Diplomarbeit, 2005
72 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Allgemeine Charakterisierung von Medienunternehmen
2.2 Grundlagen des Controllings
3 Charakteristika der werbefinanzierten Fernsehwirtschaft und resultierende Anforderungen an das Controlling
3.1 Ökonomische Charakterisierung der werbefinanzierten Fernsehwirtschaft
3.1.1 Zielsystem
3.1.2 Leistungsfelder und relevante Absatzmärkte
3.1.3 Werbefinanzierte Fernsehsender als Dienstleistungs- und Produktionsbetrieb
3.1.4 Kostenstruktur und Finanzierungsmöglichkeiten
3.2 Anforderungen an das Controlling in der werbefinanzierten Fernsehwirtschaft
4 Einsatz ausgewählter Controlling-Instrumente in der werbefinanzierten Fernsehwirtschaft
4.1 Controllingrelevante Bereiche und geeignete Instrumente
4.1.1 Geschäftssystem des Fernsehsenders RTL
4.1.2 Programm-Controlling
4.1.3 Werbezeiten-Controlling
4.2 Darstellung ausgewählter Controlling-Instrumente
4.3 Deckungsbeitragsrechnung
4.3.1 Grundprinzipien
4.3.2 Einsatz der Deckungsbeitragsrechnung im werbefinanzierten Fernsehunternehmen
4.3.3 Kritische Betrachtung der Deckungsbeitragsrechnung
4.4 Target Costing
4.4.1 Grundprinzipien
4.4.2 Einsatz des Target Costing im werbefinanzierten Fernsehunternehmen
4.4.3 Kritische Betrachtung des Target Costing
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern Controlling-Instrumente, die ursprünglich für die Industrie konzipiert wurden, auf die spezifischen Anforderungen werbefinanzierter Fernsehunternehmen übertragbar sind, um eine effiziente Programmplanung und erlösmaximierte Vermarktung zu gewährleisten.
3.1.2 Leistungsfelder und relevante Absatzmärkte
Das Leistungsspektrum von werbefinanzierten Fernsehunternehmen umfasst vier Hauptleistungsfelder (RfStV 1991, § 2):
Programmerstellung bzw. –beschaffung,
Programmplanung,
Technische Distribution,
Programmvermarktung / Verkauf von Werbezeiten.
Über ökonomische Erwägungen hinaus ist jedoch bei der Programmerstellung zu berücksichtigen, dass laut Rundfunkstaatsvertrag neben dem öffentlich-rechtlichen auch der private Rundfunk der freien individuellen und öffentlichen Meinungsbildung und Meinungsvielfalt verpflichtet ist (RfStV 1991, Präambel).
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit spezifischer Controllingkonzepte in der Medienbranche angesichts verschärften Wettbewerbs und Kostendrucks.
2 Grundlagen: Es erfolgt eine Definition von Medienunternehmen sowie eine theoretische Einordnung des Controllings in das Führungssystem einer Unternehmung.
3 Charakteristika der werbefinanzierten Fernsehwirtschaft und resultierende Anforderungen an das Controlling: Dieses Kapitel arbeitet die ökonomischen Besonderheiten von TV-Sendern heraus, wie das Zwei-Märkte-Modell, und leitet daraus spezifische Steuerungsanforderungen ab.
4 Einsatz ausgewählter Controlling-Instrumente in der werbefinanzierten Fernsehwirtschaft: Hier werden die Deckungsbeitragsrechnung und das Target Costing als Instrumente für Programm- und Werbezeiten-Controlling auf ihre Anwendbarkeit und Übertragbarkeit analysiert.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit zieht das Fazit, dass Controlling-Instrumente zur Koordination und Transparenz beitragen, jedoch eine starke Anpassung an die branchenspezifischen Besonderheiten der Medien erfordern.
Controlling, Medienbranche, Werbefinanziertes Fernsehen, Deckungsbeitragsrechnung, Target Costing, Programmplanung, Werbezeitenvermarktung, Zielkostenmanagement, Zuschauerkontakte, Kostenstruktur, Kostenmanagement, Effizienzsteigerung, Marktorientierung.
Die Arbeit analysiert, wie etablierte Controlling-Instrumente, die meist aus der Industrie stammen, auf werbefinanzierte Fernsehunternehmen übertragen werden können, um deren spezifische wirtschaftliche Herausforderungen zu meistern.
Im Fokus stehen die ökonomischen Charakteristika des TV-Marktes, insbesondere die Besonderheit der doppelten Absatzmarktorientierung (Zuschauer- und Werbemarkt), sowie die methodische Anwendung von Kostenmanagementsystemen.
Das Ziel ist die Prüfung der Anwendbarkeit bekannter Controlling-Konzepte auf werbefinanzierte Sender, um die Entscheidungsqualität in der Programmplanung und bei der Werbevermarktung zu erhöhen.
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die exemplarische Anwendung betriebswirtschaftlicher Methoden wie der Deckungsbeitragsrechnung und des Target Costing anhand von Fallbeispielen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ökonomische Charakterisierung der Branche, gefolgt von einer detaillierten Analyse und kritischen Betrachtung der Deckungsbeitragsrechnung und des Target Costing im Kontext spezifischer TV-Produktionen.
Die Kernbegriffe umfassen Controlling, Werbefernsehen, Deckungsbeitragsrechnung, Target Costing, Zielkosten, Programmplanung und Medientechnologie.
Target Costing ermöglicht es, Kosten bereits in der frühen Entwicklungsphase einer Sendung (z.B. bei der Drehbucherstellung) marktkonform zu planen, anstatt erst nach der Entstehung auf Kostenabweichungen zu reagieren.
Die größte Hürde stellt die Immaterialität der Medienprodukte dar, da es schwierig ist, den wahrgenommenen Nutzen für Zuschauer und Werbekunden präzise zu erfassen und monetär zu bewerten.
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