Examensarbeit, 2005
106 Seiten, Note: 2,00
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Beziehung des Zisterzienserordens zu seinen Frauenklöstern. Sie untersucht an den Beispielen der Klöster Eberbach und Haina das Verhältnis dieser Klöster zu den umliegenden Frauenklöstern. Dabei werden die Gründung des Zisterzienserordens im Mittelalter, seine Wertvorstellungen, das Frauenbild sowie die Motivation der Stiftung und Gründung von Klöstern beleuchtet. Zudem werden die Blütezeit des Ordens und die Zeit der religiösen Frauenbewegung im 12. und 13. Jahrhundert in den Blick genommen, um das Verhältnis der Zisterzienser zu den Frauen in all seinen Facetten darzustellen.
Die Einleitung stellt die Fragestellung der Arbeit vor und beleuchtet den Stand der Forschung zum Verhältnis des Zisterzienserordens zu seinen Frauenklöstern. Das zweite Kapitel bietet einen geschichtlichen Hintergrund, indem es die Gründung des Zisterzienserordens, den Weg eines Klosters in den Orden sowie das Frauenbild des Mönchtums und die Mystik der Zisterzienser beleuchtet. Kapitel drei widmet sich dem Verhältnis der Zisterzienser zu den Nonnen, insbesondere im 12. und 13. Jahrhundert, und untersucht Berichte von Zeitgenossen sowie das Leben in den Frauenzisterzen. Das vierte Kapitel analysiert die Beziehungen der Klöster Eberbach und Haina zu den umliegenden Zisterzienserinnen und stellt die Geschichte der jeweiligen Klöster sowie die Frauenklöster in ihrer Umgebung dar.
Zisterzienserorden, Frauenklöster, Eberbach, Haina, Gründung, Inkorporation, Frauenbild, Mystik, Verhältnis, Zeitgenossen, Klosterleben, Visitationsberichte, territorialer Herrschaftsanspruch, Statuta Capitolorum Generalium Ordinis Cisterciensis.
Das Verhältnis war zwiespältig: Einerseits gab es den Drang zur Kontrolle und Integration der religiösen Frauenbewegung, andererseits sahen Mönche in Frauen oft eine Gefahr für ihr Seelenheil.
Eberbach im Rheingau und Haina in Nordhessen fungierten als wichtige Männerklöster, die eine Vielzahl von umliegenden Frauenklöstern beaufsichtigten und geistlich leiteten.
Der Vaterabt eines Männerklosters war für die Visitation und die Überwachung der Disziplin in den ihm untergeordneten Frauenklöstern verantwortlich.
Getrieben von der religiösen Frauenbewegung des 12./13. Jahrhunderts suchten viele Frauen nach einem Leben in Armut, Keuschheit und klösterlicher Gemeinschaft nach zisterziensischem Vorbild.
Frauenklöster waren oft stärker von externer männlicher Leitung (Beichtväter, Äbte) abhängig und hatten weniger Autonomie in wirtschaftlichen und liturgischen Fragen.
Dazu zählten unter anderem Gottesthal im Rheingau, Marienhausen-Aulhausen, Tiefenthal und verschiedene Klöster in Mainz und Worms.
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