Diplomarbeit, 2006
107 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Inhaltliche Einführung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Problemstellung und Relevanz
2.1 Problemdefinition
2.1.1 Definition von Public Private Partnership
2.1.2 Historischer Hintergrund von Public Private Partnership
2.1.3 Ansprüche an Public Private Partnership
2.2 Relevanz und Motivation von Public Private Partnership in der heutigen Gesellschaft
2.3 Methodologien
2.3.1 Angewandte Sekundärquellen
2.3.1.1 Angewandte Literatur
2.3.1.2 Untersuchte und Entwickelte Daten
2.3.2 Entwickelte Primärquellen
2.3.2.1 Geführte Interviews
2.3.2.2 Statistische Erhebung
3 Theorien
3.1 Relevante Theorien
3.1.1 Neoinstitutionelle Theorien
3.1.1.1 Hintergrund zu den Neoinstitutionellen Theorien
3.1.1.2 Die Transaktionskostentheorie
3.1.1.3 Prinzipal-Agenten-Theorie
3.1.1.4 Property Rights-Theorie
3.1.2 Projektfinanzierungsmodelle
3.1.3 Allgemeine Beschreibung von Projektrisiken
3.2 Ausgewählte Theorieelemente
3.2.1 Ausprägungen der Prinzipal-Agenten-Theorie
3.2.2 Relevante Projektfinanzierungsmodelle
3.2.3 Relevante Projektrisiken
4 Das Public Private Partnership – Projekt Bismarckschule
4.1 Darstellung des Projektes Bismarckschule
4.2 Anwendung der Theorieelemente
4.2.1 Elemente der Prinzipal-Agenten-Theorie
4.2.2 Elemente der Projektfinanzierungsmodelle
4.2.3 Elemente der Risikobetrachtung
4.3 Interpretation der Methodologie
4.4 Falllösung des Public Private Partnership – Projektes Bismarckschule
5 Fazit, Kritische Würdigung und Ausblick
Diese Arbeit analysiert finanztheoretische Aspekte bei der Implementierung von Public Private Partnership (PPP)-Projekten an einem deutschen Standort. Ziel ist es, anhand des Praxisbeispiels "Bismarckschule Leverkusen" zu prüfen, ob die hohen Erwartungen und Ansprüche, die in Deutschland mit PPP-Projekten verbunden werden, in der praktischen Umsetzung aufrechterhalten werden können.
2.1.1 Definition von Public Private Partnership
Der Begriff PPP wird ungefähr seit den Neunziger Jahren regelmäßig in Deutschland verwendet. Für ihn gibt es in der Literatur eine Vielzahl von Definitionen, aber keinem dieser Ansätze ist es gelungen, sich als allgemeingültig durchzusetzen. Dies hängt zum einen mit den vielseitigen Variationsmöglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen privatem und öffentlichem Sektor zusammen, zum anderen mit den unterschiedlichen Standpunkten der jeweiligen Betrachter, die versuchen einen für ihren Interessenbereich passenden Definitionsversuch zu finden. Das erklärt auch, warum in der Praxis viele unterschiedliche Projekte aus unterschiedlichsten Bereichen und mit stark variierendem Umfang unter dem Begriff PPP subsumiert werden. Diese Verwendung birgt die Gefahr, dass wenn der Begriff für jedwede Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor benutzt wird, dieser an Klarheit verliert. Damit dies nicht in dieser Arbeit passiert, soll sich der relevanten Abgrenzung insofern genähert werden, als dass die einzelnen Merkmale von PPP, wie sie in der gängigen Literatur beschrieben sind, einzeln vorgestellt werden. Daraus werden dann die Charakteristika bestimmt, die wesentlich für die Abgrenzung von PPP-Projekten sind.
Für alle Definitionen gilt zunächst die Interaktionen zwischen öffentlicher Hand und Akteuren aus dem privaten Sektor als Basis für die weitere Beschreibung. Einer der meist zitierten Ansätze, verfasst von Budäus et allie, verlangt darüber hinaus die Erschließung komplementärer Ziele und von Synergiepotentialen, dass die Zusammenarbeit (gesellschafts-) vertraglich formalisiert ist und die Identität und Verantwortung der Partner intakt bleiben.
1 Einleitung: Einführung in das Thema Public Private Partnership und Erläuterung des Aufbaus der Arbeit.
2 Problemstellung und Relevanz: Definition und historische Einordnung von PPP sowie Darstellung der methodischen Vorgehensweise.
3 Theorien: Theoretische Fundierung durch die Neue Institutionenökonomie, Projektfinanzierungsmodelle und eine allgemeine Systematik von Projektrisiken.
4 Das Public Private Partnership – Projekt Bismarckschule: Anwendung der theoretischen Grundlagen auf das konkrete Praxisbeispiel der Sanierung der Bismarckschule in Leverkusen.
5 Fazit, Kritische Würdigung und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse sowie ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung von PPP in Deutschland.
Public Private Partnership, PPP, Projektfinanzierung, Neoinstitutionelle Theorien, Transaktionskostentheorie, Prinzipal-Agenten-Theorie, Property Rights-Theorie, Risikomanagement, Forfaitierung, Investition, Öffentlicher Hochbau, Leverkusen, Bismarckschule, Leverage-Effekt, Effizienzgewinn
Die Arbeit untersucht die Anwendung von Public Private Partnership-Modellen bei kommunalen Bauprojekten, insbesondere unter dem Fokus finanztheoretischer Aspekte.
Die zentralen Felder sind die Definition und Abgrenzung von PPP, die theoretische Fundierung durch die Neue Institutionenökonomie sowie die praktische Analyse von Finanzierungs- und Risikomodellen.
Das Ziel ist die Prüfung, ob die in der Theorie und Politik formulierten Ansprüche an Effizienz und Synergien bei PPP-Projekten in der praktischen Umsetzung, exemplarisch an der Bismarckschule Leverkusen, tatsächlich realisiert werden können.
Es wird eine Kombination aus Literaturanalyse (Sekundärquellen), Experteninterviews mit Projektbeteiligten sowie einer eigenen statistischen Erhebung unter PPP-Fachleuten verwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Institutionenökonomie und Projektfinanzierung sowie einen Praxisteil, der diese Theorien auf das Fallbeispiel "Bismarckschule" anwendet.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Public Private Partnership, Prinzipal-Agenten-Theorie, Risikoverteilung, Forfaitierung und Effizienzsteigerung geprägt.
Der Denkmalschutz stellte eine zentrale Herausforderung dar, da er einer kostengünstigen Standardsanierung entgegenstand und zur Wahl komplexer, individueller Sanierungslösungen zwang.
Der Autor stellt fest, dass in der untersuchten Praxis kein umfassender Risikotransfer stattfindet, da die Kommune bei der Forfaitierung wesentliche Risiken (z.B. Baukostenrisiko) behält.
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