesetzgeber und insbesondere der deutsche Gesetzgeber durch Reformen auf den Wettbewerb reagieren.
6 Zusammenfassende Würdigung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des Wandels der deutschen Gesellschaftsrechtslandschaft unter dem Einfluss der europäischen Integration.
GmbH, Limited, Niederlassungsfreiheit, Haftkapital, Mindeststammkapital, Gesellschaftsrecht, Gläubigerschutz, Kapitalaufbringung, Kapitalerhaltung, Wettbewerb der Rechtsordnungen, EuGH, Gründungstheorie, Sitztheorie, MoMiG, Unternehmensrechtsform.
Die Arbeit untersucht das deutsche Haftkapital der GmbH im Kontext des Wettbewerbs zwischen der deutschen GmbH und der englischen Limited sowie die rechtlichen und ökonomischen Auswirkungen der Niederlassungsfreiheit in der EU.
Zentrale Themen sind die Rechtsprechung zur Niederlassungsfreiheit durch den EuGH, ein detaillierter Rechtsvergleich zwischen GmbH und Limited sowie die Analyse der Kapitalschutzsysteme.
Ziel ist es, zu klären, ob das deutsche Mindeststammkapital vor dem Hintergrund des Wettbewerbs der Rechtsordnungen notwendig und zweckmäßig ist, und welche Auswirkungen dies auf die deutsche GmbH hat.
Die Arbeit führt eine rechtsvergleichende und ökonomische Analyse durch, wobei die Kriterien für GmbH und Limited integrativ gegenübergestellt werden.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Anknüpfungstheorien, der EuGH-Rechtsprechung, einem umfassenden Vergleich von Vor- und Nachteilen der Limited gegenüber der GmbH sowie tiefgehenden Analysen zur Kapitalverfassung.
Die wichtigsten Schlagworte sind Limited, GmbH, Niederlassungsfreiheit, Kapitalschutz, Kapitalaufbringung und Gläubigerschutz.
Während die deutsche GmbH ein gesetzlich fixiertes Mindeststammkapital von 25.000 EUR benötigt, kennt das englische Recht für eine Private Limited Company kein gesetzliches Mindestkapitalerfordernis.
Der EuGH ist zentral, da seine Urteile (insbesondere Centros, Überseering und Inspire Art) die Niederlassungsfreiheit gestärkt und den Wettbewerb der europäischen Rechtsordnungen erst ermöglicht haben, indem sie die Anerkennung ausländischer Gesellschaften im Inland durchsetzten.
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