Magisterarbeit, 2005
75 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Magisterarbeit widmet sich der Analyse der Lanzelet-Figur im gleichnamigen Werk von Ulrich von Zatzikhoven. Die Arbeit untersucht, wie die Figur gestaltet wurde und welche Besonderheiten sie im Kontext der Artusdichtung aufweist. Sie beleuchtet den Aufbau des Romans, die Funktion der Namenlosigkeit, die Darstellung der Ritterfigur, das Verhältnis des Protagonisten zu den Frauen und seine Rolle als Artusritter und Herrscher.
Die Einleitung stellt den Lanzelet von Ulrich von Zatzikhoven in den Kontext der Forschung und zeigt die lange Zeit bestehende kritische Sicht auf das Werk und seine Hauptfigur. Dabei wird deutlich, wie sich die Interpretation des Romans und seiner Figur im Laufe der Zeit verändert hat und welche Fragen in Bezug auf den Lanzelet weiterhin bestehen.
Das zweite Kapitel beleuchtet die Position der Forschung zum Lanzelet. Es werden die verschiedenen Ansätze und Interpretationen des Werkes und seiner Figur vorgestellt, die den kontroversen Umgang mit diesem Text verdeutlichen.
Der dritte Abschnitt untersucht den Aufbau des Lanzelet und stellt ihn in die Gattung des Artusromans. Dabei werden die Merkmale des Werkes herausgearbeitet, die es von anderen Artusdichtungen unterscheiden. Insbesondere die krisenlose Lebensgeschichte des Titelhelden wird als Besonderheit hervorgehoben.
Das vierte Kapitel widmet sich der Gestaltung der Lanzelet-Figur. Die einzelnen Bestandteile der Figur, wie die Namenlosigkeit, die Ritterfigur, das Verhältnis zu den Frauen und die Rolle des Helden als Artusritter und Herrscher, werden detailliert analysiert.
Das fünfte Kapitel zeigt, dass die Figur des Lanzelet in den vier Frauenbegegnungen im Roman verschiedene Aspekte seiner Persönlichkeit offenbart. Dabei werden die jeweilige Darstellung der Frauen, das Minneverhältnis zu Lanzelet und die kämpferischen Auseinandersetzungen des Helden untersucht.
Artusdichtung, Lanzelet, Ulrich von Zatzikhoven, Ritterfigur, Minne, Frauenbilder, Aventiure, wîpsaelig, Namenlosigkeit, Herrscher, Forschung, Literaturgeschichte, deutsche Literatur des Mittelalters.
Der Roman wurde von Ulrich von Zatzikhoven verfasst und stellt die erste deutsche Bearbeitung des Lancelot-Stoffes dar.
Im Gegensatz zum „klassischen“ Lancelot ist Ulrichs Held ein „krisenloser“ Musterritter, dessen Weg weniger von inneren Konflikten als von äußeren Erfolgen geprägt ist.
Es beschreibt Lanzelets besonderes Glück bei Frauen, was durch seine Begegnungen mit vier verschiedenen Frauenfiguren im Roman verdeutlicht wird.
Die Namenlosigkeit ist ein erzählerisches Mittel, das Lanzelets Weg zur Selbstfindung und zum Erwerb seines ritterlichen Status unterstreicht.
Er agiert als autonomer Ritter, als Mitglied der Tafelrunde von König Artus und schließlich als souveräner Herrscher.
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