Diplomarbeit, 2007
91 Seiten, Note: 1,0
1 Old School (1974 bis 1984)
1.1 HipHop als Subkultur
1.1.1 B-Boying (Breakdance)
1.1.2 Writing (Graffiti)
1.1.3 DJing
1.1.4 MCing
1.2 Direkter Wettbewerb als eine Form von Solidarität
2 New School (1984 bis dato)
2.1 HipHop als populäre Kultur
2.1.1 „Be tough!“ – Vom Umgang mit dem konfliktreichen Leben
2.1.2 „Be cool!“ – Vom Selbstausdruck des erfolgreichen HipHoppers
2.2 Indirekter Wettbewerb als eine Form von Egozentrik
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung von HipHop von einer subkulturellen Bewegung zu einer populären Kultur und analysiert dabei das Spannungsfeld zwischen kollektiver Solidarität und individueller Egozentrik im Kontext der verschiedenen Entwicklungsphasen.
1.1.2 Writing (Graffiti)
Ein weiterer Teil der HipHop-Kultur ist das Writing. Graffiti gibt es im Prinzip seit es Mauern gibt. In der Antike wurden bereits Botschaften und Zeichnungen in Mauern und Wände geritzt oder gemeißelt. Jedoch galt das Schreiben und Zeichnen auf Wänden spätestens seit der Erfindung des Buchdrucks zweifellos als ein „Rückfall in unzivilisierte Zeiten“.
Das, was wir heute unter Graffiti verstehen, entwickelte sich aus den Tags der 1960er Jahre. Tags sind „Abkürzungen, die Graffitikünstler anstelle ihrer bürgerlichen Namen verwenden“ (z. B. Zoro, Taki183, Cheech, etc.), um damit Gebiete und Territorien in den Stadtvierteln zu markieren, gleichzeitig aber nur von Insidern [Szene-Zugehörige] identifiziert werden zu können.
Die uns bekannten grellbunten Wandmalereien mit comic- bzw. karikaturartigen Zeichnungen und Blasenbuchstaben stellten seit den 1970er Jahren die HipHop-Kunst dar. Mit Farbspraydosen und Filzmarkern bewaffnet fanden es die Jugendlichen äußerst amüsant, Hausmauern, Züge, U-Bahn-Linien und Autobahnbrücken zu beschmieren. Kein Wunder, dass die Graffitikunst zu einem städtischen Ärgernis und somit auch strafrechtlich verfolgt wurde.
1 Old School (1974 bis 1984): Beschreibt die Entstehung von HipHop als Subkultur in der New Yorker Bronx mit den vier Elementen B-Boying, Writing, DJing und MCing sowie die Bedeutung von direktem Wettbewerb für das Gemeinschaftsgefühl.
2 New School (1984 bis dato): Analysiert den Wandel von HipHop zu einer kommerzialisierten, populären Kultur unter dem Einfluss der Musikindustrie, geprägt durch neue Themen wie Härte und Coolness sowie einen zunehmend indirekten Wettbewerbscharakter.
HipHop, Subkultur, populäre Kultur, Old School, New School, Wettbewerb, Solidarität, Egozentrik, Graffiti, Breakdance, DJing, MCing, Identität, Industrialisierung, Message-Rap.
Die Arbeit beleuchtet die historische und inhaltliche Entwicklung von HipHop und analysiert die kulturellen Mechanismen, die diese Kunstform zwischen Solidarität und Egozentrik bewegen.
Die zentralen Themen sind der Übergang von der Subkultur zur Massenkultur, die Bedeutung des Wettbewerbs in den verschiedenen Phasen sowie die Inszenierung von Identität durch Sprache, Mode und Auftreten.
Das Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen Kollektiv und Individuum im HipHop aufzuzeigen und zu ergründen, wie sich diese Verhältnisse durch die Popularisierung verändert haben.
Der Autor greift auf eine fundierte Literaturanalyse zurück, die durch Filmbeispiele, Songanalysen und die soziologische Einordnung von Phänomenen wie dem „Dissen“ oder dem „Ghetto-Glamour“ ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Ära der „Old School“, in der der direkte Wettbewerb dominierte, und die „New School“, in der die Vermarktung und die individuelle Inszenierung von Identität (Toughness/Coolness) in den Vordergrund rückten.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind HipHop, Subkultur, Wettbewerb, Identitätsinszenierung, Industrialisierung und Solidarität.
Die Zulu Nation wird als eine Art soziale Organisation beschrieben, die von Afrika Bambaataa gegründet wurde, um B-Boys, Writer und DJs zu vereinen und dem Gangleben eine friedliche Alternative entgegenzusetzen.
Der Begriff beschreibt die Kommerzialisierung von Street-Credibility, bei der Stars Reichtum zur Schau stellen und so den Glanz und Glamour der Disco-Ära in einen neuen, materialistischen Kontext überführen.
In der Old School diente der Wettbewerb (wie in Battles beim Breakdance) primär der Identitätsstärkung innerhalb der Community und förderte durch das Streben nach Höchstleistung die kreative Weiterentwicklung der Disziplinen.
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