Masterarbeit, 2017
97 Seiten, Note: 1.65
Die Masterarbeit befasst sich mit Ernst Cassirers „Philosophie der Aufklärung“ (PA) und analysiert das zentrale Konzept der „Autonomie der Vernunft“. Der Text untersucht die Bedeutung dieses Prinzips für die Aufklärungsepoche und beleuchtet die Kritik an Cassirers Werk im Lichte der neueren Literatur.
Die Einleitung der Masterarbeit stellt Cassirers „Philosophie der Aufklärung“ in den historischen und philosophischen Kontext und beleuchtet die Bedeutung des Autonomiebegriffs für Cassirers Analyse der Aufklärung. Das erste Kapitel befasst sich mit Cassirers Erkenntnistheorie und seiner Argumentation für die Autonomie der Vernunft. Hier werden insbesondere die Überwindung der absoluten Transzendenz und die Emanzipation vom religiösen Gedanken untersucht. Das zweite Kapitel befasst sich mit der Anwendung des Autonomieprinzips auf die praktische Welt. Es werden die anthropologischen Grundlagen einer neuen Ethik sowie die Kritik an der Lehre der Erbsünde erörtert. Zudem werden Rousseau und die Autonomie der praktischen Vernunft, das Naturrecht und die Rolle des Staates im Kontext der Aufklärung behandelt. Schließlich wird die Frage nach dem Verhältnis von Vernunft und Geschichte im Lichte von Bayle, Montesquieu und Voltaire untersucht.
Die Masterarbeit beschäftigt sich mit zentralen Begriffen der Aufklärungsphilosophie, wie Autonomie, Vernunft, Aufklärung, Transzendenz, Religion, Anthropologie, Ethik, Politik, Geschichte und die Rolle des Staates. Sie analysiert die Bedeutung dieser Konzepte im Werk von Ernst Cassirer und setzt seine Philosophie in Relation zur aktuellen Literatur zu den Themen Aufklärung und Autonomie.
Es ist das bestimmende Prinzip der Aufklärung, das die Vernunft von der Vormundschaft der Religion befreit und sie als unabhängiges Werkzeug zur Erkenntnis der Welt etabliert.
Er postuliert die Autonomie der Vernunft als differentia specifica, die den Übergang vom religiösen Dogmatismus hin zu einer selbstbestimmten Ethik und Politik markiert.
Moderne Autoren wie Jonathan Israel kritisieren Cassirers Darstellung teils als zu naiv und weisen darauf hin, dass es zwei unversöhnliche Strömungen innerhalb der Aufklärung gab, was Cassirer vernachlässigte.
Rousseau wird als zentraler Denker für die Autonomie der praktischen Vernunft und die Entwicklung einer neuen, säkularen Anthropologie und Ethik betrachtet.
Durch Denker wie Bayle, Montesquieu und Voltaire wurde die Geschichte von theologischen Deutungen emanzipiert und als Prozess des menschlichen Fortschritts und der Vernunft interpretiert.
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