Diplomarbeit, 2007
127 Seiten, Note: 1
Politik - Allgemeines und Theorien zur Internationalen Politik
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Fragestellung
1.3 Theoretische Einordnung des Themas
1.3.1 Grundsätzliches
1.3.2 Realismus
1.3.2.1 Der Neorealismus
1.3.3 Konstruktivismus
1.4 Methodische Annäherung an die Problemstellung
1.4.1 Grundsätzliche Überlegungen
1.4.2 Charakter und Methoden moderner Zukunftsforschung
1.4.2.1 Szenarien
1.4.2.2 Trendanalyse
2 Global strategische Entwicklungen bis ins Jahr 2030
2.1 Demographische Entwicklungen
2.1.1 Ableitungen aus dem Trendfeld Demographische Entwicklungen global
2.1.2 Ableitung aus dem Trendfeld Demographische Entwicklungen für Europa
2.1.3 Ableitungen aus dem Trendfeld Demographische Entwicklungen für die Streitkräfte
2.2 Trendfeld Umwelt und Ressourcen
2.2.1 Ableitungen aus dem Trendfeld Umwelt & Ressourcen global
2.2.2 Ableitungen aus dem Trendfeld Ressourcen & Umwelt für Europa
2.2.3 Ableitungen aus dem Trendfeld Umwelt & Ressourcen für die Streitkräfte
2.3 Trendfeld Wissenschaft & Technologie
2.3.1 Ableitungen aus dem Trendfeld Wissenschaft & Technologie global
2.3.2 Ableitung aus dem Trendfeld Wissenschaft & Technologie für Europa
2.3.3 Ableitungen aus dem Trendfeld Wissenschaft & Technologie für die Streitkräfte
2.4 Trendfeld Wirtschaftliche Entwicklung
2.4.1 Ableitungen aus dem Trendfeld Wirtschaftliche Entwicklung global
2.4.2 Ableitungen aus dem Trendfeld Wirtschaftliche Entwicklung für Europa
2.4.3 Ableitungen aus dem Trendfeld Wirtschaftliche Entwicklung für die Streitkräfte
2.5 Kulturelle und Gesellschaftliche Entwicklungen
2.5.1 Ableitungen aus dem Trendfeld Kulturelle und Gesellschaftliche Entwicklungen global
2.5.2 Ableitungen aus dem Trendfeld Kulturelle und Gesellschaftliche Entwicklungen für Europa
2.5.3 Ableitungen aus dem Trendfeld Kulturelle und Gesellschaftliche Entwicklungen für die Streitkräfte
2.6 Trendfeld Politische Entwicklungen
3 Die multipolare Welt des 21. Jahrhunderts
3.1 Eine neue Struktur des internationalen Systems
3.1.1 Die Weltordnung nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes
3.1.2 Die Weltordnung des 21. Jahrhunderts
3.1.2.1 Die Entwicklung geopolitisch relevanter Akteure
3.1.2.2 Ökonomische Regionalisierung und politischer Regionalismus
3.2 Tendenzen der Machtpolitik im 21. Jahrhundert
3.2.1 Szenarien der Multipolarität
3.2.1.1 „Fünf Freunde“ (kooperative Multipolarität)
3.2.1.2 Die chinesische Mauer (konfrontative Multipolarität I)
3.2.1.3 „Jeder gegen Jeden“ (konfrontative Multipolarität II)
3.3 Die Weltpolitik des 21. Jahrhunderts aus (neo-)realistischer und konstruktivistischer Sicht
3.3.1 Der neorealistische Ansatz
3.3.1.1 Globalisierung und Regionalisierung in der Logik neorealistischer Theorie
3.3.2 Der konstruktivistische Ansatz
4 Ableitungen aus den Szenarien der Weltpolitik des 21. Jahrhunderts für die Europäische Union - Parameter des modernen Risikobildes
4.1 Mögliche Krisenräume
4.2 Nichtstaatliche Akteure
4.3 Der Wandel des Kriegsbildes
4.4 Asymmetrische Bedrohung
4.5 Die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen
4.6 Folgerungen aus den Parametern des modernen Risikobildes
4.6.1 Verschränkung von „innerer“ und „äußerer“ Sicherheit
4.6.2 Der umfassende Sicherheitsbegriff
4.6.3 Von segmentierter zu vernetzter Sicherheitspolitik
5 Die strategische Entwicklung Europas
5.1 Die Entwicklung der EU als Sicherheitsgemeinschaft bis heute
5.1.1 Die Anfänge der außen- und sicherheitspolitischen Zusammenarbeit
5.1.2 Der Vertrag über die Europäische Union von Maastricht
5.1.3 Der Vertrag von Amsterdam
5.1.4 Weitere Entwicklungsschritte der außen- und sicherheitspolitischen Zusammenarbeit in der EU
5.2 Defizite der gegenwärtigen Sicherheitsarchitektur der EU
5.2.1 Defizite auf der Ebene der Gesamtstrategie
5.2.2 Militärische Schwäche
5.2.3 Kohärenz/politischer Wille
5.3 Konsequenzen aus den global strategischen Rahmenbedingungen für Europa
5.3.1 Gemeinsame Verteidigung (inklusive einer europäischen Raketenabwehr)
5.3.2 Globale Interventionsfähigkeit
5.3.3 Dimension der inneren Sicherheit der EU
5.3.4 Definition europäischer Interessen
5.4 Mögliche Szenarien der Entwicklung der EU
5.4.1 Szenario 1: Titanic
5.4.2 Szenario 2: Methode Monnet
5.4.3 Szenario 3: Geschlossenes Kerneuropa
5.4.4 Szenario 4: Offener Gravitationsraum
5.4.5 Szenario 5: Supermacht Europa
5.4.6 Überprüfung der Eignung der Szenarien
5.5 Schlussfolgerungen
6 Zusammenfassung/Schlussfolgerungen
Die Diplomarbeit untersucht den Einfluss globaler strategischer Entwicklungen auf die Sicherheitspolitik der Europäischen Union sowie auf die Fähigkeiten europäischer Streitkräfte bis zum Jahr 2030. Ziel ist es, auf Basis von Trendanalysen und Szenarientechnik zukunftsrobuste Handlungsoptionen für die europäische Sicherheitsarchitektur abzuleiten, um den Herausforderungen einer multipolaren Weltordnung begegnen zu können.
1.1 Problemstellung
Schon immer wollten die Menschen wissen, wie die Zukunft aussieht. Vor allem die herrschenden oder die politischen Eliten waren bestrebt die Zukunft zu kennen, um ihr Handeln so zu gestalten, dass ihre Reiche sicherer wurden und überlebten. Vom Orakel von Delphi im antiken Griechenland über Nostradamus in der Neuzeit bis heute versuchen die Menschen mit allen möglichen Mitteln die Zukunft zu ergründen. Jedoch ist die Zukunft eine Dimension, die wir nicht beeinflussen können.
Auf der anderen Seite müssen Regierende Planungsgrundlagen haben, um die staatlichen Instrumente zukunftstauglich zu machen. Das heißt, sie brauchen zukunftsrobuste Strategien, um diese Instrumente so auszugestalten, dass sie den Anforderungen und Herausforderungen der Zukunft gerecht werden. Eines dieser staatlichen Instrumente ist die konzeptive Gestaltung der Sicherheitspolitik und damit verbunden die der Sicherheits- und Streitkräfte.
Bei genauer Betrachtung wird rasch klar, dass insbesondere Streitkräfte einen relativ langen Planungshorizont benötigen. Dies ergibt sich deshalb, weil vor allem Streitkräfte sehr teures Großgerät mit langen Lebensdauerspannen betreiben. Dies sind z.B. Kriegsschiffe, Unterseeboote, Kampfflugzeuge, Transportflugzeuge, Panzer etc., deren Lebensdauer auf 30 bis 50 Jahre ausgelegt ist.
Die langfristige strategische Planung ist deshalb von solcher Wichtigkeit, da die Anpassung an die Anforderungen der Zukunft nicht mit kurzfristigen „Ad-hoc“-Maßnahmen möglich ist, und vor dem Hintergrund schrumpfender Verteidigungsbudgets in Europa ist es von eminenter Bedeutung abzuschätzen, welche Aufgaben Streitkräfte in 25 – 30 Jahren haben werden, um nicht jetzt in militärisches Gerät zu investieren, das dann in der Mitte der Lebensdauer steht, aber den neuen Anforderungen in keiner Weise mehr gerecht wird.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit langfristiger strategischer Planung für Streitkräfte angesichts langer Lebenszyklen militärischer Großgeräte und definiert die zentrale Forschungsfrage nach dem Einfluss globaler Trends auf die EU-Sicherheitspolitik bis 2030.
2 Global strategische Entwicklungen bis ins Jahr 2030: Dieses Kapitel analysiert globale Langzeittrends in Bereichen wie Demographie, Umwelt, Technologie und Wirtschaft, um deren sicherheitspolitische Implikationen zu identifizieren.
3 Die multipolare Welt des 21. Jahrhunderts: Hier wird die strukturelle Entwicklung des internationalen Systems hin zu einer multipolaren Weltordnung untersucht und mittels Szenarien der Machtpolitik analysiert.
4 Ableitungen aus den Szenarien der Weltpolitik des 21. Jahrhunderts für die Europäische Union - Parameter des modernen Risikobildes: Dieses Kapitel arbeitet sicherheitspolitische Gemeinsamkeiten aus den Szenarien heraus und definiert Parameter eines modernen Risikobildes für Europa.
5 Die strategische Entwicklung Europas: Der Autor gibt einen Überblick über die Entwicklung der EU als Sicherheitsakteur, analysiert bestehende Defizite und leitet notwendige Konsequenzen für die Sicherheits- und Verteidigungspolitik ab.
6 Zusammenfassung/Schlussfolgerungen: Das abschließende Kapitel resümiert die Analyseergebnisse und betont die Notwendigkeit eines vernetzten, gesamtstaatlichen Sicherheitsansatzes für die EU.
Sicherheitspolitik, EU, Streitkräfte, Zukunftsforschung, Multipolarität, Globale Trends, Szenariomanagement, Neorealismus, Risikobild, Verteidigungspolitik, Strategische Planung, Global Governance, Asymmetrische Bedrohung, Interventionsfähigkeit, Sicherheitsarchitektur.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen langfristiger globaler strategischer Trends auf die künftige sicherheitspolitische Ausrichtung der Europäischen Union und die erforderlichen Fähigkeiten ihrer Streitkräfte bis ins Jahr 2030.
Die Untersuchung deckt die Bereiche Demographie, Umwelt und Ressourcen, Wissenschaft und Technologie, wirtschaftliche Entwicklungen sowie politische Machtkonstellationen und deren sicherheitspolitische Folgen ab.
Das Ziel besteht darin, auf Basis einer fundierten Trendanalyse und der Entwicklung verschiedener Szenarien zukunftsrobuste Handlungspfade für die EU zu identifizieren, um als globaler Sicherheitsakteur handlungsfähig zu bleiben.
Der Autor verwendet eine qualitative Dokumenten- und Inhaltsanalyse in Verbindung mit Instrumenten der Zukunftsforschung, insbesondere der Szenarientechnik und der systematischen Trendanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse globaler Trends, die Untersuchung der multipolaren Weltordnung, die Herleitung eines modernen Risikobildes für die EU sowie eine kritische Bestandsaufnahme der europäischen Sicherheitsarchitektur und strategischen Entwicklung.
Kernbegriffe sind Sicherheitspolitik, Multipolarität, strategische Planung, Asymmetrische Bedrohung sowie der Wandel vom traditionellen zum vernetzten, umfassenden Sicherheitsbegriff.
Der Autor charakterisiert die EU als wirtschaftlich bedeutend, politisch jedoch als Akteur mit Defiziten, da nationale Interessenspolitik und mangelnde strategische Kohärenz einer globalen Handlungsfähigkeit im Wege stehen.
Es handelt sich um ein Szenario, in dem eine Gruppe von Mitgliedstaaten die Integration innerhalb des Vertragsrahmens der EU proaktiv vorantreibt, wobei anderen Staaten die Möglichkeit offensteht, sich diesem Prozess bei Erfüllung bestimmter Kriterien anzuschließen.
Der Autor empfiehlt Kleinstaaten, den Prozess der europäischen Integration proaktiv mitzugestalten, um im Rahmen der EU-Strukturen trotz begrenzter eigener Kapazitäten an der Gestaltung der zukünftigen Weltordnung mitwirken zu können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

