Diplomarbeit, 2007
65 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Ziele für die Erhebung eines Mindestlohns
3. Analyse der Auswirkungen der Einführung eines Mindestlohns
3.1 Grundannahmen der ausgewählten Modelle
3.2 Das neoklassische Standardmodell
3.2.1 Darstellung des Modells vor einer Mindestlohneinführung
3.2.2 Analyse der Auswirkungen einer Mindestlohneinführung
3.2.2.1 Auswirkung auf die Beschäftigung
3.2.2.2 Auswirkung auf die Entwicklung des Lohnsatzes
3.2.2.3 Auswirkung auf die Entwicklung der Lohnsumme
3.2.3 Bewertung des Untersuchungsergebnisses anhand der Ziele
3.2.4 Kritische Würdigung des Modells
3.3 Das Zweisektorenmodell mit homogenem Arbeitsangebot
3.3.1 Darstellung des Modells vor einer Mindestlohneinführung
3.3.2 Analyse der Auswirkungen einer Mindestlohneinführung
3.3.2.1 Auswirkung auf die Beschäftigung
3.3.2.2 Auswirkung auf die Entwicklung der Lohnsätze
3.3.2.3 Auswirkung auf die Entwicklung der Lohnsummen
3.3.3 Bewertung des Untersuchungsergebnisses anhand der Ziele
3.3.4 Kritische Würdigung des Modells
3.4 Das monopsonistische Konkurrenzmodell
3.4.1 Darstellung des Modells vor einer Mindestlohneinführung
3.4.2 Analyse der Auswirkungen einer Mindestlohneinführung
3.4.2.1 Auswirkung auf die Beschäftigung
3.4.2.2 Auswirkung auf die Entwicklung des Lohnsatzes
3.4.2.3 Auswirkung auf die Entwicklung der Lohnsumme
3.4.3 Bewertung des Untersuchungsergebnisses anhand der Ziele
3.4.4 Kritische Würdigung des Modells
4. Vergleich der ausgewählten Modelle
4.1 Vergleich der Darstellungsweisen der ausgewählten Modelle vor einer Mindestlohneinführung
4.2 Vergleich der Modellanalysen der Auswirkungen einer Mindestlohneinführung
4.3 Vergleich der bewerteten Untersuchungsergebnisse anhand der Ziele
4.4 Vergleich der Erklärungsziele und der Grenzen der Modelle
5. Empirische Analyseergebnisse
5.1 Empirische Analyseergebnisse zu Auswirkungen einer Mindestlohneinführung
5.1.1 Auswirkung auf die Beschäftigung
5.1.2 Auswirkung auf die Entwicklung der Lohnsätze
5.1.3 Auswirkung auf die Entwicklung der Lohnsummen
5.2 Bewertung der empirischen Analysergebnisse anhand der Ziele
5.3 Kritische Würdigung der empirischen Analyseergebnisse
6. Zusammenfassung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die ökonomischen Effekte der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns durch eine komparativ-statische Analyse auf Basis ausgewählter theoretischer Modelle zu untersuchen und an den jeweils verfolgten Zielen sowie Nebenbedingungen zu bewerten, um Erkenntnisse über die Auswirkungen auf Beschäftigung, Lohnsätze und Lohnsummen zu gewinnen.
3.2.1 Darstellung des Modells vor einer Mindestlohneinführung
Das folgende neoklassische Standardmodell beruht auf den im Abschnitt 3.1 getroffenen Annahmen.
Die Höhe der Beschäftigung vor Einführung des Mindestlohns wird im Gleichgewicht simultan über den flexiblen Preismechanismus durch Ausgleich von Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage bestimmt. Durch die Annahmen der Rationalität, der Homogenität der Arbeit und der vollkommenen Konkurrenz bildet sich im neoklassischen Modell auf dem Arbeitsmarkt ein einheitlicher markträumender Lohnsatz w0, der zu keiner Erwerbslosigkeit oder unbefriedigten Arbeitsnachfrage führt. Eine Person gilt hierbei als erwerbs- beziehungsweise arbeitslos, die erwerbsfähig und ohne Anstellung ist, jedoch sich zum herrschenden Lohn um eine neue Arbeitsstelle bemüht.
Im Ergebnis erhält jeder Arbeitsanbieter, dessen Anspruchslohn gleich oder unterhalb des markträumenden Lohnsatzes liegt, eine Arbeitsstelle.
1. Einleitung: Einführung in die Kontroverse um Mindestlöhne und Darlegung des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2. Ziele für die Erhebung eines Mindestlohns: Definition des Begriffs Mindestlohn und Erläuterung der sozialen, ordnungspolitischen und ökonomischen Zielsetzungen.
3. Analyse der Auswirkungen der Einführung eines Mindestlohns: Theoretische Untersuchung von Mindestlohneffekten in drei ausgewählten partialanalytischen Modellen.
4. Vergleich der ausgewählten Modelle: Gegenüberstellung von Annahmen, Wirkungsmechanismen und Grenzen des neoklassischen, Zweisektoren- und monopsonistischen Konkurrenzmodells.
5. Empirische Analyseergebnisse: Präsentation und Bewertung von Forschungsergebnissen zur Überprüfung der theoretischen Modellvorhersagen.
6. Zusammenfassung: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und Fazit zur Anwendbarkeit der Modelle in der Realität.
Mindestlohn, Arbeitsmarkt, neoklassisches Standardmodell, Zweisektorenmodell, monopsonistisches Konkurrenzmodell, Beschäftigungseffekte, Lohnsumme, Arbeitslosigkeit, Marktmacht, Vollkommene Konkurrenz, Lohnsatz, Arbeitsangebot, Arbeitsnachfrage, Lohndumping, Beschäftigungsanreiz.
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Auswirkungen der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns auf Basis verschiedener theoretischer Arbeitsmarktmodelle.
Im Zentrum stehen die Auswirkungen auf Beschäftigung, Lohnsätze und die Gesamtlohnsumme unter verschiedenen Marktbedingungen.
Es soll untersucht werden, ob Mindestlöhne die angestrebten sozialen und ökonomischen Ziele erreichen können, ohne dabei negative Nebenwirkungen wie Arbeitslosigkeit zu induzieren.
Die Arbeit nutzt eine komparativ-statische Analyse von drei verschiedenen ökonomischen Modellen, ergänzt durch eine Auswertung empirischer Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte theoretische Analyse des neoklassischen Modells, des Zweisektorenmodells und des monopsonistischen Konkurrenzmodells sowie deren Vergleich.
Wichtige Begriffe sind Mindestlohn, Arbeitsmarkt, Beschäftigungseffekt, Marktversagen, monopsonistische Konkurrenz und neoklassische Theorie.
Es berücksichtigt eine unvollständige Deckung der Mindestlohnregelung und integriert eine Kündigungsrate sowie Suchwahrscheinlichkeiten für Arbeitsanbieter.
Da Unternehmen hier über eine gewisse Marktmacht verfügen und das Arbeitsangebot für sie nicht vollkommen elastisch ist, können sie die Lohnkonditionen in begrenztem Rahmen beeinflussen.
Die Analyse zeigt, dass die Effekte stark von den Annahmen des jeweiligen Modells und dem bindenden Bereich des Mindestlohns abhängen; negative Effekte sind jedoch in vielen Konstellationen die Folge.
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