Fachbuch, 2020
110 Seiten
1 Einleitung
2 Intelligenz, körperliche Aktivität und Schulleistungen
2.1 Intelligenz und körperliche Aktivität - Eine Begriffsannäherung
2.2 Verbesserungen der schulischen Leistungen durch körperliche Aktivität
3 Exekutive Funktionen
3.1 Begriffsbestimmung
3.2 Entwicklung
3.3 Bedeutung für die schulischen Leistungen
4 Legitimation von körperlicher Aktivität in der Schule
4.1 Legitmierende Aspekte
4.2 Exkurs bewegte Schule
4.2.1 Definition
4.2.2 Merkmale
4.2.3 Legitimation des Konzeptes
4.3 Überlegungen zur Konzeption
5 Aktueller Forschungsstand zum Zusammenhang von körperlicher Aktivität und Schulerfolg
6 Hypothesen
7 Methodik der Studie
7.1 Beschreibung des Designs
7.2 Beschreibung der Stichprobe
7.3 Schulisches Bedingungsfeld
7.4 Auswahl der Erhebungsinstrumente
7.5 Inhalte des Bewegungsprogramms
7.6 Dropouts
7.7 Testgütekriterien
7.8 Statistische Verfahren der Datenanalyse
8 Ergebnisse der Studie
8.1 Ergebnisse der Schulleistungstests
8.2 RPE (Rated Perceived Exertion) Skala
8.3 Physical activity Enjoyment Scale
8.4 Interview mit der Klassenleitung der Versuchsgruppe
9 Diskussion
9.1 Diskussion der Methodik
9.2 Hypothesenspezifische Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Einführung eines Bewegungsprogramms in der Grundschule positive Auswirkungen auf die Ergebnisse standardisierter Schulleistungstests in den Fächern Mathematik, Lesen und Rechtschreibung hat und ob sich dadurch exekutive Funktionen fördern lassen.
2.1 Intelligenz und körperliche Aktivität - Eine Begriffsannäherung
Schaut man sich das Wort schlau an, so stellt man fest, dass es in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert hat und mit einem Überlegenheitsgefühl von bestimmten Personengruppen einhergeht.
Was heißt es aber nun, schlau zu sein oder noch einen Schritt weiter, was ist eigentlich Intelligenz? So viel ist sicher: Schlau ist ein sehr populärwissenschaftlicher und medial weit verbreiteter Begriff.
Der Duden definiert schlau wie folgt: „die Fähigkeit besitzend, seine Absichten mit geeigneten Mitteln, die anderen verborgen sind oder auf die sie nicht kommen, zu erreichen; klug und durchtrieben; auf Schläue hindeutend; Schläue erkennen lassend.“ (Duden.de, 2019)
Bedeutet das, körperliche Aktivität soll dazu beitragen können, dass Kinder Absichten erreichen sollen, die anderen verwehrt bleiben?
Es wird vielmehr der Ansatz betrachtet, dass körperliche Aktivität dazu beitragen soll, die schulischen Leistungen zu verbessern (Kap. 2.2).
Intelligenz ist ein weit erforschter Begriff, welcher jedoch nicht eindeutig definierbar ist und somit zahlreiche Definitionen aufweist. Sie lässt sich nicht eindeutig auf das Konstrukt Schule anwenden. Auch gibt es unterschiedliche Modelle zur Intelligenz, welche diese beispielsweise global, strukturell oder hierarchisch auffassen (Rost, 2009).
Eine differenzierte und durchaus kritische Definition nach Gottfredson, 1997 lautet:
„Intelligence is a very general mental capability that, among other things,involves the ability to reason, plan, solve problems, think abstractly, comprehendcomplex ideas, learn quickly and learn from experience. It is not merely booklearning, a narrow academic skill, or test-taking smarts. Rather, it reflectsa broader and deeper capability for comprehending our surroundings catching on’ ‘making sense’ of things‘ or ‘figuring out’ what to do.”
Nach dieser Definition heißt es, dass gute schulische Leistungen nicht immer ein Indikator für Intelligenz sind. Umgekehrt bedeutet das auch, dass intelligente Kinder nicht immer auch gute Schüler sind (Gerrig, Zimbardo, 2008).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Bewegungsförderung an Grundschulen zur Verbesserung kognitiver Leistungen und definiert das Forschungsanliegen der Arbeit.
2 Intelligenz, körperliche Aktivität und Schulleistungen: Dieses Kapitel nähert sich den Begriffen Intelligenz und körperliche Aktivität an und diskutiert neurobiologische sowie neurophysiologische Zusammenhänge.
3 Exekutive Funktionen: Es werden die Definition, die Entwicklung und die Bedeutung der exekutiven Funktionen als Grundlage für das schulische Lernen erläutert.
4 Legitimation von körperlicher Aktivität in der Schule: Das Kapitel begründet die Notwendigkeit von Bewegung in der Schule und stellt das Konzept der "Bewegten Schule" vor.
5 Aktueller Forschungsstand zum Zusammenhang von körperlicher Aktivität und Schulerfolg: Ein systematischer Überblick über bestehende Studien und Meta-Analysen zur Wirksamkeit von Bewegungsinterventionen im schulischen Setting.
6 Hypothesen: Basierend auf der Forschungslage werden die Forschungsfragen in prüfbare Hypothesen überführt.
7 Methodik der Studie: Detaillierte Darstellung des quasi-experimentellen Designs, der Stichprobe, der verwendeten Testinstrumente sowie des Bewegungsprogramms.
8 Ergebnisse der Studie: Präsentation und statistische Auswertung der Daten aus Schulleistungstests, Belastungsskalen und Lehrerinterviews.
9 Diskussion: Kritische Reflexion der methodischen Durchführung, Analyse der Ergebnisse hinsichtlich der Hypothesen und Einordnung in den wissenschaftlichen Kontext.
körperliche Aktivität, Schulleistung, Grundschule, Bewegungsprogramm, exekutive Funktionen, Arbeitsgedächtnis, Inhibition, kognitive Flexibilität, bewegte Schule, schulischer Erfolg, Lernmotivation, sportpädagogische Intervention, kognitive Entwicklung, Bewegungsförderung, Schulleistungstests
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität bei Grundschulkindern und deren schulischen Leistungen in den Bereichen Mathematik, Lesen und Rechtschreibung.
Die Arbeit verknüpft sportwissenschaftliche Erkenntnisse über Bewegung mit lernpsychologischen Aspekten wie Intelligenz, exekutiven Funktionen und dem Konzept der "Bewegten Schule".
Das Ziel ist herauszufinden, ob ein zielorientiertes Bewegungsprogramm im Schulalltag messbare Verbesserungen der schulischen Leistungen bewirkt und als Fördermittel eingesetzt werden kann.
Es wurde ein quasi-experimentelles Studiendesign mit einer Interventions- und einer Kontrollgruppe gewählt, inklusive standardisierter Leistungstests (Pre- und Posttest) sowie statistischer Auswertungen mittels ANOVA.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung (exekutive Funktionen, Bewegte Schule), den aktuellen Forschungsstand, die detaillierte Methodik der Intervention und die umfassende Auswertung der Testergebnisse.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind: körperliche Aktivität, Schulleistung, Grundschule, exekutive Funktionen, Arbeitsgedächtnis, kognitive Entwicklung und Bewegungsförderung.
Das Konzept dient als theoretischer und praktischer Rahmen, um Bewegung spielerisch und ganzheitlich in den Schulalltag zu integrieren, anstatt Sport nur als isoliertes Fach zu betrachten.
Diese Differenzierung hilft, die verschiedenen Arten sportlicher Betätigung (z.B. koordinative Übungen vs. Ausdauer) hinsichtlich ihrer spezifischen Anforderungen an die exekutiven Funktionen besser zu verstehen.
Die Herausforderungen bestanden primär in den begrenzten räumlichen Kapazitäten im Klassenzimmer, der knappen zeitlichen Verfügbarkeit sowie der Schwierigkeit, junge Kinder zur realistischen Selbsteinschätzung ihrer Belastung zu bewegen.
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