Bachelorarbeit, 2005
39 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Begriffe
2.1.1. Intelligenz
2.1.2. Emotion
2.1.3. Lernen
2.1.4. Emotionales Schema und emotionale Prägungen
2.2. Emotionale Intelligenz
2.3. Soziale Intelligenz
2.4. Zusammenfassung
3. Zur Lernbarkeit emotional intelligenten Handelns in der klinischen Anwendung
3.1. Strategische Kurzzeittherapie
3.2. Emotionales Lernen als Kontrasterfahrung
3.3. Neurolinguistisches Programmieren
3.4. Der kognitive Ansatz nach Ellis
3.5. Therapiemanuale zur Verbesserung emotionaler Fertigkeiten
3.6. Zusammenfassung
4. Lernbarkeit emotionaler Intelligenz bei Gesunden
4.1. Trainingsmaßnahmen emotionaler Intelligenz bei Gesunden
4.2. Messung emotionaler Intelligenz
4.3. Erfolgskontrolle von Trainings emotionaler Intelligenz
4.3.1. Entwurf: Kontinuierliche Erfolgskontrolle
4.3.2. Entwurf: Querschnittserhebung
5. Zusammenfassung und Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretische und praktische Lernbarkeit von „emotionaler Intelligenz“ (EI), insbesondere im Hinblick auf kurzfristige Weiterbildungsmaßnahmen. Das primäre Ziel besteht darin, aus klinisch-psychologischen Erkenntnissen über emotionale Lernprozesse Implikationen für die Konzeption und Evaluation von EI-Trainings für gesunde Probanden abzuleiten.
3.1. Strategische Kurzzeittherapie
Sulz (1995) widmet in seinem Konzept zur strategischen Kurzzeittherapie ein Kapitel dem „emotionalen Lernen“. Dabei formuliert er zwei übergeordnete Lernziele: erstens, der „unteremotionale Mensch ... (soll lernen) ..., Zugang zu seinem natürlichen Repertoire an Gefühlen zu finden“, „der überemotionale Mensch lernt, seine Gefühle wieder in den natürlichen Funktionskontext einzubinden“ (S. 25).
Mit „überemotionaler Mensch“ meint Sulz Menschen, die kaum Kontrolle über ihre Gefühle haben. Seine therapeutischen Grundannahmen diesbezüglich sind emotionspsychologisch theoriekonform: Gefühle sind aus Wahrnehmungen, Erinnerungen und Bedürfnissen hervorgegangen und stellen eine verdichtete Interpretation der Situation dar, die einen Handlungsablauf mobilisiert (Sulz, 1995). Der Autor geht davon aus, dass gefühlsmäßige Reaktionen autonome Prozesse sind, die die „willkürliche Psyche“ entlasten, die mit der Informationsverarbeitung aller Situationskomponenten überfordert wäre. Er erläutert, dass die Signalwirkung der Emotion einer kognitiven Komponente bedarf, um als Gefühl identifiziert werden zu können (Sulz, 1994).
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung emotionaler Intelligenz in verschiedenen Arbeitsbereichen ein und thematisiert die Kontroverse um deren Lernbarkeit und wissenschaftliche Fundierung.
2. Theoretischer Hintergrund: Es erfolgt eine Definition grundlegender Begriffe wie Intelligenz, Emotion und Lernen sowie eine Erläuterung des Konzepts der emotionalen und sozialen Intelligenz.
3. Zur Lernbarkeit emotional intelligenten Handelns in der klinischen Anwendung: Dieser Abschnitt nutzt Erkenntnisse aus psychotherapeutischen Kurzzeitverfahren, um Bedingungen und Zeitrahmen für emotionale Lernprozesse zu verdeutlichen.
4. Lernbarkeit emotionaler Intelligenz bei Gesunden: Das Kapitel überträgt die Erkenntnisse auf die Arbeit mit Gesunden, diskutiert Trainingsansätze sowie Methoden zur Messung und Erfolgskontrolle von EI.
5. Zusammenfassung und Diskussion: Die Autorin fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die wissenschaftlichen Limitationen und bewertet die Möglichkeiten der Evaluation von Trainingsmaßnahmen.
Emotionale Intelligenz, emotionales Lernen, Kurzzeittherapie, Emotionsregulation, Coaching, Trainingsmaßnahmen, Evaluation, psychologische Diagnostik, Handlungskompetenz, Persönlichkeitsentwicklung, Emotionsevozierung, Kontrasterfahrung, Selbstmanagement, soziale Intelligenz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Frage, ob und wie „emotionale Intelligenz“ erlernt und in Trainings vermittelt werden kann, wobei insbesondere kurzfristige Maßnahmen kritisch betrachtet werden.
Zentral sind die theoretische Abgrenzung der emotionalen Intelligenz, der Transfer klinischer Erkenntnisse über Lernprozesse auf den Bereich der Weiterbildung sowie die Entwicklung geeigneter Evaluationsmethoden.
Das Hauptziel ist es, die Lernbarkeit von emotionaler Intelligenz kritisch zu beleuchten und fundierte Empfehlungen für die Gestaltung und Überprüfung von EI-Trainings für gesunde Teilnehmer zu geben.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle emotionspsychologische Ansätze und therapeutische Manuale ausgewertet werden, um Kriterien für die Lernbarkeit und Evaluation abzuleiten.
Der Hauptteil analysiert, wie in der klinischen Psychologie emotionale Prozesse verändert werden, und kontrastiert dies mit der Praxis und Evaluation von kommerziellen Trainings zur emotionalen Intelligenz.
Wesentliche Begriffe sind Emotionale Intelligenz, emotionales Lernen, Kurzzeittherapie, Emotionsregulation, Trainingsmaßnahmen, Evaluation und psychologische Diagnostik.
Die klinische Psychologie bietet validierte Verfahren für emotionale Lernprozesse, die als Vorbild oder Referenzpunkt dienen, um die oft weniger fundierten Konzepte kommerzieller EI-Trainings wissenschaftlich einzuordnen.
Die Autorin stuft allgemeine Trainings, die in wenigen Tagen das gesamte Konstrukt der emotionalen Intelligenz vermitteln wollen, aufgrund der Komplexität emotionaler Lernprozesse als unseriös ein.
Vorgeschlagen wird einerseits eine kontinuierliche Erfolgskontrolle zur Qualitätssicherung und andererseits ein wissenschaftliches Querschnittsdesign zur umfassenden Überprüfung der Wirksamkeit einer spezifischen Maßnahme.
Emotionale Intelligenz ist theoretisch lernbar, erfordert jedoch – analog zur Psychotherapie – eine zielgerichtete, individuelle Herangehensweise, ausreichende Übungszeit und eine Fokussierung auf spezifische Teilkompetenzen statt auf ein globales Konstrukt.
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