Forschungsarbeit, 2008
18 Seiten, Note: 1
Die Aufnahmegesellschaft in der Krise – Forschungsfragen
Historischer Rückblick – Immigration Deutschland
Einfluss der Türkei auf den Migrationsschub nach Deutschland
Entstehung von „ethnischen Kolonien“
„Ethnische Kolonien“ im Heute
Integrationsmodelle und Integrationsbarrieren
Multikulturelle Bildungspolitik
Kritik und Anregungen des Autors
Immigration in den Niederlanden
1. Post-koloniale Immigration
2. Arbeitermigration
3. Politische Immigration
Drei Phasen der Regierungsmaßnahmen
Multikulturelle Niederlande und die Grenzen der Toleranz
Empirischer Teil
Methode
Tabellen und Interpretation
Resümee
Die Arbeit untersucht die Krise der multikulturellen Gesellschaft in Deutschland und den Niederlanden, indem sie historische Zuwanderungsprozesse analysiert und eine empirische Inhaltsanalyse zur medialen Darstellung von Migration und Integration auf den Fernsehsendern ATV und PRO7 durchführt, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Berichterstattung aufzudecken.
Entstehung von „ethnischen Kolonien“
Ab Beginn der 70er Jahre entstanden durch diese Niederlassungsprozesse der Gastarbeiter sogenannte „ethnische Kolonien“ in Deutschland. Dabei handelte es sich um Konzentrationen in innerstädtischen Sanierungsgebieten und Stadtvierteln, in denen bereits die sozial schwache einheimische Bevölkerung lebte. Diese räumlichen Trennungen in Ballungszentren sind aber keineswegs aufgrund von Segregationsbestrebungen der Gastarbeiter entstanden. Versuche der Politik, diesen Konzentrationen entgegen zu wirken, scheiterten kläglich. Die Widerstände gegen die Steuerungsversuche waren zu stark.
Die Aufnahmegesellschaft in der Krise – Forschungsfragen: Einführung in die Problematik der Integrationskrise und Vorstellung des theoretischen Rahmens von Stefan Luft.
Historischer Rückblick – Immigration Deutschland: Darstellung der Anwerbepolitik seit den 60er Jahren und der daraus resultierenden, ungeplanten Kettenwanderung.
Einfluss der Türkei auf den Migrationsschub nach Deutschland: Untersuchung der ökonomischen und sozialen Faktoren, die zu einer dauerhaften Zuwanderung aus der Türkei führten.
Entstehung von „ethnischen Kolonien“: Erläuterung der räumlichen Konzentration von Zuwanderern in Ballungszentren und dem Scheitern politischer Gegensteuerungsmaßnahmen.
„Ethnische Kolonien“ im Heute: Analyse der Verfestigung sozialer Entmischung und der damit verbundenen Bildungsproblematiken in Ballungsräumen.
Integrationsmodelle und Integrationsbarrieren: Diskussion der Unterschiede zum amerikanischen Integrationsmodell und der Entstehung von „Mobilitätsfallen“.
Multikulturelle Bildungspolitik: Kritik an den Ansätzen zur Bewahrung kultureller Identitäten, die den Bildungserfolg und die Integration behindert haben.
Kritik und Anregungen des Autors: Zusammenfassung der Forderungen von Stefan Luft für eine gestärkte Integrationspolitik und ein besseres Bildungswesen.
Immigration in den Niederlanden: Überblick über die post-koloniale Zuwanderung, Arbeitermigration und politische Migration in den Niederlanden.
Drei Phasen der Regierungsmaßnahmen: Aufzeigung der historischen Entwicklung niederländischer Integrationspolitik von der Vernachlässigung bis zur Verpflichtung.
Multikulturelle Niederlande und die Grenzen der Toleranz: Hinterfragung des Scheiterns des Multikulturalismus im niederländischen Kontext.
Empirischer Teil: Durchführung einer Inhaltsanalyse der Fernsehberichterstattung von ATV und PRO7 anhand von Sprechakten.
Methode: Erläuterung der Stichprobenauswahl und des Kategoriensystems mit 300 Variablen zur quantitativen Erhebung.
Tabellen und Interpretation: Präsentation der statistischen Ergebnisse und Diskussion der Signifikanz der erhobenen Daten.
Resümee: Fazit der empirischen Analyse, das die Tendenzen in der Berichterstattung der beiden Sender zusammenfasst.
Migration, Integration, Multikulturalismus, Gastarbeiter, ethnische Kolonien, Integrationskrise, Medienanalyse, Sprechakte, Deutschland, Niederlande, Inhaltsanalyse, Zuwanderung, Bildungsdefizite, politische Debatte, TV-Berichterstattung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Krise der multikulturellen Gesellschaft in Deutschland und den Niederlanden und untersucht, wie Medien über Migration und Integration berichten.
Im Fokus stehen die historische Zuwanderungsentwicklung, das Scheitern traditioneller Integrationsansätze, sowie eine vergleichende Analyse der medialen Berichterstattung.
Ziel ist es, die Gründe für die aktuelle Integrationskrise zu verstehen und empirisch zu prüfen, wie sich die Berichterstattung über Migranten in deutschen und österreichischen Fernsehsendern darstellt.
Die Autorin verwendete eine quantitative Inhaltsanalyse, bei der mittels einer Klumpenstichprobe rund 377 Sprechakte in Fernsehbeiträgen nach einem Kategoriensystem ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Migrationsgeschichte und Integrationspolitik in Deutschland und den Niederlanden sowie einen empirischen Teil zur Sprechaktanalyse.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Multikulturalismus, ethnische Kolonien, Integrationspolitik, Inhaltsanalyse und mediale Berichterstattung geprägt.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass ATV+ tendenziell ablehnender über Migration berichtet, während bei Pro7 Austria häufiger Versprechungen im Kontext von Integration zu beobachten waren.
Die Interpretation ist aufgrund der Vermengung der Akteure (Journalisten vs. interviewte Personen) und der teils geringen statistischen Signifikanz der erhobenen Daten erschwert.
Der Begriff, maßgeblich geprägt durch Paul Scheffer, beschreibt die kritische Sichtweise auf die gescheiterte Integration und die daraus resultierenden sozialen Spannungen in den Niederlanden.
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