Bachelorarbeit, 2019
51 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theorie
2.1 Theorie des sozialen Vergleichs
2.1.1 Einflussfaktoren
2.1.2 Auswahl des Vergleichsstandards
2.1.3 Vergleichsrichtungen
2.1.4 Assimilation und Kontrastbildung
2.2 Körperbild
2.2.1 Physische Attraktivität aus wissenschaftlicher Sicht
2.2.2 Erscheinungsformen des Körperbildes
2.3 Soziale Medien
2.3.1 Inhaltsselektion
2.3.2 Interessengemeinschaften
2.3.3 Soziale Nähe
2.3.4 Mediatoren und Moderatoren
3 Methode
3.1 Rechercheverfahren
3.2 Literaturauswahl
3.3 Kategorienraster
4 Forschung
4.1 Medium
4.2 Körperideal
4.3 Nutzungshäufigkeit und -intensität
4.4 Körperbefinden
4.5 Medienkompetenz
4.6 Elternverhältnis
4.7 Ähnlichkeit und Nähe des Vergleichsstandards
4.8 Geschlecht
4.9 Alter
4.10 Selbstwertgefühl
4.11 Likes
4.12 Fotobearbeitung
5 Diskussion
6 Kritik und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Einfluss sozialer Medien auf das Körperbild junger Nutzer vor dem Hintergrund ständiger Vergleichsprozesse. Dabei analysiert die Literatursynopse zentrale Faktoren wie Plattformdynamiken, Körperideale und individuelle Schutzmechanismen, um zu klären, wie sich die Nutzung digitaler Netzwerke auf die Körperwahrnehmung und -zufriedenheit auswirkt.
2.1.1 Einflussfaktoren
Der soziale Vergleich wird nach Festinger maßgeblich dann in Betrachtung gezogen, obwohl objektive Kriterien nicht zur Verfügung stehen (1954: 118). Jene These wurde gemäß der gegenwärtigen Forschung mit der Relevanz der Attraktivität und Popularität der jeweiligen Bezugspersonen- oder Gruppen erweitert. Diese werden objektiven Kriterien situationsbedingt sogar vorzogen, auch wenn diese durchaus präsent sind (Miller, 1977: 354). Bezüglich der Quelle valider Informationen, variieren demnach „preferences for comparison mode (…) depending upon (…) the underlying interpersonal orientation of the individual, and his perceived competence relative to the comparison group” (ebd., 1977: 353).
Es differenziert sich ebenso eine gewisse menschliche Motivation, die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen durch den sozialen Vergleich zu verbessern (Wheeler & Suls, 2007: 13). Festinger inspizierte dementsprechend die Hypothese des „unidirectional drive upward“ (1954: 124), welche folglich mittels gegendarstellenden Forschungen weiterentwickelt wurde. Es erklärte sich der Konsens, dass „people not only wish to evaluate their abilities, they also feel pressure to continually improve them” (Wood, 1989: 232).
Demgemäß erschließt sich folglich der Druck nach sozialer Uniformität. Jene Erscheinung erklärt sich vordergründig aus dem Bedürfnis nach sozialer Realität, sowie der Fähigkeit, anhand anderer Personen das gesamte Spektrum an Handlungs- sowie Denkmöglichkeiten einschätzen zu können (Wheeler & Suls, 2007: 13). Darauf aufbauend ergibt sich somit das fortschreitende Potential des sozialen Wettbewerbs, welches innerhalb des digitalen Raums gegenwärtig neue Anschlussmöglichkeiten findet. Die jeweilige kontextuelle Einbettung des sozialen Vergleichs, innerhalb der korrespondierenden Umgebung, erklärt ergo ein auf sich aufbauendes Reaktionskonstrukt: „social comparison leads to affiliation, (…) similar comparison (…) leads to pressures toward uniformity (…), and the unidirectional drive upward leads to competition” (Wood, 1989: 232).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass Bildbearbeitung und digitale Selbstinszenierung zunehmend Druck auf das Körperbild junger Menschen ausüben.
2 Theorie: Dieses Kapitel legt das Fundament durch die Theorie des sozialen Vergleichs nach Festinger, die Definition des Körperbildes und die Analyse der spezifischen Interaktionsdynamiken sozialer Medien.
3 Methode: Der methodische Teil beschreibt das systematische Rechercheverfahren und die Bildung eines Kategorienrasters, um die ausgewählte Forschungsliteratur einzuordnen.
4 Forschung: Hier werden die Ergebnisse der Literaturrecherche anhand zwölf spezifischer Dimensionen präsentiert, darunter Plattformeffekte, Alter, Geschlecht und das elterliche Umfeld.
5 Diskussion: Dieses Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage nach den Einflussfaktoren auf die Beziehung zwischen Mediennutzung und Körperbild.
6 Kritik und Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert die Limitationen der vorliegenden Studien und skizziert Ansätze für zukünftige Forschung, insbesondere bezüglich männlicher Nutzer und langfristiger Längsschnittstudien.
Sozialer Vergleich, Körperbild, Soziale Medien, Instagram, Körperideal, Body Dissatisfaction, Body Appreciation, Selbstwertgefühl, Medienkompetenz, Fitspiration, Bildbearbeitung, Körperzufriedenheit, Aufwärtsvergleich, Selbstobjektifizierung, Digitales Zeitalter.
Die Arbeit untersucht, wie die Nutzung von sozialen Medien durch ständige soziale Vergleiche das Körperbild und die Körperzufriedenheit von jungen Nutzern beeinflussen kann.
Die Arbeit befasst sich intensiv mit der Theorie des sozialen Vergleichs, dem Einfluss von Plattformen wie Instagram, der Wirkung von Schönheitsidealen und Faktoren wie Likes oder Fotobearbeitung auf die Nutzer.
Das Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zu systematisieren und die spezifischen Einflussfaktoren zu identifizieren, die die Beziehung zwischen sozialer Mediennutzung und Körperbild bestimmen.
Es handelt sich um eine Literatursynopse, in der 22 relevante wissenschaftliche Publikationen der letzten vier Jahre analysiert und in einem systematischen Kategorienraster zusammengeführt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Vergleichsprozesse und eine detaillierte Auswertung empirischer Befunde zu zwölf verschiedenen Einflussdimensionen.
Neben dem zentralen „sozialen Vergleich“ stehen Begriffe wie Body Dissatisfaction, Selbstobjektifizierung, Fitspiration und Medienkompetenz im Fokus der Untersuchung.
Die Forschung zeigt, dass eine intensive Konfrontation mit Fitspiration-Inhalten zwar die Motivation zur Fitness steigern kann, aber häufig mit einem erhöhten Druck und Körperunzufriedenheit korreliert.
Die Arbeit weist darauf hin, dass eine positive Mutter-Kind-Beziehung eine gewisse Schutzwirkung gegenüber den negativen Auswirkungen sozialer Medien auf das Körperbild entfalten kann.
Ja, Frauen zeigen laut Literatur eine höhere Tendenz zur Selbstobjektifizierung und Unzufriedenheit, während bei Männern Themen wie die Muskelunzufriedenheit stärker in den Vordergrund treten.
Die Manipulation von Fotos wird als gegenwärtige Notwendigkeit für soziale Anerkennung empfunden, führt jedoch bei Betrachtern häufig zu negativen Effekten, sofern keine ausreichende Medienkompetenz vorhanden ist, um diese Inhalte kritisch einzuordnen.
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