Diplomarbeit, 2007
49 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Ausgangslage und Problemstellung
1.2. Ziel dieser Arbeit
2. Kulturdimensionen gemäß Hofstede
2.1. Das Hofstede- Modell und seine Bedeutung für das interkulturelle Marketing
2.1.1. Hofstedes Kulturdimensionen
2.1.2. Machtdistanz
2.1.2. Individualismus versus Kollektivismus
2.1.3 Maskulinität versus Femininität
2.1.4. Unsicherheitsvermeidung
2.2. Darstellung der Hofstede- Werte von Polen mit Deutschland im Vergleich
3. Kulturdimensionen gemäß Hall/ Hall
3.1. Das Modell von Hall und seine Bedeutung für das interkulturelle Marketing
3.1.1. Die Direktheit der Kommunikation
3.1.2. Schnelle und langsame Botschaften
3.1.3. Zeitverständnis
3.1.4. Territorialität
3.2. Mögliche Unterschiede Polens zur deutschen Ausprägung nach Hall/ Hall
4. Interkulturelle Einordnung Polens
4.1. Die kulturelle Identität Polens und ihre Besonderheiten
4.2. Die Assoziationen der Polen zu Deutschland und deren Ursachen
4.3. Einflüsse der post- kommunistischen Phase auf das polnische Management
4.4. Probleme deutscher Unternehmen in Polen
4.5. Interkulturelles Marketing als Lösungsansatz
5. Fallbeispiel: Ein deutsch- polnisches Logistikunternehmen
5.1. Logistikunternehmen im Globalisierungsprozess
5.2. Ein deutsch- polnisches Joint Venture
6. Empirische Untersuchung
6.1. Festlegungen der Untersuchungsziele und Methoden der Befragung
6.2. Die Expertenauswahl
6.3. Kritische Analysen der Werteerhaltungsumfrage nach Hofstede
6.4. Kritische Analyse der Fragen von Hall/ Hall, angepasst an die Landeskultur
7. Resümee
Die Diplomarbeit untersucht die Relevanz interkultureller Faktoren für den Erfolg von Marketingstrategien in deutsch-polnischen Joint Ventures. Ziel ist es, auf Basis wissenschaftlicher Kulturtheorien – konkret der Modelle von Geert Hofstede sowie Edward T. Hall & Mildred R. Hall – Optimierungspotenziale für die Zusammenarbeit in einem zunehmend globalisierten Wirtschaftsumfeld aufzuzeigen und durch eine empirische Fallstudie zu validieren.
4.4. Probleme deutscher Unternehmen in Polen
Eine der ersten Dinge, woran eine deutsche Firma und ihr Management denken müssen, ist, dass das Erbe des Kommunismus immer noch präsent ist. Diese Hinterlassenschaft mag unterschiedliche Formen haben, aber bedeutet nicht, dass Polen ein Dritte-Welt Land ist. Ein Fehler, der deutschen Investoren manchmal unterläuft. Polen hat eine große Anzahl ausgebildeter Arbeiter, ein leistungsfähiges Bildungssystem und eine funktionierende Infrastruktur. Das, was fehlt, ist das Know-How und die Erfahrung, die sich im Westen in den letzten 50 Jahren entwickelt hat. Man kann nicht erwarten, dass Polen sich wie deutsche Arbeiter verhalten, es gibt zu viele Unterschiede. Im Folgenden werden einige der Probleme aufgezeigt, mit denen deutsche Firmen konfrontiert werden, wenn sie sich in Polen niederlassen: Polnische Manager haben keine Erfahrung in Vertrieb und Marketing. Dies bedeutet, dass es fundamentale Unterschiede gibt, wie Polen und die Deutschen Kunden sehen. Polnische Manager mussten sich nie mit Konkurrenzsituationen zwischen einheimischen Firmen auseinander setzen. Zu Zeiten des Kommunismus hatte jedes Unternehmen stets garantierte Käufer ihrer Produkte (der Staat). Wenn also deutsche Manager davon sprechen, kundenorientiert zu arbeiten und betonen, dass man dem Produkt einen Wert hinzufügen muss, verstehen die polnischen Manager nicht, was gemeint ist.
1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung und Zielsetzung der Untersuchung im Kontext der Globalisierung und deutsch-polnischer Joint Ventures.
2. Kulturdimensionen gemäß Hofstede: Theoretische Einführung in das Hofstede-Modell und Analyse der kulturellen Werte von Polen und Deutschland im Vergleich.
3. Kulturdimensionen gemäß Hall/ Hall: Erläuterung des Modells von Hall hinsichtlich Kommunikation, Zeitverständnis und Territorialität sowie dessen Bedeutung für das interkulturelle Marketing.
4. Interkulturelle Einordnung Polens: Detaillierte Betrachtung der polnischen Identität, der Assoziationen zu Deutschland sowie der Auswirkungen der kommunistischen Vergangenheit auf das heutige Management.
5. Fallbeispiel: Ein deutsch- polnisches Logistikunternehmen: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf ein konkretes Joint-Venture-Beispiel in der Logistikbranche.
6. Empirische Untersuchung: Durchführung und Auswertung von Experteninterviews zur Validierung der Hofstede- und Hall-Dimensionen im deutsch-polnischen Arbeitsalltag.
7. Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die strategische Bedeutung interkultureller Kompetenz für zukünftige Joint Ventures.
Interkulturelles Marketing, Joint Ventures, Geert Hofstede, Hall/Hall, Deutschland, Polen, Managementstil, Unternehmensführung, Globalisierung, Unternehmenskultur, Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung, Kommunikation, Post-Kommunismus, Fachkräfte.
Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen Marketingstrategien und den interkulturellen Unterschieden bei der Gründung und dem Betrieb von deutsch-polnischen Gemeinschaftsunternehmen.
Im Zentrum stehen kulturtheoretische Modelle, spezifische kulturelle Prägungen Polens durch die Historie sowie die operative Umsetzung interkulturellen Marketings im Management.
Die Arbeit geht der Frage nach, wie durch die Anwendung kulturwissenschaftlicher Modelle Wettbewerbsvorteile erzielt und Optimierungspotenziale in der Zusammenarbeit zwischen deutschen Investoren und polnischen Mitarbeitern realisiert werden können.
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse wird eine empirische Untersuchung in Form von Experteninterviews durchgeführt, bei denen Fragebögen nach Hofstede sowie zeitlich offene Fragen nach Hall/Hall genutzt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die spezifische Analyse der polnischen Arbeitskultur, ein Fallbeispiel aus der Logistik sowie die kritische Auswertung der Expertenbefragungen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie interkulturelles Marketing, Machtdistanz, Transformationsprozess und strategische Partnerschaft geprägt.
Laut der Studie hat sie Spuren hinterlassen, insbesondere in Bezug auf die Vermeidung von Eigenverantwortung, hierarchische Denkstrukturen und das Misstrauen gegenüber dem westlichen Kapitalismus.
Die polnische Kommunikation ist oft indirekter, um soziale Harmonie und das Gesicht der Partner zu wahren; ein Ignorieren dieser Eigenschaft führt in Verhandlungen häufig zu unnötigen Spannungen oder Missverständnissen.
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