Diplomarbeit, 2007
74 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Theorie des Krieges
2.1 Große Kriege versus Kleine Kriege
2.1.1 Partisan
2.1.2 Guerillero
2.1.3 Terrorist
2.2 Die Asymmetrisierung des Krieges
2.2.1 Asymmetrisierung aus Stärke
2.2.2 Asymmetrisierung aus Schwäche
2.3 Die Konfliktparteien
2.3.1 Israel
2.3.2 Palästinenser
2.3.3 Arabische Staaten
2.4 Internationale Interessenlagen
2.4.1 Die Vereinigten Staaten von Amerika
2.4.2 Die Sowjetunion
2.4.3 Die Vereinten Nationen
2.4.4 Großbritannien
2.4.5 Frankreich
2.4.6 Osteuropa
3. Israels Kriege
3.1 Die Suezkrise
3.1.1 Der Beginn der Krise
3.1.2 Der Sinaifeldzug
3.1.3 Bewertung
3.2 Der Sechs-Tage Krieg von 1967
3.2.1 Die Krise Mitte der 60er Jahre
3.2.2 Der Juni-Krieg
3.2.3 Bewertung
3.3 Der Krieg gegen die palästinensische Guerilla
3.3.1 Die Entstehung des palästinensischen Widerstandes
3.3.2 Aufstieg der Fedayin
3.3.3 Die Palestine Liberation Organization (PLO)
3.3.4 El Fatah
3.3.5 Der Kampf gegen die Fedayin – die israelische Konterguerilla
3.3.6 Der Terror bei den Olympischen Spielen in München 1972
3.3.7 Bewertung
4. Fazit und Ausblick
5. Literaturverzeichnis
Diese Arbeit untersucht die gewaltsamen Auseinandersetzungen Israels seit seiner Staatsgründung im Hinblick auf politikwissenschaftliche Kriegstheorien, um zu klären, ob es sich um klassische zwischenstaatliche Konflikte oder asymmetrische Formen der Gewaltanwendung handelt.
2.1.1 Partisan
Carl Schmitt hat in seiner Theorie des Partisanen grundlegende Merkmale irregulärer Kämpfer definiert. Ausgangspunkt seiner Betrachtungen ist der Kleinkrieg zu Beginn des 19. Jahrhunderts, den spanische Kämpfer gegen die französischen Truppen unter Napoleon führten. Hier standen sich zum ersten Mal das Volk und eine reguläre Armee als Feinde gegenüber. Dadurch entwickelten sich völlig neue Formen des Krieges, die bis heute die Wissenschaft beschäftigen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei der Partisan. Es sind vier wesentliche Merkmale, anhand derer Schmitt den Partisanen beschreibt. Das erste Merkmal ist die Irregularität, die den Partisanen von einem Angehörigen einer regulären Armee unterscheidet. Reguläre Truppen tragen eine Uniform und zeigen offen ihre Waffen. Der Partisan tut dies nicht, sondern er nutzt die Gelegenheit aus, sich unter der Zivilbevölkerung frei zu bewegen und unterzutauchen, wodurch für den Feind die Trennung zwischen Kombattanten und Nicht-Kombattanten aufgehoben wird. Hier zeigt sich der Unterschied zwischen Legalität und Legitimität: Indem der Partisan seine Heimat gegen einen Feind verteidigt und dabei die weitgehende Unterstützung der Bevölkerung besitzt – dem so genannten interessierten Dritten – kann sein Handeln als legitim bezeichnet werden. Deshalb bewegt er sich aber nicht in der Legalität. Völkerrechtlich werden einige Kategorien irregulärer Kämpfer den regulären Streitkräften gleichgestellt. So haben sie beispielsweise Anspruch auf besondere Behandlung als Kriegsgefangene und Verwundete, falls sie in die Gewalt des Feindes geraten. Diese Rechtsauffassung wurde in der Haager Landkriegsordnung vom 18. Oktober 1907 kodifiziert. Hier werden Milizen, Freikorps und Kämpfer spontaner Volksbewegungen unter bestimmten Bedingungen den regulären Streitkräften gleichgestellt.
1. Einleitung: Einführung in die historische Entstehung Israels und die Forschungsfrage nach der Art der Gewaltanwendung im Nahostkonflikt.
2. Die Theorie des Krieges: Theoretische Herleitung der Begriffe Krieg, Partisan, Guerilla und Terrorist sowie Erläuterung der Asymmetrisierung von Konflikten.
3. Israels Kriege: Detaillierte Fallstudien zu den zentralen Konflikten (Suezkrise, Sechs-Tage-Krieg) und der Auseinandersetzung mit der palästinensischen Guerilla.
4. Fazit und Ausblick: Wissenschaftliche Einordnung der identifizierten Gewaltformen und Reflexion über die zukünftige Entwicklung des Konfliktes.
5. Literaturverzeichnis: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Sekundärliteratur zur Arbeit.
Nahostkonflikt, Israel, Palästina, Guerilla, Terrorismus, Asymmetrische Kriegsführung, Partisan, Fedayin, Sechs-Tage-Krieg, Suezkrise, Clausewitz, Nahal-Dörfer, Sicherheitsstrategie, Konter-Guerilla, Gewaltanwendung.
Die Arbeit analysiert die kriegerischen Auseinandersetzungen Israels seit 1948 unter dem Aspekt der politikwissenschaftlichen Theorie, um die spezifischen Gewaltformen im Nahostkonflikt zu identifizieren.
Thematisiert werden die theoretische Definition von Kriegen, die Asymmetrisierung von Konflikten, die Interessen der regionalen Akteure sowie spezifische Kriege wie die Suezkrise und der Sechs-Tage-Krieg.
Die zentrale Frage ist, ob die kriegerischen Konflikte Israels als klassische zwischenstaatliche Kriege oder als asymmetrische Gewaltanwendung einzustufen sind.
Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse, die theoretische Definitionen nach Clausewitz und Schmitt auf chronologische Fallstudien israelischer Konflikte anwendet.
Der Hauptteil befasst sich mit der Typologisierung von Kombattanten, der Rolle der internationalen Interessen und detaillierten Analysen der Suezkrise sowie des Kampfes gegen die palästinensische Guerilla.
Wichtige Begriffe sind Nahostkonflikt, Asymmetrische Kriegsführung, Guerilla, Terrorismus, Fedayin und israelische Sicherheitspolitik.
Weil die Krise zeigt, wie sich die Gewaltformen innerhalb eines Konflikts von kriminellen Infiltranten-Überfällen schrittweise bis hin zu einem regulären zwischenstaatlichen Krieg gegen Ägypten steigerten.
Die Wehrdörfer dienten als militärisches Sicherheitsnetz und Verbindung von militärischer Ausbildung mit landwirtschaftlicher Arbeit, um in Grenzregionen effektiv gegen einsickernde Guerillas vorzugehen.
Die Niederlage der arabischen Armeen entzog den Palästinensern die Hoffnung auf staatliche Befreiung, was die Organisationen wie Fatah stärkte und den Übergang zum bewaffneten Guerillakampf forcierte.
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