Diplomarbeit, 2002
84 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Allgemeine Lage in der Baubranche
1.2 Ziel und Aufbau dieser Arbeit
2 Projektmanagement in der Baubranche
2.1 Begriffsbestimmung
2.1.1 Projektbegriff
2.1.1.1 Definition - Projekt
2.1.1.2 Das Bauprojekt als Sonderform
2.1.1.3 Rechtliche Abgrenzung des Bauprojektes
2.1.1.4 Projektablauf für Bauprojekte
2.1.2 Projektsteuerung und Projektmanagement
2.1.2.1 Definition - Projektsteuerung
2.1.2.2 Definition - Projektmanagement
2.1.2.3 Anforderungen an softwareunterstütztes Projektmanagement
2.1.3 Projektmanagementsoftware
2.1.4 Internettechnologiebasierte Projektmanagement-Plattformen
2.2 Marktsegmente in der Baubranche
2.2.1 Marktsegmente im Vorlauf der Bauphase
2.2.2 Marktsegmente in der Bauphase
2.2.2.1 Der Bauherr
2.2.2.2 Der Architekt
2.2.2.3 Fachingenieure
2.2.2.4 Bauprojektmanagement-Fachleute
2.2.3 Marktsegmente in der Verwertungsphase
3 Forschungsdesign
3.1 Markterhebung
3.2 Kundenanalyse
3.2.1 Grundgesamtheit
3.2.2 Untersuchungsmethode
3.2.3 Fragebogen
3.2.4 Durchführung
3.2.5 Rücklaufquote
3.2.6 Verwendete Software
3.2.7 Auswertung
3.3 Marktübersicht iPMP auf dem deutschen Markt
3.3.1 Abgrenzung des Marktes
3.3.2 Marktzusammensetzung
3.3.3 Produktanalyse
3.3.3.1 4build
3.3.3.2 AEC/community
3.3.3.3 BGS NETplan
3.3.3.4 Conetics-Projektraum
3.3.3.5 conject-Plattform
3.3.3.6 IBAS
3.3.3.7 PlanNet
3.3.3.8 Procoon
3.3.3.9 projectSphere
3.3.3.10 SIDOUN NetBAU
4 Fazit
4.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
4.2 Schlussfolgerung und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht die Potenziale und Anforderungen internettechnologiebasierter Bau-Projektmanagement-Plattformen (iPMP), um die Effizienz in der Bauabwicklung zu steigern. Ziel ist es, praxisrelevante Anhaltspunkte für die Optimierung solcher Plattformen unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse von Projektsteuerern zu liefern, basierend auf einer fundierten Marktanalyse und Kundenbefragung.
2.1.1.1 Definition - Projekt
Projekte sind nicht erst seit dem Zeitalter der Industrialisierung bekannt. Die Bauwerke der Antike, die vielen unglaublichen Tempelanlagen der Mayas und nicht zu vergessen, die große, steinerne Mauer in China, sind heute noch der Inbegriff einer systematischen Planung und Projektierung von kompliziertesten Bauvorhaben.
Heute beschränken sich Projekte natürlich nicht mehr nur auf Bauvorhaben, sondern auch weite Teile komplexer Forschung sind ohne eine moderne und zusammenhängende Projektierung nicht mehr realisierbar.
Mit Zunahme des methodischen Einsatzes der Computertechnologie Ende der fünfziger Jahre „ ... begann in den USA ... die [Anm. des Verf.] Entwicklung der Netzplantechnik und setzte sich wenige Jahre später auch im deutschsprachigen Raum fort.“
Um eine bessere Vereinheitlichung der unterschiedlich verwendeten Begriffe zu erreichen, wurde 1967 ein eigens für Netzplantechnik zuständiger Ausschuss ins Leben gerufen, der für den deutschen Normenausschuss die DIN 69901 erarbeitete.
In der DIN 69901 wird ein Projekt definiert als ein „Vorhaben, das im wesentlichen durch Einmaligkeit der Bedingung in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie z.B.
- Zielvorgabe
- zeitliche, finanzielle, personelle und andere Begrenzungen
- Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben
- projektspezifische Organisation“.
Aufbauend auf dieser allgemeinen Begriffsbestimmung existieren in der Praxis ergänzende, aber auch differenzierende Definitionen. Im folgenden soll deshalb die unterschiedliche Betrachtung des Begriffs Projekt durch R. Seeling einerseits und E. Wischnewski andererseits als Beispiel dienen.
Seeling beschreibt das Projekt als eine Aufgabe, bei der mit begrenzten Ressourcen ein Ziel erreicht werden soll, für welches bereits im Vorfeld ein Anfangszeitpunkt und ein Endzeitpunkt vorgegeben wird.
1 Einleitung: Beschreibt die rezessive Lage der Baubranche und definiert das Ziel der Arbeit, praxisrelevante Kriterien für iPMP zu erarbeiten.
2 Projektmanagement in der Baubranche: Liefert grundlegende Definitionen zum Projekt- und Managementbegriff und gibt einen Überblick über die Marktsegmente sowie softwareunterstütztes Projektmanagement.
3 Forschungsdesign: Detailierte Darstellung der methodischen Vorgehensweise bei der Kundenanalyse sowie eine umfangreiche Marktübersicht und Produktanalyse bestehender iPMP-Anbieter.
4 Fazit: Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich digitaler Projektmanagement-Lösungen.
Projektmanagement, Bauwirtschaft, iPMP, internettechnologiebasierte Bau-Projektmanagement-Plattformen, Projektsteuerung, Kundenanalyse, Marktanalyse, Softwarearchitektur, GAEB, DMS, Projektkommunikation, Bauablaufoptimierung, Modullösung, Komplettsystem, IT im Bauwesen.
Die Arbeit befasst sich mit der vergleichenden Analyse von internettechnologiebasierten Bau-Projektmanagement-Plattformen (iPMP) auf dem deutschen Markt und deren Einsatzmöglichkeiten für Projektsteuerer.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung des Projektmanagements im Bauwesen, die Durchführung einer Kundenbefragung unter Projektsteuerern sowie der detaillierte Vergleich von Software-Anbietern.
Ziel ist die Bereitstellung praxisrelevanter Anhaltspunkte für die Optimierung von iPMP, um den steigenden Anforderungen an einen effizienteren Bauablauf gerecht zu werden.
Der Autor wählte eine internetgestützte, schriftliche Befragung der Zielgruppe (Projektsteuerer), ergänzt durch eine umfangreiche Markt- und Produktanalyse der führenden Systemanbieter.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Marktsegmentierung in der Baubranche sowie das Forschungsdesign mit der Kundenanalyse und der konkreten Produktanalyse.
Die Arbeit wird wesentlich geprägt durch Begriffe wie iPMP, Projektsteuerung, Bauwirtschaft, Software-Schnittstellen (insb. GAEB) und die Abwägung zwischen Modul- und Komplettsystemen.
Ein Bauportal ist für jeden angemeldeten Nutzer zugänglich und bietet allgemeine Dienstleistungen, während eine iPMP projektbezogen ist und den Zugriff auf vertrauliche Projektdaten über spezifische Rechte regelt.
Die GAEB-Schnittstelle ist ein zentrales Kriterium für die Produktbewertung, da sie den reibungslosen Datenaustausch von Leistungsverzeichnissen zwischen verschiedenen Softwarelösungen ermöglicht.
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