Bachelorarbeit, 2020
59 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ausgangslage
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
1.3 Aufbau
2 Leasingbilanzierung nach HGB
2.1 Definition und Erscheinungsformen
2.1.1 Definition und Rechtsgrundlagen für Leasing nach HGB
2.1.2 Arten und Erscheinungsformen von Leasing
2.2 Zurechnung des Leasinggegenstandes
2.2.1 Zuordnungsregeln bei Vollamortisationsverträgen
2.2.2 Zuordnungsregeln bei Teilamortisationsverträgen
2.3 Ansatz und Bewertung von Operating-Leasing
2.3.1 Ansatz, Bewertung und Buchungssätze von Operating-Leasing beim Leasinggeber
2.3.2 Ansatz, Bewertung und Buchungssätze von Operating-Leasing beim Leasingnehmer
2.4 Ansatz und Bewertung von Finanzierungs-Leasing
2.4.1 Ansatz, Bewertung und Buchungssätze von Finanzierungs-Leasing beim Leasinggeber
2.4.2 Ansatz, Bewertung und Buchungssätze von Finanzierungs-Leasing beim Leasingnehmer
3 Leasingbilanzierung nach IFRS
3.1 Einführung von IFRS 16
3.2 Definition von Leasingverhältnissen nach IFRS 16
3.3 Anwendungsbereich
3.4 Trennung und Bündelung von Leasingverhältnissen
3.5 Kurzfristige und Geringwertige Leasingverhältnisse
3.6 Beginn und Laufzeit eines Leasingverhältnisses
3.7 Bilanzierung beim Leasingnehmer
3.7.1 Zugangsbewertung beim Leasingnehmer
3.7.2 Folgebewertung beim Leasingnehmer
3.7.3 Änderungen im Rahmen von Leasingverhältnissen
3.8 Bilanzierung beim Leasinggeber
3.8.1 Klassifizierung von Leasingverhältnissen beim Leasinggeber
3.8.2 Bilanzierung von Finanzierungs-Leasing beim Leasinggeber
3.8.3 Bilanzierung von Operating-Leasing beim Leasinggeber
3.9 Zwischenergebnis
4 Auswirkungen und Implementierung von IFRS 16 im Rechnungswesen und Controlling beim Leasingnehmer
4.1 Auswirkung auf die Bilanz des Leasingnehmers
4.2 Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Leasingnehmers
4.3 Auswirkungen auf die Kapitalflussrechnung des Leasingnehmers
4.4 Auswirkungen auf die Unternehmenskennzahlen des Leasingnehmers
4.5 Exkurs: Auswirkungen von IFRS 16 am Beispiel der Deutschen Post AG
4.6 Implementierung/Umsetzung von IFRS 16 beim Leasingnehmer
4.6.1 Projektvorbereitung
4.6.1.1 Stakeholderanalyse
4.6.1.2 Identifikation der Projektrisiken
4.6.1.3 Projektaufbau
4.6.2 Projektdurchführung
4.6.2.1 Ist-Analyse
4.6.2.2 Sollkonzept
4.6.2.3 Implementierung
4.6.2.4 Testing / Roll-Out
4.6.3 Projektabschluss
4.6.4 Chancen/Vorteile für den Leasingnehmer mit der Einführung von IFRS 16
5 Die Rolle des Wirtschaftsprüfers bei der neuen Leasingbilanzierung nach IFRS 16
5.1 Während der Einführung von IFRS 16
5.2 Nach Einführung von IFRS 16
6 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen des Bilanzierungsstandards IFRS 16 auf das Rechnungswesen und Controlling beim Leasingnehmer sowie die Rolle des Wirtschaftsprüfers bei der Umsetzung. Das primäre Ziel ist es, die bilanzielle und kennzahlenorientierte Veränderung gegenüber dem bisherigen HGB-Standard aufzuzeigen und einen strukturierten Implementierungsverlauf darzustellen.
1.1 Problemstellung und Ausgangslage
„One of my great ambitions before I die is to fly in an aircraft that is on an airline´s balance sheet.“ Diese Aussage traf der damalige Chairman des IASB David Tweedie 2008 in der frühen Phase eines weitreichenden Reformprojektes für die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Im Januar 2016 wurde dann, mit IFRS 16, der neue Bilanzierungsstandard verabschiedet und ist für Unternehmen ab dem 01.01.2019 erstmals anzuwenden.
Bisher wurden Leasingverhältnisse nach dem all-or-nothing approach Verfahren bilanziert. Das bedeutet, dass Leasingnehmer sowie Leasinggeber beurteilen mussten, wer das wirtschaftliche Eigentum an dem Leasingobjekt besitzt. Dies gilt für die handelsrechtliche Bilanzierung und galt für die Bilanzierung nach IFRS. Sofern das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber lag, handelte es sich um ein Operating-Leasing, wenn der Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum an dem Leasingobjekt hielt, handelte es sich um ein Finanzierungs-Leasing.
Die Unterscheidung des wirtschaftlichen Eigentümers hatte zur Folge, dass Leasingnehmer Finanzierungs-Leasingverhältnisse voll in ihrer Bilanz aufnehmen mussten, während Operating-Leasingverhältnisse in der Bilanz nicht berücksichtigt wurden, also „off balance“ abgebildet wurden. Diese Klassifizierung ist starker Kritik ausgesetzt, da in der Praxis die Verträge so gestaltet sind, dass es sich zumeist um Operating-Leasingverhältnisse handelt und somit beim Leasingnehmer bilanzunwirksam ist. Die Leasingraten werden in voller Höhe in die GuV als Aufwand gebucht.
Mit dem neuen Bilanzierungsstandard IFRS 16 wurde ein Umbruch in der Leasingnehmerbilanzierung eingeleitet. Der bisher angewandte all-or-nothing approach wird durch den right-of-use approach ersetzt. Eine Unterscheidung seitens des Leasingnehmers zwischen Operating- und Finanzierungs-Leasing entfällt. Sofern ein Leasingverhältnis besteht, ist der Leasingnehmer jetzt verpflichtet, dieses in der Bilanz auszuweisen. Dafür wird ein Nutzungsrecht aktiviert und eine Leasingverbindlichkeit in gleicher Höhe passiviert.
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung und des Aufbaus der Arbeit, wobei der Fokus auf dem Wechsel vom all-or-nothing zum right-of-use approach liegt.
2 Leasingbilanzierung nach HGB: Erläuterung der HGB-Grundlagen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen, differenziert nach Operating- und Finanzierungs-Leasing.
3 Leasingbilanzierung nach IFRS: Detaillierte Darstellung des neuen IFRS 16 Standards, der Definition von Leasingverhältnissen sowie der Bilanzierungspflichten für Leasingnehmer.
4 Auswirkungen und Implementierung von IFRS 16 im Rechnungswesen und Controlling beim Leasingnehmer: Analyse der bilanziellen Folgen, Auswirkungen auf Unternehmenskennzahlen sowie praxisnahe Erläuterung des Implementierungsprozesses.
5 Die Rolle des Wirtschaftsprüfers bei der neuen Leasingbilanzierung nach IFRS 16: Untersuchung der Begleitung des Implementierungsprojektes und der Prüfungsschwerpunkte durch den Wirtschaftsprüfer.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die Auswirkungen der neuen Leasingbilanzierung.
IFRS 16, Leasingbilanzierung, Leasingnehmer, Bilanzverlängerung, Right-of-Use, Operating-Leasing, Finanzierungs-Leasing, Unternehmenskennzahlen, Implementierung, Wirtschaftsprüfer, Projektmanagement, Vertragsinventur, Eigenkapitalquote, Leasingverbindlichkeit, Bilanzanalyse.
Die Arbeit behandelt die Auswirkungen des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 auf Leasingnehmer, insbesondere im Vergleich zur bisherigen HGB-Bilanzierung.
Die zentralen Felder umfassen die rechtlichen Grundlagen von Leasing, die Bilanzierung nach HGB und IFRS, die Auswirkungen auf Finanzkennzahlen sowie das Projektmanagement zur Umsetzung von IFRS 16.
Das Ziel ist es, die Auswirkungen von IFRS 16 auf das Rechnungswesen und Controlling zu analysieren und einen möglichen Verlauf für die Implementierung im Unternehmen aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine praktische Einordnung anhand eines Quartalsberichts der Deutschen Post AG und einer Branchenumfrage von PwC.
Im Hauptteil werden die HGB-Bilanzierung, die IFRS 16-Neuerungen, die Auswirkungen auf die Bilanz, die GuV und Kennzahlen sowie der Projektablauf der Implementierung detailliert erörtert.
Wesentliche Begriffe sind IFRS 16, Leasingbilanzierung, Bilanzverlängerung, Right-of-Use-Asset, Leasingverbindlichkeit und Implementierung.
IFRS 16 führt zu einer Bilanzverlängerung, da nun auch Leasingverhältnisse, die früher „off-balance“ waren, als Nutzungsrecht in der Aktiva und Leasingverbindlichkeit in der Passiva ausgewiesen werden müssen.
Da Mietaufwendungen aus Operating Leases entfallen und stattdessen durch Abschreibungen des Nutzungsrechts und Zinsaufwendungen ersetzt werden, erhöhen sich sowohl EBITDA als auch EBIT.
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