Bachelorarbeit, 2019
68 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Problemstellung
2.1 Betriebswirtschaft im Nonprofit-Sektor
2.2 Ökonomisierung der Jugendhilfe
2.3 Steuerungsbedarf Personal
3. Grundlagen
3.1 Controlling
3.2 Personalcontrolling
3.3 Balanced Scorecard
4. Das System
4.1 Personalstrategie
4.2 Strategieumsetzung
4.3 Messgrößen
4.3.1 Klienten und Wertschöpfung
4.3.2 Struktur
4.3.3 Lernen und Entwicklung
4.4 Systemaufbau
4.4.1 Voraussetzungen & Beschreibung
4.4.2 Berichtswesen
4.4.3 Integration
5. Kontrolle
5.1 Bewertung
5.2 Evaluation
5.3 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist der Aufbau eines Personalcontrollings in der Jugendhilfe, um eine effizientere Steuerung des Personalbereichs zu ermöglichen. Dabei wird untersucht, wie durch den gezielten Einsatz betriebswirtschaftlicher Instrumente, insbesondere der Balanced Scorecard, trotz des primär sozialen Auftrags eine nachhaltige wirtschaftliche Stabilität gesichert werden kann.
3.1 Controlling
Controlling löst in sozialen Einrichtungen Unbehagen aus – harte Zahlen als Argumentation führen in der sozialen Profession zu moralischen Debatten. 50
Die Schlüsselprozesse sozialer Unternehmen wie Hilfe in Not […], bekommen durch Controlling eine weitere Dimension, die ein sekundäres Ziel, eine immer wieder notwendige Nebenbedingung sozialer Organisationen darstellt, nämlich das wirtschaftliche Überleben. 51
„Controlling in Organisationen des sozialen Sektors stellt eine besondere Herausforderung dar.“ 52 Die Herausforderung beginnt bei der Wahrnehmung des Begriffs: Im Non Profit Bereich wird Controlling oft mit Kontrolle gleichgesetzt und missbilligend betrachtet. 53 Weiterhin liegen Ergebnisse der Forschung im Non Profit Bereich - im Verhältnis zur freien Wirtschaft - beschränkt vor. Dies liegt zum Teil an der Diversität der Aufgabenfelder im NPO-Sektor. 54 Erstmals wurden 1992 Elemente des Controllings auf den NPO Bereich übertragen. 55 Die Notwendigkeit von Controlling in NPOs wird durch Ökonomisierung, zunehmende Ansprüche der Zielgruppen und erhöhten Druck bekräftigt. Zwar sollten Voraussetzungen für die Implementierung von Controlling vorhanden sein, 56 dennoch trägt es aufgrund „[…] erhöhter Effizienz der erbrachten Leistungen durch Kostentransparenz sowie letztlich einer erhöhten Effektivität durch ein verbessertes Zielbewusstsein bei.“ 57
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die zunehmende Ökonomisierung der Jugendhilfe und leitet daraus die Notwendigkeit ab, ein Personalcontrolling-System zur effizienteren Steuerung einzuführen.
2. Problemstellung: Dieses Kapitel erörtert den Spannungsfeld zwischen sozialen Zielen und betriebswirtschaftlichen Anforderungen in Non-Profit-Organisationen sowie den spezifischen Personalsteuerungsbedarf.
3. Grundlagen: Hier werden die theoretischen Fundamente von Controlling, Personalcontrolling und der Balanced Scorecard im Kontext sozialer Organisationen gelegt.
4. Das System: Dieser Hauptteil beschreibt die praktische Implementierung, von der Strategieumsetzung bis zur konkreten Definition und Messung von Kennzahlen sowie dem technischen Systemaufbau.
5. Kontrolle: Das abschließende Kapitel befasst sich mit der Bewertung der Daten, der Evaluation von Maßnahmen und dem Fazit zur Rolle des Personalcontrollings für die Zukunftsfähigkeit von Einrichtungen.
Personalcontrolling, Jugendhilfe, Balanced Scorecard, Nonprofit-Organisationen, Kennzahlensystem, Ressourcensteuerung, Ökonomisierung, Strategieumsetzung, Personaleinsatz, Fortbildungsmanagement, Altersstrukturanalyse, Personalmanagement, Effizienz, soziale Dienstleistungen, Management-Zyklus
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung und dem Aufbau eines Personalcontrollingsystems innerhalb von Jugendhilfeeinrichtungen, um diese bei der Bewältigung ökonomischer Herausforderungen zu unterstützen.
Zentrale Themen sind die Übertragung betriebswirtschaftlicher Steuerungsmethoden auf den sozialen Sektor, der demografische Wandel, die Personalentwicklung sowie die Steuerung durch Kennzahlen.
Das Ziel ist die Erarbeitung eines Personalcontrollingsystems, das mittels Balanced Scorecard eine effizientere Steuerung des Personals ermöglicht, ohne den sozialen Auftrag der Organisation zu gefährden.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Controlling-Konzepten und einer exemplarischen Anwendung an einer fiktiven Jugendhilfeeinrichtung, inklusive der Entwicklung eines spezifischen Kennzahlensystems.
Der Hauptteil gliedert sich in die Strategieumsetzung, die Definition relevanter Messgrößen für verschiedene Personalbereiche, den technischen Systemaufbau und das Berichtswesen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Personalcontrolling, Jugendhilfe, Balanced Scorecard, Ressourcensteuerung und demografiefeste Planung.
Die Skepsis resultiert oft aus der Befürchtung, dass Controlling mit reiner Kontrolle gleichgesetzt wird und harte Zahlen zu Lasten der sozialen Arbeit oder moralischer Debatten gehen könnten.
Die BSC dient als zentrales Instrument, um die Mission der Einrichtung mit konkreten, messbaren Zielen zu verbinden und eine ganzheitliche Steuerung über vier Perspektiven hinweg zu ermöglichen.
Angesichts des Fachkräftemangels und einer alternden Belegschaft ist eine prospektive Analyse der Altersstruktur essenziell, um zukünftige Personalengpässe frühzeitig zu erkennen und abzusichern.
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