Bachelorarbeit, 2015
63 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Begriffserklärungen
2.1 Psychodynamik
2.2 Tod
2.2.1 Biologistisch-materialistisches Todeskonzept
2.2.2 Metaphysisch-spirituelles Todeskonzept
2.3 Trauer
2.3.1 Psychologische und physiologische Aspekte
2.3.2 Soziale Aspekte
3. Früher Tod bei Kindern bis zum 1. Lebensjahr
3.1 Fehlgeburt
3.2 Stille Geburt
3.3 Neugeborenentod
3.4 Plötzlicher Kindstod
3.5 Tod durch Behinderung/Krankheit
3.6 Tod durch Unfall
4. Modelle für den Umgang mit Trauer
4.1 Trauermodell von Sigmund Freud
4.2 Phasenmodell von John Bowlby
4.3 Phasenmodell von Verena Kast
4.4 Phasenmodell von Yorick Spiegel
5. Die psychische Krise und ihre Bewältigung
5.1 Begriffserklärung „Krise“
5.2 Begriffserklärung „Identitätskrise“
5.2.1 Begriffserklärung „Identität“
5.2.2 Identitätskrise in der Rolle als Mutter
5.2.3 Identitätskrise in der Rolle im Beruf
5.2.4 Identitätskrise in der Rolle als Ehefrau
5.2.5 Identitätskrise in der Rolle im sozialen Umfeld
5.3 Krise im Rahmen der Trauerbewältigung
6. Sozialpädagogische Krisenintervention
6.1 Trauerbegleitung
6.2 Paartherapie nach plötzlichem Kindstod
6.3 Trauercafé
6.4 Selbsthilfegruppen
7. Fazit
Die Bachelorarbeit untersucht die psychodynamischen Auswirkungen auf eine Mutter nach dem Verlust ihres Kindes im ersten Lebensjahr. Sie beleuchtet, wie dieser traumatische Einschnitt zur Identitätskrise führt, und bewertet sozialpädagogische Interventionsmöglichkeiten zur Trauerbegleitung.
3.4 Plötzlicher Kindstod
Bereits in der Bibel in der Geschichte von König Salomon wird im 1. Buch Könige Kapitel 3, Vers 19 über den plötzlichen Kindstod berichtet. Lange Zeit gab es keine genaue Definition des Begriffs. Die Babys sterben plötzlich, unerwartet und nicht erklärbar vorwiegend im 1. Lebensjahr im Schlaf. Es müssen erst alle übrigen „Ursachen wie Infektionen, Stoffwechselstörungen, Hirnblutungen, Fehlbildungen und Unfälle jeglicher Art wie Vergiftung, Sturz, Unterkühlung oder Ersticken“ (Krous et al. 2004, zitiert in Krieger et al. 2012, S. 207) ausgeschlossen werden, bevor die Diagnose „plötzlicher Kindstod“ gestellt wird. Der plötzliche Kindstod ist die Haupttodesursache bei Säuglingen im Alter von einem Monat bis zu einem Jahr und kommt in allen Bevölkerungsschichten gleich häufig vor.
Die Epidemiologie ist in den Wintermonaten (Januar bis März) höher. Die meisten Babys sterben im Alter zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat. Während der ersten sechs Monate sind es 90 % aller Fälle. Es gibt zwar auch 2 bis 6 % Fälle, in denen der Tod nach dem 1. Lebensjahr auftritt, jedoch hängt dies von dem Reifealter des Kindes ab, das sich zeitlich durch eine Frühgeburt nach hinten verschiebt (Moon et al. 2007, zitiert in Krieger et al. 2012, S. 207).
1. Einleitung: Die Verfasserin motiviert die Themenwahl durch ihre eigene Auseinandersetzung mit dem Tod und gibt einen statistischen Überblick zur Säuglingssterblichkeit.
2. Begriffserklärungen: Definition zentraler Begriffe wie Psychodynamik, Tod (biologisch und metaphysisch) sowie Trauer unter Einbezug psychologischer und sozialer Aspekte.
3. Früher Tod bei Kindern bis zum 1. Lebensjahr: Detaillierte Darstellung verschiedener Verlustformen wie Fehlgeburt, Stille Geburt, Neugeborenentod, SIDS sowie Tod durch Behinderung oder Unfall.
4. Modelle für den Umgang mit Trauer: Erläuterung theoretischer Trauer- und Phasenmodelle von Freud, Bowlby, Kast und Spiegel im Kontext der Objektbeziehungstheorie.
5. Die psychische Krise und ihre Bewältigung: Untersuchung der Identitätskrise der Frau in verschiedenen sozialen Rollen (Mutter, Beruf, Ehefrau) sowie der Krisenbewältigung im Trauerprozess.
6. Sozialpädagogische Krisenintervention: Vorstellungen praktischer Interventionsansätze wie Trauerbegleitung, Paartherapie, Trauercafés und Selbsthilfegruppen.
7. Fazit: Zusammenfassende Reflexion über die Bindungsthematik, die Unablösbarkeit der Mutter-Kind-Verbindung und die Rolle der Sozialen Arbeit.
Früher Kindstod, Trauerarbeit, Identitätskrise, Psychodynamik, Soziale Arbeit, Trauerbegleitung, Bindungstheorie, Fehlgeburt, Plötzlicher Kindstod, Krisenintervention, Mutterrolle, Objektverlust, Psychische Krise, Paartherapie, Selbsthilfegruppen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den psychodynamischen Herausforderungen und Identitätskrisen von Müttern, die ihr Kind im ersten Lebensjahr verloren haben.
Die zentralen Felder sind die Definition von Trauer und Tod, die Analyse von Phasenmodellen, die Erörterung der Identitätskrise der Frau in ihren Rollen sowie sozialpädagogische Interventionsstrategien.
Ziel ist es, den psychodynamischen Verlauf der Mutter bei Kindesverlust zu verstehen und aufzuzeigen, wie die Soziale Arbeit durch professionelle Krisenintervention unterstützen kann.
Die Autorin stützt sich insbesondere auf die Bindungstheorie nach John Bowlby, die Objektbeziehungstheorie nach Sigmund Freud sowie verschiedene Phasenmodelle der Trauerbewältigung.
Im Hauptteil werden verschiedene Todesursachen, Modelle der Trauerbewältigung und die psychische Krise der Frau im Kontext ihrer sozialen Rollen analysiert.
Schlüsselbegriffe sind Trauerarbeit, Identitätskrise, Früher Kindstod, Bindungstheorie und Sozialpädagogische Krisenintervention.
Ein zentraler Unterschied liegt im Vorhandensein von Erinnerungsstücken und dem Grad der Integration des Kindes in den Alltag, wobei der Verlust nach der Geburt durch die Mutter oft mit tieferen Schuldgefühlen verbunden ist.
Da Väter und Mütter oft unterschiedlich trauern und in unterschiedliche Bewältigungsstile verfallen, dient die Paartherapie dazu, Entfremdung zu vermeiden und eine gemeinsame Kommunikationsebene wiederzufinden.
Es beschreibt die globalen Grundannahmen einer Person über ein sicheres Leben; der frühe Kindstod erschüttert diese Annahmen fundamental und führt zur Identitätskrise, da die Rolle als „gute Mutter“ in Frage gestellt wird.
Die Soziale Arbeit wird als wertvolle Hilfe verstanden, die durch fundierte Kenntnisse über Trauerprozesse Ressourcen bei Müttern aktivieren kann, um den Weg in eine neue Lebensform zu begleiten.
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