Diplomarbeit, 2007
134 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Definition und Überblick über die Korruptionsforschung
2.1 Definitionsfindung
2.2 Formen von Korruption
2.3 Theoriegeschichte der ökonomischen Korruptionsforschung
2.4 Zwischenfazit
3 Messung von Korruption
3.1 Empirie über Ursachen und Folgen von Korruption: objektive Messverfahren
3.2 Die subjektiven Messverfahren
3.2.1 Messinstrumente von Transparency International
3.2.1.1 Der Corruption Perception Index
3.2.1.2 Der Bribe Payers Index
3.2.1.3 Das Global Corruption Barometer
3.2.2 Der Governance Research Indicator der Weltbank
3.3 Zwischenfazit Messinstrumente
4 Bekämpfung von Korruption
4.1 Ansätze in der Literatur
4.2 Maßnahmen internationaler Organisationen im Kampf gegen Korruption
4.2.1 Maßnahmen der OECD
4.2.2 Maßnahmen der Vereinten Nationen
4.2.3 Maßnahmen der Extractive Industries Transparency Initiative
4.2.4 Maßnahmen der Afrikanischen Union
4.2.5 Maßnahmen der International Chamber of Commerce
4.2.6 Maßnahmen der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds
4.3 Zwischenfazit zur Bekämpfung von Korruption
5 Korruption in Afrika – der besondere Fall?
5.1 Afrika und Korruption
5.2 Kriterien für die Untersuchung
6 Fallstudien zu vier ausgewählten Ländern
6.1 Kamerun
6.1.1 Zur Geschichte Kameruns
6.1.2 Interne Determinanten der Kontrolle von Korruption
6.1.3 Externe Determinanten der Kontrolle von Korruption
6.1.3.1 Rechtssystem und Korruptionsausmaß
6.1.3.2 Die Rolle der Zivilgesellschaft
6.1.3.3 Rolle der Medien und Pressefreiheit
6.1.4 Indirekte Determinanten der Korruption
6.2 Namibia
6.2.1 Zur Geschichte Namibias
6.2.2 Interne Determinanten der Kontrolle von Korruption
6.2.3 Externe Determinanten der Kontrolle von Korruption
6.2.3.1 Rechtssystem und Korruptionsausmaß
6.2.3.2 Die Rolle der Zivilgesellschaft
6.2.3.3 Rolle der Medien und Pressefreiheit
6.2.4 Indirekte Determinanten der Korruption
6.3 Nigeria
6.3.1 Zur Geschichte Nigerias
6.3.2 Interne Determinanten der Kontrolle von Korruption
6.3.3 Externe Determinanten der Kontrolle von Korruption
6.3.3.1 Rechtssystem und Korruptionsausmaß
6.3.3.2 Die Rolle der Zivilgesellschaft
6.3.3.3 Rolle der Medien und Pressefreiheit
6.3.4 Indirekte Determinanten der Korruption
6.4 Südafrika
6.4.1 Zur Geschichte Südafrikas
6.4.2 Interne Determinanten der Kontrolle von Korruption
6.4.3 Externe Determinanten der Kontrolle von Korruption
6.4.3.1 Rechtssystem und Korruptionsausmaß
6.4.3.2 Die Rolle der Zivilgesellschaft
6.4.3.3 Rolle der Medien und Pressefreiheit
6.4.4 Indirekte Determinanten der Korruption
7 Allgemeine Erklärungsmuster
8 Schluss und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Erklärungsansätze für unterschiedliche Korruptionsniveaus auf dem afrikanischen Kontinent. Ziel der Untersuchung ist es, durch eine fallstudienartige Analyse von vier ausgewählten Ländern (Kamerun, Namibia, Nigeria und Südafrika) zu ermitteln, welche internen, externen und indirekten Faktoren die Korruptionsentwicklung maßgeblich beeinflussen und ob sich hieraus allgemeingültige Erkenntnisse ableiten lassen.
2 Definition und Überblick über die Korruptionsforschung
Korruption als Begriff kann ebenso vielschichtig wie weit definiert werden. Aufzufinden ist sie in allen Wirtschaftssystemen. Ihr Auftreten ist z. B. nicht an Marktwirtschaft oder Zentralplanwirtschaft gebunden. Zwei direkte Probleme seien in diesem Zusammenhang erwähnt. Das vielfältige Auftreten von Korruption im Wirtschaftsleben macht einerseits eine eindeutige Gesetzgebung schwierig und lässt auf der anderen Seite eine eindeutige Begriffsdefinition nicht zu. Ziel soll in diesem Kapitel sein, aus den vielen möglichen Wegen eine Definition zu entwickeln, die als Grundlage für diese Arbeit dienen wird.
In einem zweiten Schritt wird der Werdegang in der ökonomischen Theorie näher beleuchtet.
2.1 Definitionsfindung
Zum Einstieg bei der Definitionsfindung bietet sich ein Blick auf die Herkunft des Begriffes an. Das deutsche Wort Korruption stammt von dem lateinischen Verb „corrumpere“. Es bedeutet übersetzt: beschädigen, (moralisch) verderben, aber auch speziell bestechen oder (zu etwas) verleiten. Ähnlich umschreibt es auch der Duden mit Bestechlichkeit, Verderben, Bestechung, Sittenverfall. Mit dieser Übersetzung deutet sich schon eine gewisse Komplexität des Begriffes der Korruption an, die nun deutlicher umrissen wird. Korruption an sich kann als Wahrnehmungsdelikt verstanden werden, denn die Prozesse spielen sich im Verborgenen ab. Mit dieser Umschreibung ist nicht nur gemeint, wie viel an Korruptionsgeschäften überhaupt aufgedeckt und wahrgenommen werden, sondern auch, was in einzelnen Ländern überhaupt unter Korruptionsvorgängen verstanden wird. Dafür gibt es keine einheitliche, weltweit gültige, Auffassung. Das ist auch der Grund, warum eine enge juristisch normative Definition von Korruption nicht sinnstiftend ist, da selbige nur auf den bezogenen Rechtsraum anwendbar wäre.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen der Korruption ein, stellt die Relevanz der Thematik dar und erläutert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit anhand von vier Fallstudien.
2 Definition und Überblick über die Korruptionsforschung: Dieses Kapitel erarbeitet eine Arbeitsdefinition von Korruption und beleuchtet die Entwicklung der ökonomischen Korruptionsforschung.
3 Messung von Korruption: Hier werden objektive und subjektive Messmethoden wie der CPI oder der Governance Research Indicator der Weltbank vorgestellt und kritisch auf ihre Aussagekraft hin untersucht.
4 Bekämpfung von Korruption: Dieser Teil bietet einen Überblick über verschiedene wissenschaftliche Ansätze zur Korruptionsbekämpfung sowie die Maßnahmen internationaler Institutionen wie OECD, UN und Weltbank.
5 Korruption in Afrika – der besondere Fall?: Das Kapitel analysiert spezifische Rahmenbedingungen auf dem afrikanischen Kontinent und entwickelt Prüfkriterien für die nachfolgenden Länderstudien.
6 Fallstudien zu vier ausgewählten Ländern: Anhand von Kamerun, Namibia, Nigeria und Südafrika wird die Situation in den jeweiligen Ländern unter Anwendung der zuvor erarbeiteten Kriterien detailliert analysiert.
7 Allgemeine Erklärungsmuster: Die Erkenntnisse aus den Länderstudien werden zusammengeführt, um allgemeine Erklärungsmuster für die Verbreitung von Korruption zu identifizieren.
8 Schluss und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige weitere Forschungsansätze.
Korruption, Korruptionsforschung, Afrika, Fallstudien, Good Governance, Transparenz, Korruptionsindex, CPI, ökonomische Theorie, Institutionenökonomik, Prinzipal-Agenten-Ansatz, politische Korruption, Reformpolitik, Entwicklungshilfe, Rechtsstaatlichkeit.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Erforschung der Gründe und Einflussfaktoren für unterschiedliche Korruptionsniveaus in afrikanischen Staaten.
Die Arbeit deckt die Begriffsdefinition von Korruption, theoretische Erklärungsmodelle, Messmethoden sowie Strategien zur Korruptionsbekämpfung durch internationale Akteure ab.
Ziel ist es zu klären, ob das festgestellte Korruptionsniveau in vier ausgewählten Ländern rational erklärbar ist und wie sich dieses Niveau durch Reformen oder politische Gegebenheiten beeinflussen lässt.
Es wird eine fallstudienartige Analyse von vier Ländern (Kamerun, Namibia, Nigeria, Südafrika) durchgeführt, die auf der Anwendung von internen, externen und indirekten Kontrolldeterminanten basiert.
Der Hauptteil analysiert neben den theoretischen Grundlagen detailliert die Korruptionssituation in den vier Fallstudienländern unter Berücksichtigung historischer und politischer Kontexte.
Die Arbeit zeichnet sich durch die Themenkomplexe Good Governance, Korruptionsindex, ökonomische Anreizsysteme und die Rolle von Institutionen in Entwicklungsländern aus.
Während Kamerun durch eine stark zentralisierte Machtstruktur und geringe demokratische Fortschritte gekennzeichnet ist, verfügt Südafrika über eine formal starke Gewaltenteilung und eine sehr aktive Zivilgesellschaft, kämpft aber dennoch mit strukturellen Erblasten.
Die Arbeit identifiziert den Rohstoffreichtum oft als "Fluch", da er Anreize für Intransparenz und politische Einflussnahme schafft, anstatt eine breite wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.
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