Diplomarbeit, 2006
197 Seiten, Note: 1,3
1. Vorwort
2. Literaturrecherche
3. Einleitung
Teil A
4. Veränderungen in den Anforderungen und der Qualifikation zur Praxisanleiterin aufgrund berufspolitischer Grundlagen
4.1. Darstellung bisheriger Fort- und Weiterbildungen für Praxisanleiterinnen und Mentorinnen in der Pflege bis 2004
4.1.1. Qualifikationsmaßnahmen für Anleitende in den Pflegeberufen
4.1.2. Begriffserläuterungen und -bestimmungen
4.2. Neue Entwicklungen aufgrund gesetzlicher Grundlagen
4.2.1. Krankenpflegegesetz und Ausbildungs- und Prüfungsverordnung 2003 - Bundesrechtliche Grundlagen -
4.2.2. Ausbildungsrichtlinie für die staatlich anerkannten Kranken und Kinderkrankenpflegeschulen in NRW 2003 - Landesrechtliche Grundlagen -
4.2.3. Aufgaben der Praxisanleitung und landeseinheitliche Kriterien für eine Praxisanleiter/-innen Weiterbildung sowie zur Anrechnung berufspädagogischer Zusatzqualifikationen in NRW 2004 (Erlass)
4.3. Stellungnahmen berufständischer Organisationen
4.3.1. Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG): Positionspapier zur Praxisanleitung und zur Praxisbegleitung auf der Grundlage des KrPflG 2003
4.3.2. Deutscher Bildungsrat für Pflegeberufe (DBR) - Vernetzung von theoretischer und praktischer Pflegeausbildung
4.3.3. Caritas-Verbände - Denkanstöße für die praktische Pflegeausbildung
4.4. Abschließende Betrachtung
5. Neue Entwicklungen aufgrund berufspädagogischer Konzepte
5.1. Die Kompetenzorientierung
5.1.1. Die Ebene der Pädagogik – der Kompetenzbegriff bei LÖWISCH
5.1.2. Die Ebene der beruflichen Bildung
5.1.3. Die Ebene der Pflegepädagogik – die berufliche Handlungskompetenz nach WITTNEBEN
5.1.4. Abschließende Betrachtung
5.2. Die Lernorientierung
5.2.1. Die grundlegenden Lerntheorien
5.2.2. Das Lernen von Menschen in bestimmten Lebensphasen
5.2.3. Der pädagogische Konstruktivismus nach SIEBERT
5.2.4. Die lerntheoretischen Grundlagen nach KAISER
5.2.5. Das selbstgesteuerte Lernen
5.2.6. Abschließende Betrachtung
5.3. Die Handlungsorientierung
5.3.1. Der Begriff der Handlung
5.3.2. Die Handlungsorientierung und die Professionalisierung
5.3.3. Handlungsorientierung in der Didaktik
5.3.4. Handlungsorientierung in der Fachdidaktik
5.3.5. Abschließende Betrachtung
6. Der Curriculumkonstruktionsprozess
6.1. Erläuterungen zum Curriculumbegriff und der Konstruktion von Curricula
6.1.1. Der Lehrplan
6.1.2. Die Richtlinie
6.1.3. Das Curriculum unter situationsanalytischer und offener Perspektive
6.1.4. Anforderungen an berufliche Curricula
6.2. Der Curriculumkonstruktionsprozess nach SIEBERT
6.2.1. Strukturmerkmale und Bedingungsfaktoren für die Erwachsenenbildung nach SIEBERT
6.3. Begründungsrahmen
6.3.1. Das Berufsverständnis
6.3.2. Der pflegetheoretische Bezugsrahmen
6.3.3. Das Bildungsverständnis
6.4. Analyse der Verwendungssituationen und Qualifikationen von Praxisanleiterinnen
6.4.1. Analyse der Berufssituationen und Qualifikationen
6.4.2. Beteiligung der Expertinnen
6.4.3. Lernbereiche des Praxisanleiter Erlasses
6.4.4. Zusammenfassung der Ergebnisse
6.5. Analyse von Lernvoraussetzungen von Praxisanleiterinnen
6.6. Analyse wissenschaftlicher Disziplinen
6.7. Strukturelemente: Lernbereiche – Themenbereiche – Lerneinheiten
6.8. Curriculumimplementation, -evaluation und –revision
6.8.1. Anwendung des Systemmanagement-Modells zur Evaluation
6.9. Abschließende Betrachtung
7. Zusammenfassung und Ausblick
Teil B
8. Curriculum für die Weiterbildung zum Praxisanleiter/ zur Praxisanleiterin für Pflegeberufe in Nordrhein-Westfalen (NRW)
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die Entwicklung eines einheitlichen Curriculums für die Weiterbildung zur Praxisanleiterin in Nordrhein-Westfalen, basierend auf den gesetzlichen Anforderungen und aktuellen berufspädagogischen Konzepten. Die Arbeit adressiert die Forschungsfrage, wie eine qualitätsorientierte und didaktisch fundierte Weiterbildung gestaltet werden kann, um den neuen gesetzlichen Anforderungen des Krankenpflegegesetzes gerecht zu werden und den Theorie-Praxis-Transfer zu optimieren.
4.2. Neue Entwicklungen aufgrund gesetzlicher Grundlagen
Die neuen Entwicklungen der gesetzlichen Grundlagen sind durch die Novellierung des Krankenpflegegesetzes und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung von 2003 begründet. Der Gesetzgeber hat damit auf die veränderten Rahmenbedingungen der Pflege reagiert und ist den Entwicklungen innerhalb des Pflegeberufes seit der letzten gesetzlichen Erneuerung gefolgt. Dabei wurden im Gesetzgebungsverfahren vor allem die Entwicklung der Pflegewissenschaft, die sozialrechtlichen Veränderungen und die zukünftigen demografischen Entwicklungen als neue Herausforderungen für den Pflegeberuf gesehen (vgl. Deutscher Bundestag, Drucksache 15/804, S.1).
4.2.1. Krankenpflegegesetz und Ausbildungs- und Prüfungsverordnung 2003 - Bundesrechtliche Grundlagen -
Die gesetzlichen Grundlagen für die Ausbildung zur Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpflegerin auf Bundesebene basieren auf das Krankenpflegegesetz und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung aus dem Jahr 2003.
Das neue Krankenpflegegesetz berücksichtigt mit folgenden Ansätzen die aktuellen und zukünftigen Anforderungen an Pflegende:
4. Veränderungen in den Anforderungen und der Qualifikation zur Praxisanleiterin aufgrund berufspolitischer Grundlagen: Dieses Kapitel analysiert die gesetzlichen Neuerungen durch das Krankenpflegegesetz 2003 und deren Auswirkungen auf die Qualifikationsanforderungen von Praxisanleiterinnen in NRW.
5. Neue Entwicklungen aufgrund berufspädagogischer Konzepte: Hier werden aktuelle pädagogische Ansätze, insbesondere die Kompetenz-, Lern- und Handlungsorientierung, im Kontext der Pflegeausbildung und Weiterbildung erörtert.
6. Der Curriculumkonstruktionsprozess: Dieser Abschnitt beschreibt systematisch die methodische Vorgehensweise zur Entwicklung des Curriculums, einschließlich der Analyse von Berufssituationen, Lernvoraussetzungen und der Anwendung von Evaluationsmodellen.
Praxisanleitung, Curriculum, Pflegeausbildung, Kompetenzorientierung, Berufspädagogik, Handlungsorientierung, Weiterbildung, Krankenpflegegesetz, Lernortkooperation, Pflegewissenschaft, Qualifikation, Lernprozesse, Berufsbild, NRW, Curriculumkonstruktion
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines strukturierten Curriculums für die Weiterbildung zur Praxisanleiterin in Nordrhein-Westfalen, um eine einheitliche und qualitativ hochwertige Vorbereitung auf diese Aufgabe zu gewährleisten.
Zentrale Themen sind die gesetzlichen Grundlagen der Pflegeausbildung, berufspädagogische Konzepte wie die Kompetenz- und Handlungsorientierung sowie die praktische Anwendung dieser Theorien in Form eines Curriculums.
Das Ziel ist die Erstellung eines fundierten Curriculums, das den Gesetzgeber-Vorgaben entspricht und Praxisanleiterinnen dabei unterstützt, ihre Schlüsselrolle in der Ausbildung von Pflegenden professionell auszufüllen.
Die Autorinnen nutzen Literaturanalysen, die Auswertung von Erlassen und Richtlinien sowie empirische Impulse aus Gruppendiskussionen mit Expertinnen und Praxisanleiterinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse gesetzlicher Anforderungen, die Herleitung pädagogischer Konzepte und die detaillierte Beschreibung des Konstruktionsprozesses für ein halboffenes Rahmencurriculum.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Praxisanleitung, Curriculum, Kompetenzorientierung, Handlungsorientierung und Pflegeausbildung geprägt.
Es bietet einerseits Vergleichbarkeit und Struktur gemäß gesetzlicher Vorgaben, lässt den Bildungseinrichtungen aber gleichzeitig genügend Spielraum, um individuelle Schwerpunkte und Bedürfnisse der Teilnehmer zu berücksichtigen.
Die Pflegewissenschaft dient als leitendes Fach, das die Perspektive für die Anleitung bildet und als Bezugsrahmen für die inhaltliche Ausrichtung der Lernbereiche fungiert.
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