Masterarbeit, 2019
86 Seiten, Note: 1,7
1. Motivation und Problemstellung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Entwicklungen in der Krankenversicherungswirtschaft
2.2 Markttrends
3. Digitalisierung
3.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung
3.2 Digitalisiertes Geschäftsmodell
3.3 Digital angebundene Kunden
3.4 Big Data
3.5 Digitale Wertschöpfung
4. Wandel zur Gesundheitsversicherung
4.1 Service-dominant-logic-Perspektive
4.2 Wandel des Gesundheitsverständnisses
4.3 Serviceorientierte Geschäftsmodelle
4.3.1 Datenmanager
4.3.1.1 Business Analytics
4.3.1.2 Prozessmanagement
4.3.2 Gesundheitsmanager
4.3.2.1 Gesundheitsapps
4.3.2.2 Produktinnovationen
5. Grenzen der Digitalisierung
5.1 Datenschutz
5.1.1 Organisatorische Anforderungen
5.1.2 IT-Sicherheitsmanagement
5.2 Ethische Aspekte
5.2.1 Prinzip der Autonomie
5.2.2 Prinzip der Gerechtigkeit
6. Handlungsempfehlungen
Die Masterthesis untersucht den Einfluss der Digitalisierung auf die Krankenversicherungsbranche und analysiert, wie diese durch eine Transformation hin zu serviceorientierten Geschäftsmodellen eine Neuausrichtung vollziehen kann, unter Berücksichtigung rechtlicher und ethischer Rahmenbedingungen.
3.4 Big Data
Die Vermessung sämtlicher Arbeits- und Lebensbereiche führt zu einem exponentiellen Anstieg der verfügbaren Daten. Mittlerweile werden nahezu alle Lebensbereiche datentechnisch erfasst. Es ist prinzipiell möglich, Daten kontinuierlich aufzuzeichnen. Dies erfolgt vor allem durch smarte Geräte, welche Menschen bei der Aufzeichnung, Dokumentation, Archivierung und der Auswertung von Informationen entlasten sollen. Die produzierten Datenmengen werden im Regelfall nicht lokal gespeichert, sondern in elektronischen Netzwerken abgelegt. Dadurch stehen sie nicht nur der datenerhebenden Instanz, sondern prinzipiell auch anderen Akteuren zur Verfügung, welche diese Daten für eigene Zwecke nutzen und weiterverarbeiten können.
Angesichts der enormen Rechen-Leistung immobiler und mobiler Endgeräte sowie der gewaltigen Kapazitäten von Cloud-Diensten ist es möglich, Daten in Echtzeit zu erfassen, zu übermitteln und langfristig zu speichern. Sie sind damit ubiquitär verfügbar. An ihrer Erzeugung sind nicht nur Menschen, sondern auch Maschinen bzw. Algorithmen beteiligt. Die Daten werden somit durch Interaktionen zwischen Menschen und Maschinen produziert. Die neue Qualität zeigt sich überwiegend darin, dass unterschiedliche Datenquellen ausgeschöpft werden können und zunehmend auch der Bereich der privaten Lebensführung erfasst wird. Zudem fallen die Daten quasi „nebenbei“ an, wodurch es tendenziell möglich wird, Gesamtpopulationen – und nicht nur Stichproben – zu untersuchen.
1. Motivation und Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die Unschärfe des Digitalisierungsbegriffs und leitet die Notwendigkeit ab, diesen in der Versicherungswirtschaft zu präzisieren, um disruptive Chancen nutzen zu können.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die Historie des Versicherungsmarktes sowie die konservative Struktur der Branche beleuchtet, die sich nun langsam an digitale Innovationen anpasst.
3. Digitalisierung: Dieses Kapitel diskutiert den Digitalisierungsbegriff sowie die Bedeutung von Big Data und digitalen Kunden für die Transformation klassischer Versicherungsmodelle.
4. Wandel zur Gesundheitsversicherung: Fokus auf den Service-dominant-logic-Ansatz und die Neuausrichtung des Versicherers hin zum Gesundheitsmanager, der interaktiv mit dem Kunden interagiert.
5. Grenzen der Digitalisierung: Analyse der rechtlichen und ethischen Restriktionen wie DSGVO, IT-Sicherheit sowie Autonomie- und Gerechtigkeitsprinzipien bei der Datennutzung.
6. Handlungsempfehlungen: Zusammenfassung der Erkenntnisse mit konkreten Empfehlungen, wie Krankenversicherer durch agile Ansätze und neue Kooperationen erfolgreich transformieren können.
Digitalisierung, Big Data, Gesundheitswirtschaft, Krankenversicherung, SDL-Ansatz, Versicherungsprodukte, Datenschutz, Ethik, Geschäftsmodellinnovation, Service-dominant-logic, IT-Sicherheit, DSGVO, Kundenorientierung, Gesundheitsapps, Prozessautomatisierung
Die Arbeit befasst sich mit den Perspektiven und Grenzen der Digitalisierung in der Krankenversicherungsbranche und untersucht, wie Versicherer ihr Geschäftsmodell durch digitale Technologien und Serviceorientierung zukunftsfähig gestalten können.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der Digitalisierung, den Wandel hin zu serviceorientierten Geschäftsmodellen, die Nutzung von Big Data, rechtliche Herausforderungen (DSGVO) sowie ethische Aspekte wie Autonomie und Gerechtigkeit.
Das Ziel ist es, den Begriff Digitalisierung zu präzisieren und aufzuzeigen, wie Krankenversicherer ihre Rolle vom reinen Rechnungserstatter hin zum proaktiven Gesundheitsmanager weiterentwickeln können.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturrecherche, die den aktuellen Stand der Technik, neue Trends der Digitalisierung und konzeptionelle Ansätze wie die Service-dominant-logic (SDL) analysiert.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Transformation von Versicherungsmodellen durch den SDL-Ansatz, die Nutzung von Business Analytics und Prozessmanagement sowie die Bewältigung von Datenschutzanforderungen und ethischen Fragen.
Wichtige Begriffe sind Digitalisierung, Big Data, Krankenversicherung, SDL-Ansatz, Datenschutz, Ethik und Gesundheitsmanagement.
Die Arbeit argumentiert, dass Versicherungsprodukte austauschbar sind; echter Wettbewerbsvorteil entsteht nur durch die Konfiguration eines überlegenen Kundennutzens und die Bereitstellung individueller Services.
Die Arbeit identifiziert Zielkonflikte, da die DSGVO Datensparsamkeit und Zweckbindung fordert, während Big-Data-Anwendungen auf große, oft zweckungebundene Datenmengen für Mustererkennungen angewiesen sind.
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