Diplomarbeit, 1998
176 Seiten
Die Arbeit „Freies Theater in seiner historisch-politischen Bedingtheit“ von Otto Köhlmeier analysiert die Entstehung und Entwicklung des Freien Theaters als Alternative zum etablierten Theaterbetrieb. Sie befasst sich mit den historischen, sozialen und politischen Bedingungen, die zur Entstehung des Freien Theaters führten und untersucht die unterschiedlichen Arbeitsweisen, Inhalte und Formen, die dieses Theater prägen.
Die Einleitung führt in das Thema „Freies Theater“ ein und erläutert die Notwendigkeit einer umfassenden Betrachtung dieses Begriffs im Kontext des traditionellen, etablierten Theaters. Der erste Teil beleuchtet die Entwicklung des Theaters in unserer Zeit, beginnend mit den Ursprüngen des Spieltriebs bis hin zu den kritischen Ansätzen nach 1945. Dieser Abschnitt setzt sich mit den Beziehungen zwischen Theater und Politik, Theater und Sozialismus, sowie den Vorläufern des Freien Theaters auseinander.
Der zweite Teil widmet sich der Definition und Analyse des Freien Theaters. Hier werden der Pariser Mai 1968 als historisches Datum, der kulturelle Bewußtseinswandel und die Vorbilder des Freien Theaters behandelt. Des Weiteren werden europäische Tendenzen und die Entwicklung des Freien Theaters im deutschsprachigen Raum beleuchtet.
Der dritte Teil konzentriert sich auf die Gruppe „Theaterarbeiterkollektiv“ und ihre Entwicklung, ihr Selbstverständnis, ihre Arbeitsweise und ihre Produktionen. Der Abschnitt beleuchtet die Unzufriedenheit mit dem Bestehenden als Grund für die Gruppengründung, das kollektive Miteinander im Arbeits- und Lebensprozess, die Themen und Inhalte der Produktionen sowie die Formen und Ästhetik der Gruppenarbeit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem „Freien Theater“ im Kontext seiner historisch-politischen Bedingtheit. Sie beleuchtet die Rolle des Theaters als politischer und gesellschaftlicher Akteur, untersucht die Entwicklung alternativer Strukturen und Arbeitsweisen, die im Gegensatz zum etablierten Theater stehen, und analysiert die Themen und Inhalte des Freien Theaters. Die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit sind: Freies Theater, Politik, Sozialismus, Avantgarde, Theaterarbeit, Theatergeschichte, Theatertheorie, kollektive Arbeitsweise, alternative Formen, Produktionsbedingungen, politische Inhalte.
Freies Theater versteht sich als Alternative zum institutionalisierten Staats- und Stadttheater, mit eigenen Organisationsstrukturen, kollektiven Arbeitsweisen und oft politisch-gesellschaftlichen Inhalten.
Er löste einen kulturellen Bewusstseinswandel aus, der zur Demokratisierung des Theaters und zur Entstehung zahlreicher freier Theatergruppen im deutschsprachigen Raum führte.
Eine Grazer Theatergruppe, die exemplarisch den Begriff "Freies Theater" lebte, indem sie kollektive Miteinander und kritische Themen wie Faschismus oder soziale Ungerechtigkeit bearbeitete.
Anstelle hierarchischer Strukturen des Stadttheaters treten oft kollektive Entscheidungsprozesse, eine engere Verbindung von Leben und Arbeit sowie eine größere ästhetische Freiheit.
Oft stehen aktuelle politische Ereignisse, die Aufarbeitung der Geschichte (z. B. Februar 1934), Frauenrechte oder die Kritik an bestehenden Machtverhältnissen im Mittelpunkt.
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