Examensarbeit, 2005
88 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1. Klärung des Begriffes „Armut“
1.2 Definition des Begriffes „Armut“
1.1.1 Absolute und relative Armut
1.1.2 Bekämpfte und verdeckte Armut
1.1.3 Materielle, soziale und kulturelle Armut
2. Entstehung von Armut in unserer Gesellschaft
2.1 Zur Entstehung von Armut in unserer Gesellschaft
2.2 Welches sind die spezifischen Risikogruppen und wie kommen diese zustande?
2.2.1 Alleinerziehende
2.2.2 Familien mit Arbeitslosigkeit
2.2.3 Ausländische Familien / Familien nicht-deutscher Herkunft
2.2.4 Kinderreiche Familien / Familien mit Kindern
2.3. Definition des Begriffes „Kinderarmut“
3. Mögliche Folgen von Armut und deren Auswirkung auf Kinder
3.1 Mögliche psychische Unterversorgungen
3.2 Mögliche physische Unterversorgungen
3.3 Wie wirken sich die materiellen Einschränkungen auf das Sozialverhalten eines Kindes aus?
3.4 Mögliche Defizite im Bereich der Bildung
4. Konsum in der heutigen Gesellschaft
4.1 Definition des Begriffes „Konsum“
4.2 Kinder als Konsumenten
4.2.1 Was bedeutet Konsum für Kinder?
4.2.2 Wichtige Statussymbole
4.2.3 Was bedeutet Konsum für arme Kinder?
5. Zusammenführung der beiden Themenbereiche „Kinderarmut“ und „Konsum“
6. Behandlung des Themas „Kinderarmut und Konsum“ im Sachunterricht
6.1 Möglichkeiten und Probleme bei der Behandlung des Themas „Kinderarmut und Konsum“ unter Berücksichtigung sachunterrichtsdidaktischer Literatur
6.2 Betrachtung der Erprobungserfassung des Lehrplans NRW von 2003 unter Einbezug des alten Lehrplanes NRW von 1985
6.3 Die Bedeutung politischen Lernens im Sachunterricht
6.4 Einige Unterrichtsvorschläge zum Thema „Kinderarmut und Konsum“
6.4.1 Unterrichtsgespräch
6.4.2 Arbeit mit Kinderliteratur
6.4.3 Rollenspiel
7. Schlussbetrachtung
Diese Arbeit untersucht die Relevanz und Möglichkeiten einer Thematisierung von Kinderarmut und Konsum im Sachunterricht der Primarstufe. Ziel ist es, angehenden Lehrkräften Wege aufzuzeigen, wie diese komplexen, oft tabuisierten Themen sensibel und altersgerecht behandelt werden können, um bei Schülern ein Bewusstsein für soziale Unterschiede und Konsumdruck zu schaffen.
1.1 Definition des Begriffes „Armut“
Eine absolut verbindliche Definition des Begriffes „Armut“, im Sinne einer Allgemeingültigkeit, existiert nicht. Bei der Durchsicht der wissenschaftlichen Literatur, die sich mit dem Thema Armut beschäftigt, sticht die Fülle an Definitionen zu diesem Themenkomplex sofort ins Auge. Hieraus resultiert, dass es eine allgemeingültige Definition nicht gibt. Wer arm ist und was unter Armut verstanden wird, ist in der öffentlichen, politischen, sowie in der wissenschaftlichen Diskussion umstritten. Fest steht jedoch, dass „Armut kein neues, sondern ein uraltes Phänomen ist, dessen Erscheinungsformen sich allerdings im Laufe der Menschheitsgeschichte tiefgreifend verändert haben“.
Einig ist man sich in der Wissenschaft dennoch darüber, dass bei der Definition von Armut „zunächst zwischen absoluter und relativer Armut unterschieden werden muss“. Unter Berücksichtigung dieser Unterscheidung liegt die relative Armut in Deutschland dann vor, „wenn Menschen das sozial-kulturelle Existenzminimum unterschreiten“.
In der Armutsforschung herrscht also weitestgehend Einigkeit darüber, dass die absolute Armut, womit das Leben unterhalb des physischen Existenzminimums verstanden wird, in hochentwickelten Gesellschaften, wie der Bundesrepublik Deutschland nicht vorliegt. Vielmehr gilt Armut hier als ein relatives Phänomen. Weiterhin steht fest, dass unter Armut nicht nur der Mangel an finanziellen Ressourcen zu verstehen ist. „Armut ist mehr, als wenig Geld zu haben. Sie beraubt Menschen ihrer materiellen Unabhängigkeit und damit der Freiheit, selbst über ihr Schicksal zu entscheiden“.
1. Klärung des Begriffes „Armut“: Dieses Kapitel erläutert die Vielschichtigkeit von Armut, differenziert zwischen absoluter und relativer Armut und betrachtet verschiedene Facetten wie materielle, soziale und kulturelle Unterversorgung.
2. Entstehung von Armut in unserer Gesellschaft: Hier werden zentrale Ursachen für Armut, wie Arbeitslosigkeit und strukturelle Faktoren, analysiert sowie spezifische Risikogruppen wie Alleinerziehende und kinderreiche Familien identifiziert.
3. Mögliche Folgen von Armut und deren Auswirkung auf Kinder: Dieses Kapitel untersucht, wie materielle Armut die psychische und physische Entwicklung sowie das Sozialverhalten und die Bildungschancen von Kindern negativ beeinflussen kann.
4. Konsum in der heutigen Gesellschaft: Hier wird der Bereich des Konsums definiert und die Rolle von Kindern als Konsumenten sowie die wachsende Bedeutung von Statussymbolen im Grundschulalter analysiert.
5. Zusammenführung der beiden Themenbereiche „Kinderarmut“ und „Konsum“: Dieses Kapitel legt die Wechselwirkung zwischen finanzieller Armut und dem Konsumverhalten dar und begründet, warum diese Bereiche als gemeinsamer Themenkomplex im Unterricht behandelt werden sollten.
6. Behandlung des Themas „Kinderarmut und Konsum“ im Sachunterricht: Dieses Kapitel bietet eine didaktische Einordnung, analysiert Lehrpläne und stellt konkrete Unterrichtsmethoden wie das Unterrichtsgespräch, die Arbeit mit Kinderliteratur und Rollenspiele vor.
7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert, dass eine integrierte Behandlung von Kinderarmut und Konsum im Sachunterricht notwendig ist, um Kindern einen reflektierten Umgang mit gesellschaftlichem Druck zu ermöglichen.
Kinderarmut, Konsum, Sachunterricht, Soziale Ausgrenzung, Armutsrisiko, Statussymbol, politische Bildung, Grundschule, relative Armut, materielle Unterversorgung, Peer-Groups, Konsumdruck, Chancengleichheit, Bildungsdefizite, Soziale Lage
Die Hausarbeit befasst sich mit der wachsenden Problematik der Kinderarmut in Deutschland und deren Verknüpfung mit dem Thema Konsum im Kontext des Sachunterrichts in der Grundschule.
Die zentralen Themen sind die Definition und Ursachen von Armut, die Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern, das Konsumverhalten von Kindern und die Möglichkeiten der pädagogischen Vermittlung dieser Themen.
Ziel ist es zu untersuchen, wie angehende Lehrkräfte die Themen Kinderarmut und Konsum als zusammenhängenden Themenkomplex sachgemäß und sensibel im Grundschulunterricht behandeln können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die aktuelle Forschungsergebnisse zur Kinderarmut und Konsumforschung sowie sachunterrichtsdidaktische Texte und Lehrpläne NRW auswertet.
Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Armut, deren psychische und physische Folgen für Kinder, die Bedeutung von Konsumgütern als Statussymbole sowie didaktische Lösungsansätze wie Unterrichtsgespräche und Rollenspiele.
Wichtige Begriffe sind Kinderarmut, Konsum, soziale Ausgrenzung, Statussymbole, politisches Lernen und soziale Benachteiligung.
Weil sich Kinderarmut in ihren spezifischen Erscheinungsformen und in ihrem Ausmaß deutlich von der Erwachsenenarmut unterscheidet und Kinder in einer besonderen Abhängigkeit von ihren erwachsenen Bezugspersonen stehen.
Die Arbeit schlägt den Einsatz von Mitteln der „Verfremdung“ vor, wie etwa die Arbeit mit Kinderbüchern oder historischen Vergleichen, damit betroffene Kinder nicht persönlich bloßgestellt werden.
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