Masterarbeit, 2017
79 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Diversität
2.1.1 Diversität in der Wirtschaftsforschung
2.1.2 Diversität im Fußball
2.2 Unterschiede in Diversitätsstudien und -maßen
2.3 Akkulturation im Fußball
2.4 Hypothesen
3 Analyse
3.1 Datensatz
3.2 Methodik
3.3 Deskriptive Statistik
3.4 Regressionsergebnisse
3.5 Kulturelle Diversität in bestimmten Mannschaftsteilen als (Miss-) Erfolgsfaktor?
3.6 Interpretation der Ergebnisse
4 Diskussion der Ergebnisse
5 Fazit
Die Arbeit untersucht, ob und in welcher Form kulturelle Diversität in Fußballkadern die Mannschaftsleistung beeinflussen kann. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich unterschiedliche Messmethoden der Diversität auf den sportlichen Erfolg auswirken und ob spezifische Mannschaftsteile unterschiedlich auf kulturelle Heterogenität reagieren.
2.1 Diversität
Der Ursprung der Forschung zu kulturellen Unterschieden in Arbeitsgruppen kann in der Sozialpsychologie (Steiner, 1972) ebenso wie in der politischen (Borjas, 1994a; Borjas, 1994b) und in der Personalökonomie (besonders Lazear, 1999) gefunden werden. Lazear verwendet den globalisierten Arbeitsmarkt als Scheinwerfer unter dessen Licht er Gruppenarbeitsprozesse und Entscheidungen der Teamzusammenstellung betrachtet. Er geht von der Grundprämisse aus, dass sich verschiedene Kulturen durch unterschiedliche Wissens- und Fähigkeitsverteilungen auszeichnen und Individuen derselben Kultur mit höherer Wahrscheinlichkeit ähnliches oder gleiches Können zeigen wie Individuen aus einander fremden Kulturen. Er wiegt mögliche Chancen und Probleme interkultureller Arbeitsgruppen in „global firms“ ab, deren Mitarbeiter aus verschiedenen Ländern und Kulturen stammen, und legt damit den Grundstein für nachfolgende Untersuchungen.
Verschiedene Hintergründe, Erfahrungen, Wissensschätze und Spezialfähigkeiten – kurz: die verschiedenen „information and skill sets“ (Lazear, 1999, S. 2) – stehen auf der Seite der Chancen, sofern sie kombiniert, ausgetauscht und zugänglich gemacht werden. Diese Ergänzungsprozesse sind dann am nutzbringendsten, wenn die „skill sets“ besonders unterschiedlich und zugleich besonders relevant für die Aufgabe des Teams sind.
Überlappen sich große Teile der Fähigkeiten oder können sie zur Tätigkeit der Gruppe kaum beitragen, wird der Aspekt der Teamdiversität irrelevant. Das gilt noch absoluter für die Erlernbarkeit der Fähigkeiten, die die Übertragung beschleunigen, aber auch verhindern kann. Denn wenn besondere Stärken nur von einem Mitglied eingebracht, anderen aber nicht vermittelt werden können, ist der kollektive Gewinn deutlich geringer.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Internationalisierung des Profifußballs und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach dem Einfluss kultureller Diversität auf den sportlichen Erfolg.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erörtert die wissenschaftlichen Theorien zu Diversität, führt Konzepte der Akkulturation ein und stellt die für die Analyse relevanten Forschungshypothesen auf.
3 Analyse: Hier wird der Datensatz aus 21 Bundesliga-Saisons vorgestellt, die methodische Vorgehensweise (Regression) erläutert und die empirischen Ergebnisse für den gesamten Kader sowie für spezifische Mannschaftsteile detailliert ausgewertet.
4 Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, wobei die Stärken und Limitierungen der gewählten Datenbasis und Modellierung diskutiert werden.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnis zusammen, dass kulturelle Heterogenität in der Bundesliga überwiegend mit Nachteilen für den Punkterfolg verbunden ist, und leitet daraus Implikationen für das Management ab.
Kulturelle Diversität, Fußball-Bundesliga, Mannschaftsleistung, Akkulturation, Humankapital, Teameffektivität, Transfermarkt, Gruppenkohäsion, Leistungsmanagement, Nationalitäten, Sprachdistanz, Hofstede-Dimensionen, Erfolg, Regression, Sportökonomie.
Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen kultureller Heterogenität in Fußballkadern und dem sportlichen Erfolg, gemessen an der Punktzahl in der deutschen Bundesliga.
Die zentralen Themen umfassen die ökonomischen Grundlagen der Teamzusammenstellung (Lazears „Market for team-mates“), Ansätze der Akkulturation im Sport sowie die Messung von Diversität anhand verschiedener Indizes.
Die Arbeit untersucht, ob und in welcher Form kulturelle Diversität in Fußballteams den Erfolg beeinflussen kann, wobei insbesondere die Frage nach einer Leistungssteigerung durch kulturelle Vielfalt im Zentrum steht.
Der Autor nutzt eine quantitative Regressionsanalyse (Methode der kleinsten Quadrate) auf Basis eines umfangreichen Datensatzes, der 21 Saisons der Fußball-Bundesliga umfasst.
Der Hauptteil beinhaltet die Vorstellung des Datensatzes und der Methodik, die deskriptive Statistik sowie die Regressionsanalyse, inklusive der Untersuchung spezifischer Mannschaftsteile (z.B. Positionsblöcke).
Zu den prägenden Begriffen gehören kulturelle Diversität, Bundesliga, Akkulturation, Mannschaftsleistung, Nationalitäten, Sprachdistanz und sportökonomische Performance.
Die Akkulturation wird als moderierende Variable verstanden, die das Einleben von Spielern in ein neues Umfeld beschreibt, wobei die Studie untersucht, ob Erfahrung mit Auslandswechseln zu einer besseren Integration und damit zum Erfolg beiträgt.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass kulturelle Heterogenität in der Bundesliga tendenziell eher mit sportlichen Nachteilen verbunden ist, weshalb Manager bei der Kaderplanung sorgfältig abwägen sollten, ob die erwarteten Vorteile der Diversität die potenziellen Kommunikations- und Integrationskosten überwiegen.
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