Masterarbeit, 2018
50 Seiten, Note: 1.0
EINLEITUNG
1. DIE THEORIE DES CARL VON CLAUSEWITZ
1.1. DIE WUNDERLICHE DREIFALTIGKEIT
1.2. DIE ZWECK-ZIEL-MITTEL-RELATION
1.3. FRIKTIONEN, WAHRSCHEINLICHKEITEN, ZUFÄLLE
2. CLAUSEWITZ' THEORIE ALS INSTRUMENTARIUM
3. ZWISCHENFAZIT
4. AKTUELLE KONFLIKTE: HYBRIDE KRIEGE UND GRAY-ZONE-AREAS
4.1. DEFINITION UND WESEN
4.2. DIE ANWENDBARKEIT DER CLAUSEWITZ-THEORIE
5. FALLSTUDIE ZUM ,ISLAMISCHEN STAAT' (IS)
5.1. DER ISLAMISCHE STAAT ALS AKTEUR
5.2. ANWENDUNG DES CLAUSEWITZ-INSTRUMENTARIUMS AUF DEN IS
6. FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz der Clausewitz-Theorie für moderne, sogenannte hybride Kriegsformen. Das primäre Ziel ist es, ein wissenschaftliches Instrumentarium auf Basis der drei Hauptbestandteile der Clausewitzschen Theorie zu entwickeln, um die Möglichkeiten und Grenzen dieser Theorie bei der Analyse aktueller Konflikte anhand einer Fallstudie zum sogenannten Islamischen Staat (IS) zu bewerten.
1.3. Friktionen, Wahrscheinlichkeiten, Zufälle
Den dritten großen Baustein seiner Strategie bezeichnet Clausewitz als das Zusammenspiel von Friktionen, Wahrscheinlichkeiten und Zufällen. Da der Begriff ,Friktion' aus der Physik bzw. aus der Mechanik stammt, ist es zielführend, seine Bedeutung im militärischen Kontext zunächst genauer zu beleuchten. Lennart Souchon fasst den Begriff wie folgt zusammen:
„Der Begriff Friktion summiert alle nicht vorhersehbaren Widerstände, die Verwirrung und Chaos stiften und bei den Soldaten Gefühle der Unsicherheit, Angst, Desorientierung und Hilflosigkeit erzeugen. Sie droht den Krieg in einen Zustand zu verändern, der in Instabilität, Ohnmacht und in einer Niederlage endet.“
Damit erfüllen Friktionen die Funktion einer Unbekannten, die trotz genauer und vorausschauender Planung nicht beseitigt werden kann. Selbst eine gute Kenntnis des Gegners und der zu erwartenden Verhältnisse, wie sie auf den vorangegangenen Seiten als zwingend notwendig beschrieben wurde, wird das Auftreten von Friktionen nicht gänzlich verhindern können. Ein oft genutztes Beispiel, um die Bedeutung von Friktionen in einem Kriege zu erläutern, ist das Wetter. So schreibt Carl von Clausewitz selbst:
„Diese entsetzliche Friktion […] ist deswegen überall im Kontakt mit dem Zufall und bringst dann Erscheinungen hervor, die sich gar nicht berechnen lassen, eben weil sie zum großen Teil dem Zufall angehören. Ein solcher Zufall ist z.B. das Wetter. Hier verhindert der Nebel, dass der Feind zu gehöriger Zeit entdeckt wird […], dort der Regen, dass ein Bataillon ankommt.“
EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Relevanz der Clausewitz-Theorie für aktuelle hybride Konflikte ein und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich der Zeitlosigkeit dieser Ansätze.
1. DIE THEORIE DES CARL VON CLAUSEWITZ: Dieses Kapitel erläutert die drei zentralen Säulen der Theorie: die wunderliche Dreifaltigkeit, die Zweck-Ziel-Mittel-Relation sowie das Zusammenspiel von Friktionen, Wahrscheinlichkeiten und Zufällen.
2. CLAUSEWITZ' THEORIE ALS INSTRUMENTARIUM: Hier wird ein praktisches Modell entwickelt, das die Identifizierung und Bewertung von Akteuren in Konflikten auf Basis der Clausewitz-Theorie ermöglicht.
3. ZWISCHENFAZIT: Das Zwischenfazit bewertet die Einsatzmöglichkeiten des entwickelten Instrumentariums und identifiziert die Informationsverfügbarkeit als kritische Variable.
4. AKTUELLE KONFLIKTE: HYBRIDE KRIEGE UND GRAY-ZONE-AREAS: Dieses Kapitel definiert hybride Kriegsführung und Gray-Zone-Areas und prüft, inwieweit die Clausewitz-Theorie auf diese modernen Phänomene übertragbar ist.
5. FALLSTUDIE ZUM ,ISLAMISCHEN STAAT' (IS): Die Theorie wird auf den konkreten Akteur "Islamischer Staat" angewendet, um die Leistungsfähigkeit des Instruments in einem realen, hybriden Szenario zu testen.
6. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die praktische Nützlichkeit des Instruments, mahnt aber zur kontinuierlichen Überprüfung der gewonnenen Erkenntnisse.
Clausewitz, hybride Kriegsführung, wunderliche Dreifaltigkeit, Zweck-Ziel-Mittel-Relation, Friktionen, Islamischer Staat, IS, Instrumentarium, Strategie, Konfliktanalyse, Gray-Zone-Areas, moderne Kriegsführung, Akteure, Handlungsspielraum, Kriegsführung.
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit und Relevanz der klassischen Strategietheorie von Carl von Clausewitz auf moderne, hybride Konfliktformen.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Konzepte von Clausewitz (Dreifaltigkeit, Friktionen, Zweck-Ziel-Mittel-Relation), die Definition hybrider Kriege und deren Anwendung in einem modernen Fallbeispiel.
Das Ziel ist es, ein auf Clausewitz basierendes Instrumentarium zu entwickeln, um hybride Konflikte zu analysieren und zu prüfen, ob die Theorie auch heute noch wertvolle Erkenntnisse für Strategen liefert.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Herleitung der Konzepte, die in einem entwickelten Instrumentarium münden, welches anschließend in einer Fallstudie (Islamischer Staat) praktisch erprobt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung der Clausewitzschen Konzepte, deren Transformation in ein praktisches Analysemodell, die Erörterung hybrider Konflikte sowie die konkrete Fallstudie zum IS.
Die wichtigsten Begriffe sind Clausewitz, hybride Kriegsführung, IS (Islamischer Staat), Dreifaltigkeit, Friktionen und Strategisches Instrumentarium.
Der IS nutzt militärische Mittel (Gefechte, Terror, Propaganda) und politische Governance, um sein Ziel der Gebiets- und Machtausdehnung zu erreichen, wobei der letztliche Zweck die Verbreitung seiner Ideologie und Bekämpfung der sogenannten Ungläubigen ist.
Friktionen, wie Chaos, Unsicherheit und Zufälle (z.B. Wetter oder unvorhersehbare gegnerische Aktionen), sind auch in digitalen und hybriden Kriegen eine unvermeidbare Konstante, die nicht vollständig durch Planung eliminiert, aber durch die Qualität der Führung gemildert werden kann.
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