Bachelorarbeit, 2008
41 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Definition Bilanzanalyse
2.2 Grundkonzeptionen der Rechnungslegung nach HGB und IFRS
3. Wesentliche Unterschiede in der Rechnungslegung
3.1 Allgemeine Ansatzkriterien für Vermögenswerte und Schulden
3.1.1 Nach IFRS
3.1.2 Nach HGB
3.2 Sachanlagen
3.3 Immaterielle Vermögenswerte
3.4 Leasingverhältnisse
3.5 Finanzanlagen
3.5.1 Finanzinstrumente
3.5.2 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
3.6 Langfristige Fertigungsaufträge
3.7 Vorratsvermögen
3.8 Latente Steuern
3.9 Pensionsrückstellungen
3.10 Sonstige Rückstellungen
4. Auswirkungen auf die Analyse ausgewählter Kennzahlen
4.1 Analyse der Vermögenslage
4.1.1 Intensitätskennzahlen
4.1.2 Umschlagskoeffizienten
4.2 Analyse der Finanzlage
4.2.1 Eigen- und Fremdkapitalquote
4.2.2 Deckungsgrade
4.3 Analyse der Ertragslage
4.3.1 Eigenkapitalrentabilität
4.3.2 Umsatzrentabilität
5. Darstellung der Auswirkungen anhand empirischer Untersuchungen
6. Fazit
7. Ausblick
Diese Bachelorthesis untersucht die Auswirkungen der Umstellung der Rechnungslegung von HGB auf IFRS auf die Bilanzanalyse, mit dem Ziel aufzuzeigen, wie sich unterschiedliche Ansatz- und Bewertungsvorschriften auf die Kennzahlen des Jahresabschlusses auswirken und warum ein direkter Vergleich von Abschlüssen erschwert wird.
3.1 Allgemeine Ansatzkriterien für Vermögenswerte und Schulden
Gemäß IASC-RK 49 (a) des Rahmenkonzeptes ist ein Vermögenswert eine in der Verfügungsmacht des Unternehmens stehende Ressource, die ein Ergebnis von Ereignissen der Vergangenheit darstellt und von dem ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen erwartet wird.
Um aktivierungsfähig zu sein muss ein Vermögenswert zusätzlich die ergänzenden Ansatzkriterien des IASC-RK 89 erfüllen. Laut dieser Vorschrift muss der künftige Nutzenzufluss wahrscheinlich sein und die Höhe der Aufwendungen muss verlässlich bestimmbar sein.
Eine Schuld dagegen ist laut IASC-RK 49 (b) eine gegenwärtige Verpflichtung des Unternehmens, die aus Ereignissen der Vergangenheit entsteht und mit deren Erfüllung für das Unternehmen erwartungsgemäß ein Abfluss von Ressourcen von wirtschaftlichem Nutzen verbunden ist.
Gemäß IASC-RK 91 muss eine Schuld in der Bilanz angesetzt werden, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich aus der Erfüllung einer gegenwärtigen Verpflichtung ein direkter Abfluss von Ressourcen ergibt, die wirtschaftlichen Nutzen enthalten und wenn der Erfüllungsbetrag verlässlich ermittelt werden kann.
1. Einleitung: Beschreibt die zunehmende Bedeutung international vergleichbarer Unternehmensdaten und setzt das Ziel, die Auswirkungen der IFRS-Umstellung auf Jahresabschlusskennzahlen zu analysieren.
2. Theoretische Grundlagen: Definiert den Begriff der Bilanzanalyse und erläutert die unterschiedlichen Grundkonzeptionen der Rechnungslegung nach HGB (Vorsichtsprinzip) und IFRS (Entscheidungsnützlichkeit).
3. Wesentliche Unterschiede in der Rechnungslegung: Analysiert detailliert die Differenzen in Ansatz und Bewertung von Vermögenswerten, Schulden, Leasing, Rückstellungen und weiteren Bilanzposten zwischen HGB und IFRS.
4. Auswirkungen auf die Analyse ausgewählter Kennzahlen: Untersucht theoretisch, wie sich die Rechnungslegungsänderungen auf spezifische Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.
5. Darstellung der Auswirkungen anhand empirischer Untersuchungen: Präsentiert und interpretiert empirische Studien, um die theoretischen Auswirkungen der IFRS-Umstellung an realen Unternehmensdaten zu überprüfen.
6. Fazit: Fasst zusammen, dass eine generelle Aussage über die Auswirkungen der Umstellung unmöglich ist und eine detaillierte Unternehmensbetrachtung erfordert.
7. Ausblick: Skizziert zukünftige Entwicklungen hinsichtlich der internationalen Harmonisierung der Rechnungslegung und anstehende Modernisierungen des Bilanzrechts.
Bilanzanalyse, HGB, IFRS, Rechnungslegung, Jahresabschluss, Eigenkapitalquote, Vermögenslage, Finanzlage, Ertragslage, Kennzahlen, Unternehmensbewertung, Kapitalmarkt, IFRS-Umstellung, Anlagevermögen, Rückstellungen
Die Arbeit untersucht, wie sich die Umstellung der Rechnungslegung von den deutschen HGB-Standards auf die internationalen IFRS-Standards auf die Bilanzanalyse und die Ermittlung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen auswirkt.
Im Fokus stehen die methodischen Unterschiede bei der Bilanzierung von Vermögenswerten, Schulden, Leasingverhältnissen und Rückstellungen sowie deren direkter Einfluss auf die resultierenden Kennzahlen wie Eigenkapital- oder Umsatzrentabilität.
Das Ziel ist es, dem Bilanzanalytiker aufzuzeigen, warum einzelne Bilanzposten und daraus abgeleitete Kennzahlen bei einem direkten Vergleich zwischen HGB- und IFRS-Abschlüssen variieren können, ohne dabei die Analyse durch eine künstliche Strukturbilanz zu verzerren.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Herleitung der Bilanzierungsunterschiede mit einer Analyse empirischer Studien von börsennotierten Unternehmen, um die theoretisch vermuteten Auswirkungen zu validieren.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Unterschieden in der Ansatz- und Bewertungssystematik und überträgt diese Erkenntnisse auf die Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bilanzanalyse, IFRS-Umstellung, Rechnungslegungsunterschiede, Eigenkapitalquote und internationale Rechnungslegungsstandards geprägt.
Durch die Möglichkeit der Neubewertung, den Wegfall planmäßiger Abschreibungen auf Firmenwerte und die häufigere Aktivierung von Leasinggegenständen wird das Anlagevermögen bei einer IFRS-Bilanzierung tendenziell höher ausgewiesen.
Die Studie zeigt, dass eine generelle Bestätigung nicht möglich ist; während der Mittelwert der Eigenkapitalquote steigt, zeigen die Daten auch negative Beispiele, was unterstreicht, dass die Auswirkungen unternehmensindividuell sehr unterschiedlich ausfallen.
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