Diplomarbeit, 2007
100 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation, Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Generelle Überlegungen zum Einsatz von Verrechnungspreisen für immaterielle Wirtschaftsgüter
2.1 Immaterielle Wirtschaftsgüter
2.1.1 Definition und Bedeutung der immateriellen Wirtschaftsgüter
2.1.2 Klassifizierung der immateriellen Wirtschaftsgüter
2.1.2.1. In der wissenschaftlichen Literatur
2.1.2.2. Im deutschen Immaterialgüterrecht
2.1.2.3. Im Handels- und Steuerrecht
2.1.3 Entstehungsmöglichkeiten sowie Eigennutzung, Einzelabrechnung und Umlagevertrag als Verwertungsalternativen von immateriellen Wirtschaftsgütern
2.2 Verrechnungspreise als betriebswirtschaftliches Steuerungsinstrument
2.2.1 Definition, Funktionen und Klassifizierungsmöglichkeiten von Verrechnungspreisen
2.2.2 Divisional organisierte und verbundene Unternehmen als Einsatzfelder der Verrechnungspreise
2.2.2.1. Divisional organisierte Unternehmen
2.2.2.2. Verbundene Unternehmen
2.2.3 Überblick über die Verrechnungspreismethoden
2.2.3.1. Betriebswirtschaftliche Verrechnungspreismethoden
2.2.3.2. Steuerliche Verrechnungspreismethoden
2.2.4 Rechtliche Vorschriften zur Ermittlung von Verrechnungspreisen
2.2.4.1. Geltungsbereich der Vorschriften
2.2.4.2. Korrekturvorschriften
2.2.4.3. Richtlinien
3 Ermittlung und Gestaltung von Verrechnungspreisen für immaterielle Wirtschaftsgüter bei Einzelabrechnung
3.1 Verrechnungspreise für immaterielle Wirtschaftsgüter bei der Eigentumsübertragung
3.1.1 Rechtliche Beurteilung einer Eigentumsübertragung
3.1.2 Einflussfaktoren und Problembereiche der Ermittlung von Verrechnungspreisen
3.1.3 Allgemeine Überlegungen zur Anwendung von Verrechnungspreisbildungsmethoden
3.1.4 Rechtliche Anwendbarkeit von Verrechnungspreismethoden
3.2 Verrechnungspreise für immaterielle Wirtschaftsgüter bei Nutzungsüberlassung
3.2.1 Rechtliche Beurteilung einer Nutzungsüberlassung
3.2.2 Einflussfaktoren und Problembereiche der Ermittlung von Verrechnungspreisen
3.2.3 Allgemeine Überlegungen zur Anwendung von Verrechnungspreismethoden
3.2.4 Rechtliche Anwendbarkeit von Verrechnungspreismethoden
3.3 Empirische Erkenntnisse zur Anwendung von Verrechnungspreismethoden für immaterielle Wirtschaftsgüter
4 Ermittlung von Verrechnungspreisen für die immateriellen Wirtschaftsgüter in Rahmen eines Umlagevertrages
4.1 Alternative Ausprägungen von Umlageverfahren und des Kostenumlagevertrages als Gegenstand der Untersuchung
4.2 Definition und rechtliche Anforderungen an einen Kostenumlagevertrag
4.3 Bestimmung der angemessenen Kostenverteilung
4.3.1 Ermittlung der Aufwendungen
4.3.2 Ermittlung des Umlageschlüssels beim Vertragsabschluss
4.4 Außenbeziehungen
5 Resümee und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die theoretischen Grundprinzipien und die praktischen Umsetzungsmöglichkeiten der Verrechnungspreisgestaltung für immaterielle Wirtschaftsgüter zu liefern. Sie analysiert die steuerliche und betriebswirtschaftliche Problematik der Verrechnungspreise im Kontext der Verwertung immaterieller Wirtschaftsgüter, wobei sowohl divisional organisierte Unternehmen als auch internationale Unternehmensverbünde betrachtet werden.
2.1.1 Definition und Bedeutung der immateriellen Wirtschaftsgüter
Den immateriellen Wirtschaftsgütern wird ein steigender Anteil am Unternehmenserfolg und am Marktwert des Unternehmens beigemessen. Vor allem ist diese Entwicklung bei den wissensintensiven Unternehmen sichtbar, bei denen, wie aus der Abbildung 1 erkennbar ist, der Marktwert weit über dem Buchwert liegt.
Das gestiegene Interesse aus Wissenschaft und Praxis an dem Bereich der immateriellen Wirtschaftsgüter zog die unterschiedlichsten Terminologien nach sich: Intangibles, Intangible Assets, Intellectual Capital, immaterielles Vermögen, immaterielle Werte u. a. Eine Verständigung auf eine einheitliche Verwendung der Begriffe ist weder in der Literatur noch in den Gesetzen erkennbar. Die dazugehörigen Definitionen variieren ebenso stark.
Das deutsche Handelsrecht verwendet den Begriff immaterieller Vermögensgegenstand. Der Begriff wird im Handelsgesetzbuch (HGB) nicht definiert, sondern nur in zwei Paragraphen erwähnt. § 248 HGB enthält das Aktivierungsverbot „für immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die nicht entgeltlich erworben wurden.“ § 266 HGB ist reine Gliederungsvorschrift, die ebenso keine Definition enthält. Laut diesem Paragraphen können die immateriellen Wirtschaftsgüter in Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten, Geschäfts- oder Firmenwert und geleistete Anzahlungen aufgeteilt werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung immaterieller Wirtschaftsgüter ein und definiert das Ziel der Arbeit, einen Überblick über Verrechnungspreismethoden in diesem Kontext zu geben.
2 Generelle Überlegungen zum Einsatz von Verrechnungspreisen für immaterielle Wirtschaftsgüter: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen von immateriellen Wirtschaftsgütern, deren Klassifizierung sowie die Funktionen und Einsatzfelder von Verrechnungspreisen.
3 Ermittlung und Gestaltung von Verrechnungspreisen für immaterielle Wirtschaftsgüter bei Einzelabrechnung: Der Fokus liegt hier auf der praktischen Gestaltung der Verrechnungspreisermittlung bei der Übertragung und Nutzungsüberlassung von immateriellen Gütern sowie der Analyse relevanter empirischer Erkenntnisse.
4 Ermittlung von Verrechnungspreisen für die immateriellen Wirtschaftsgüter in Rahmen eines Umlagevertrages: Hier werden alternative Umlageverfahren und die spezifischen rechtlichen Anforderungen an Kostenumlageverträge zur Verwertung immaterieller Wirtschaftsgüter detailliert dargelegt.
5 Resümee und Ausblick: Das Abschlusskapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und diskutiert den aktuellen Forschungsstand sowie den Bedarf an weiterer wissenschaftlicher Durchdringung des Themas.
Verrechnungspreise, Immaterielle Wirtschaftsgüter, Verrechnungspreismethoden, Einzelabrechnung, Umlagevertrag, Nutzungsüberlassung, Eigentumsübertragung, Steuerrecht, Betriebswirtschaft, Fremdvergleichsgrundsatz, Divisionalisierung, Unternehmenssteuerung, OECD-Verrechnungspreisgrundsätze, Wissenskapital, Lizenzverträge.
Die Arbeit analysiert die Gestaltung und Ermittlung von Verrechnungspreisen speziell für immaterielle Wirtschaftsgüter, wie Patente, Marken oder Know-how, in einem unternehmerischen Kontext.
Die zentralen Felder sind die Definition und Klassifizierung immaterieller Werte, die steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Anforderungen an Verrechnungspreissysteme sowie die Verwertungsmöglichkeiten durch Einzelabrechnungen oder Umlageverträge.
Das Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über die theoretischen Grundprinzipien und praktischen Umsetzungsmöglichkeiten der Verrechnungspreisgestaltung für immaterielle Wirtschaftsgüter zu vermitteln.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse der aktuellen ökonomischen Theorie, der einschlägigen Gesetze (HGB, EStG, AStG) und internationaler Richtlinien wie der OECD-Verrechnungspreisgrundsätze.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Verrechnungspreise und immateriellen Wirtschaftsgüter, gefolgt von einer detaillierten Untersuchung der Methoden zur Einzelabrechnung sowie einer Analyse der Umlageverträge.
Wichtige Begriffe sind insbesondere der Fremdvergleichsgrundsatz, Kostenzurechnungs- und Umlageverfahren sowie die spezifische Problematik der Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände.
Aufgrund ihrer Einzigartigkeit und der oft fehlenden direkten Vergleichbarkeit am Markt besteht bei der Bewertung ein hohes Maß an Unsicherheit, was die Ermittlung angemessener Verrechnungspreise erschwert.
Umlageverträge stellen eine wichtige Alternative zur Einzelabrechnung dar, da sie eine integrierte Lösung für die Entwicklung und Verwertung von immateriellen Wirtschaftsgütern in einer Pool-Struktur ermöglichen.
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