Diplomarbeit, 2002
91 Seiten, Note: gut
1. Einleitung
1.1 Beginnende Adoleszenz
1.2 Erwartungen an die Adresse der Jugendlichen
1.3 Wie finden die Jungen den Weg ins Leben
1.4 Wertkonsens mit den Jugendlichen
2. Logotherapie und Existenzanalyse
2.1 Das sinnvolle Leben
2.1.1 Werte
2.1.2 Erlebniswerte
2.1.3 Schöpferische Werte
2.1.4 Einstellungswerte
2.2 Der Wille zum Sinn
2.3 Die Jugendlichen und die Sehnsucht nach Sinn
3. Seelsorge als Sinnsuche
3.1 Gewissensbildung
3.2 Sinnvoll heilen
3.3 Die logotherapeutische Gesprächsführung
4. Hinführung zum Praxisprojekt
4.1 Umsetzung der Theorie in die Praxis
4.2 Ziele des Gesprächsclubs
5. Projektbericht
5.1 Vorstellung der Pfarrei
5.2 Die Suche nach Jugendlichen
5.3 Infos für die Teilnehmer
5.4 Die Gesprächsabende
5.4.1 Der erste Gesprächsabend
5.4.2 Der erste Gesprächsabend und der zweite Start
5.4.3 Der zweite Gesprächsabend
5.4.4 Der dritte Gesprächsabend
5.4.5 Der vierte Gesprächsabend
6. Kritische Reflexion
6.1 Theoretischer Teil
6.2 Praktischer Teil
6.2.1 Feed-back's der Gesprächclub-Teilnehmer
6.3 Persönliches Fazit
Die Arbeit untersucht, wie Jugendliche in der Phase der Adoleszenz bei der Suche nach Sinn und Wertorientierung unterstützt werden können. Das Hauptziel ist die Erprobung eines Gesprächsclubs, in dem Jugendliche ihre Lebenswelt reflektieren und mittels Ansätzen der Logotherapie und Existenzanalyse einen Zugang zu ihren eigenen Werten finden können.
Die Jugendlichen und die Sehnsucht nach Sinn
„Die Jugendszene gewinnt für viele Jugendliche eine Bedeutung, die sie zu mehr macht als nur einem Instrument sozialen Übergangs von der Kindheit in die Erwachsenenwelt mit vorübergehenden, jugendtypischen Erschütterungen. Sie schafft ein Milieu, in dem über die Inszenierung des Ichs Fragen des Glücksanspruchs, der gegenwärtigen Verfassung, aber auch der zukünftigen Sinnorientierung behandelt werden. In einer Welt, da nicht nur Arbeit, sondern auch Sinn knapp geworden ist, wird dieser über die lebensstiftenden Mythen der Jugendkulturen angeliefert. Auffällig ist, dass Sinn hier anders vermittelt wird, als wir es gewohnt sind: nämlich nicht als Traktat, Diskurs, Tiefen Analyse, sondern über sogenannte hedonistische Vehikel, wie Tanz, Bewegung, erhöhtes Körpergefühl, Individualisierung durch Kleidung, usf.“ (Baacke, S.297)
1. Einleitung: Beleuchtet die Herausforderungen der Adoleszenz, die Reizüberflutung und die Notwendigkeit einer werteorientierten Begleitung durch Seelsorge und Pädagogik.
2. Logotherapie und Existenzanalyse: Führt in das Menschenbild Viktor E. Frankls ein und erläutert zentrale Konzepte wie den Willen zum Sinn, das Geistige im Menschen und die verschiedenen Wertkategorien (Erlebnis-, Schöpferische- und Einstellungswerte).
3. Seelsorge als Sinnsuche: Analysiert den praktischen Einsatz logotherapeutischer Ansätze in der Seelsorge, insbesondere die Förderung von Gewissensbildung und die Begleitung bei der Sinnfindung.
4. Hinführung zum Praxisprojekt: Beschreibt die theoretische Herleitung des Gesprächsclubs und die Zielsetzungen für die praktische Arbeit mit Jugendlichen.
5. Projektbericht: Dokumentiert den konkreten Ablauf, die Vorbereitung und die Durchführung der Gesprächsabende in der Pfarrei St. Martin in Baar.
6. Kritische Reflexion: Reflektiert den theoretischen und praktischen Teil, bewertet den Erfolg des Projekts anhand von Teilnehmer-Feedbacks und zieht ein persönliches Fazit zur eigenen Weiterentwicklung.
Sinnsuche, Wertorientierung, Adoleszenz, Logotherapie, Existenzanalyse, Jugendseelsorge, Gesprächsclub, Wertebildung, Lebenssinn, Sinnfindung, Jugendarbeit, Identitätsentwicklung, Viktor Frankl, Erziehung, Psychologie.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen der Sinnsuche und Wertorientierung bei Jugendlichen während der Adoleszenz und wie diese durch logotherapeutische Ansätze unterstützt werden können.
Im Zentrum stehen die psychologischen Entwicklungsprozesse der Pubertät, die theoretischen Grundlagen der Logotherapie nach Viktor Frankl und die seelsorgerische Begleitung junger Menschen.
Das primäre Ziel ist die Konzeption und Durchführung eines Gesprächsclubs, um Jugendlichen einen Raum für den Austausch über Sinnfragen zu bieten und sie bei ihrer Wertfindung zu begleiten.
Der Autor nutzt existenzanalytische Theorien, verknüpft diese mit pädagogischen und seelsorgerischen Erkenntnissen und evaluiert das Praxisprojekt durch Beobachtung und schriftliches Feedback der Teilnehmenden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit der Logotherapie und deren Anwendbarkeit auf die Jugendarbeit sowie einen ausführlichen Projektbericht der realisierten Gesprächsabende.
Wichtige Begriffe sind Sinnfindung, Werte, Existenzanalyse, Adoleszenz, Seelsorge und Begleitung.
Der Ansatz wurde gewählt, da er den Fokus auf die geistige Freiheit und die Eigenverantwortung des Menschen legt, was als essenziell für die Identitätsbildung in einer wertpluralistischen Gesellschaft angesehen wird.
Die Reaktionen waren gemischt; die Jugendlichen schätzten den Raum zum Austausch und die Themenwahl, kritisierten jedoch teilweise die zeitliche Planung und das Fehlen weiblicher Teilnehmer.
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