Diplomarbeit, 2007
56 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung und Überblick
2. Die Portfoliotheorie
2.1 Die klassische Portfoliotheorie nach Markowitz
2.2 Ermittlung des Tangentialportfolios
2.3 Das traditionelle Capital Asset Pricing Model (CAPM)
2.4 Das International Asset Pricing Model (IAPM)
2.5 Vorteilhaftigkeit internationaler Diversifikation
3. Allgemeines zum Home Bias
3.1 Home Bias in Portfoliobeständen
3.2 Quantifizierung des Home Bias
3.3 Einfluss von Humankapital auf den Home Bias
4. Ursachen für den Home Bias
4.1 Rationale Perspektive
4.1.1 Transaktionskosten
4.1.2 Regulative Investitionsbarrieren
4.1.3 Hedging von Inflationsrisiko
4.1.4 Asymmetrische Informationsverteilung
4.1.5 Politische Risiken
4.2 Irrationale Perspektive
4.2.1 Ambiguitätsaversion von Anlegern
4.2.2 Verfügbarkeitsheuristik
4.2.3 Commitment und Normabweichung
4.3 Kritische Würdigung der Ursachen
5. Auswirkungen des Home Bias
5.1 Das Untersuchungsdesign
5.1.1 Währungsrisiken
5.1.2 Risikoadjustierung
5.2 Ergebnisse der Studie
5.3 Darstellung der Länderunterschiede
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit analysiert das Phänomen des "Home Bias", bei dem Anleger einen überproportionalen Anteil ihres Vermögens in heimische Wertpapiere investieren. Ziel ist es, die rationalen und irrationalen Ursachen dieses Verhaltens zu untersuchen und die ökonomischen Auswirkungen auf die Portfoliorenditen zu quantifizieren.
4.1.1 Transaktionskosten
In dieser Arbeit werden unter dem Begriff Transaktionskosten alle mit einer Aktientransaktion sowie dem späteren Aktienbesitz verbundenen Nebenkosten, wie etwa Gebühren und Kommissionen, Informationsbeschaffungskosten, Kommunikationskosten oder etwaige Quellensteuern auf Dividendenzahlungen, verstanden.
Unmittelbar verständlich wären die weltweit beobachtbaren am Heimatmarkt orientierten Portfoliostrukturen, wenn beim Erwerb ausländischer Aktien deutlich höhere Transaktionskosten anfallen würden, als beim Kauf heimischer Aktien.52
Black entwickelt ein Kapitalmarktgleichgewichtsmodell in dem Investoren eine von dem Land ihrer Herkunft abhängige Steuer auf ihren Besitz an Aktien zahlen müssen. Es wird angenommen, dass heimische Investoren jeweils eine niedrigere Steuer auf heimische Aktien zu zahlen haben als ausländische Investoren. Diese „Steuer“ wird als proportionaler Anteil des Werts der Aktien ausgedrückt und steht dabei stellvertretend für alle in einer Periode anfallenden wertproportionalen Transaktionskosten.
1. Einleitung und Überblick: Einführung in das Thema Home Bias, Definition des Phänomens und Darstellung des Ziels der Diplomarbeit.
2. Die Portfoliotheorie: Erläuterung der Grundlagen der Portfolioselektion nach Markowitz sowie Erweiterung um das CAPM und IAPM zur Begründung der internationalen Diversifikation.
3. Allgemeines zum Home Bias: Darstellung der tatsächlichen Portfoliobestände im Vergleich zum Optimum, Methoden zur Quantifizierung und Berücksichtigung des Humankapitals.
4. Ursachen für den Home Bias: Analyse der Gründe für den Home Bias, unterteilt in rationale ökonomische Erklärungen und irrationale psychologische Verhaltensmuster.
5. Auswirkungen des Home Bias: Untersuchung der ökonomischen Konsequenzen, insbesondere Renditeeinbußen und Sharpe Ratio, anhand einer Studie zu den G7-Ländern.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Arbeit und Handlungsempfehlungen für Anleger und die Investmentfondsbranche.
Home Bias, Portfoliotheorie, International Asset Pricing Model, Diversifikation, Marktkapitalisierung, Transaktionskosten, Behavioral Finance, Ambiguitätsaversion, Währungsrisiken, Renditeeinbußen, Sharpe Ratio, Kapitalmarkt, Anlegerverhalten, Humankapital, G7-Länder
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem sogenannten "Home Bias", der Beobachtung, dass Investoren weltweit bevorzugt in heimische Wertpapiere investieren, obwohl eine internationale Diversifikation das Risiko senken könnte.
Zentrale Themen sind die Portfoliotheorie, die Ursachenforschung für das Anlegerverhalten (rational vs. irrational) sowie die messbaren ökonomischen Auswirkungen dieser Strategie.
Das Ziel ist die Identifikation der Treiber des Home Bias und die Quantifizierung der damit verbundenen Renditenachteile für den Anleger.
Die Arbeit nutzt theoretische Kapitalmarktmodelle wie das IAPM und stützt sich auf empirische Analysen und Studien, insbesondere unter Verwendung von Performance-Kennzahlen wie der Sharpe Ratio.
Im Hauptteil werden rationale Faktoren wie Transaktionskosten und Informationsasymmetrien sowie psychologische Aspekte wie die Ambiguitätsaversion und Verfügbarkeitsheuristik analysiert.
Wichtige Begriffe sind Home Bias, Portfoliodiversifikation, Behavioral Finance, Renditeoptimierung und Währungsabsicherung.
Die Arbeit zeigt, dass die Berücksichtigung von Humankapital den Home Bias sogar noch ausgeprägter erscheinen lässt, da das einheimische Kapital mit dem lokalen Arbeitseinkommen korreliert.
Investoren zahlen eine "Prämie" für das Kontrollgefühl in heimischen Anlagen, die in signifikanten Renditeeinbußen resultiert, wobei die Ausprägung je nach Marktkapitalisierung des Heimatlandes variiert.
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