Wissenschaftlicher Aufsatz, 2006
19 Seiten, Note: -
Einleitung
Entstehung des Islam
Die Schia
Die Ismaeliten
Entstehungszeit der drusischen Religion
Die drusische Religion wird geheim
Drusische Theologie und Morallehre
Das Gebetshaus und die „Weisen“
Religiöse Pflichten
Die sozale Lage
Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Wurzeln und die heutige religiöse Praxis der Drusen, wobei insbesondere der Übergang von einem aus dem Islam abgeleiteten Glauben hin zu einer eigenständigen Geheimreligion im Zentrum steht. Dabei wird analysiert, wie sich die Gemeinschaft in ihrem sozialen Gefüge organisiert und mit den Herausforderungen der Moderne umgeht.
Drusische Theologie und Morallehre
Gott schuf also zunächst aus seinem Licht die universelle Intelligenz. Diese aber wurde stolz und so erschien die Gegenmacht, das Böse. Nun schuf Gott aus seinem Licht die universelle Seele, als Partner im Kampf gegen dem Bösen. Aus der Seele wurde das Wort ausgesandt und aus dem Wort der Vorgänger und der Nachfolger. Dann schuf er die Sphären, die Erde und die Elemente. Alle Menschenseelen wurden auf einmal geschaffen, ihre Anzahl ist für ein- und allemal konstant. Der Körper ist die Hülle der Seele. Beim Tod besetzt die Seele sofort den Körper eines Neugeborenen, so durchwandert sie alle möglichen Lebensumstände. Dadurch haben alle die gleichen Chancen, denn Gott ist gerecht. Das Schicksal hat man aus der vorigen Inkarnation mitgenommen, die einzige Entscheidung, die der Mensch fällen kann, ist die zwischen gut und böse. Die Seelenwanderung setzt sich bis zum letzten Gericht fort, bei dem die Seelen je nach angeeignetem Wissen belohnt oder bestraft werden. Das wahre Unitariertum ermöglicht es, in der Wanderungszeit die Vollkommenheit zu erreichen. Eine körperliche Auferstehung gibt es nicht. Die Seelenwanderung erfolgt immer von Mensch zu Mensch, das Wissen kann nur vermehrt werden, beim letzten Gericht wird also die Gesamtheit der Inkarnationen beurteilt.
Einleitung: Der Autor erläutert sein persönliches Interesse an der drusischen Religion und beschreibt das Dilemma, vor dem die Gemeinschaft durch die Lockerung traditioneller sozialer Bindungen heute steht.
Entstehung des Islam: Dieses Kapitel behandelt die arabische Geschichte sowie das Leben und Wirken von Mohammed als Begründer des Islam.
Die Schia: Der Text beschreibt die Entstehung der Schiiten als Partei Alis und die daraus resultierende Spaltung innerhalb der muslimischen Welt.
Die Ismaeliten: Es wird die Lehre der Anhänger des siebenten Imams thematisiert und ihr Einfluss auf Wissenschaft und Philosophie beleuchtet.
Entstehungszeit der drusischen Religion: Das Kapitel analysiert die Selbsternennung des Kalifen Hakim zum göttlichen Bild und die Ausrufung der neuen Glaubenslehre im Jahr 1017.
Die drusische Religion wird geheim: Nach Ende der Verkündigungszeit wurde der Glaube in den Geheimbereich verlagert, wobei die soziale Struktur zweigeteilt wurde.
Drusische Theologie und Morallehre: Zentrale Aspekte der drusischen Kosmologie, Reinkarnationslehre und die sieben Richtprinzipien werden hier dargelegt.
Das Gebetshaus und die „Weisen“: Der Autor beschreibt die rituellen Zusammenkünfte und die hohen ethischen Anforderungen, die an die religiöse Elite der Gemeinschaft gestellt werden.
Religiöse Pflichten: Dieses Kapitel erklärt die Abkehr von den traditionellen muslimischen Säulen und die besonderen Lebensregeln innerhalb der Drusengemeinschaft.
Die sozale Lage: Der abschließende Teil beleuchtet die aktuelle demografische, soziale und politische Situation der Drusen in der modernen Welt.
Drusen, Islam, Schiiten, Ismaeliten, Reinkarnation, Hakim, Geheimreligion, Unitarianismus, Seelenwanderung, Religion, Naher Osten, Gemeinschaft, Tradition, Ethik, Kalifat
Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Strömungen im Islam, insbesondere dem historischen Ursprung und der gelebten Praxis der Drusen.
Im Mittelpunkt stehen die theologische Entwicklung, die Geheimhaltung der Lehre, das soziale Gefüge innerhalb der Sippen sowie der Umgang mit der Moderne.
Der Autor möchte den aktuellen Stand des für Außenstehende zugänglichen Wissens über die drusische Religion systematisch aufarbeiten und verständlich machen.
Der Autor nutzt eine systematische Informationssuche und Literaturanalyse, um die Geschichte und Theologie dieser speziellen Glaubensrichtung zu dokumentieren.
Der Hauptteil gliedert sich von der allgemeinen islamischen Geschichte über die schiitische Abspaltung bis hin zu den spezifisch drusischen Glaubensinhalten und sozialen Organisationsformen.
Wichtige Begriffe sind Drusen, Islam, Geheimreligion, Reinkarnation und Unitarianismus.
Da der Glaube seit 1043 im Geheimen praktiziert wird, ist der Zugang zu den heiligen Schriften nur einer kleinen Elite von Eingeweihten, den „Weisen“, vorbehalten.
Die Reinkarnation ist ein zentraler Pfeiler, bei dem jede Seele durch verschiedene Inkarnationen wandert, um durch das Aneignen von Wissen Vollkommenheit zu erreichen.
Die Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, ihre traditionellen feudal-patriarchalischen Strukturen an die Anforderungen einer modernen Welt und eines oft schwierigen politischen Umfelds anzupassen.
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