Examensarbeit, 2019
65 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. EotC – Education outside the Classroom
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Die Geschichte des außerschulischen Lernens
2.3 Vorzüge des außerschulischen Lernens
2.4 Nachteile des außerschulischen Lernkonzepts
2.5 Lernpsychologischer Hintergrund
2.6 Lerntheorien der Outdoor Education
3. Der Orientierungslauf als Beispiel für EotC
3.1 Orientierungslauf – Begriffserklärung und Herkunft
3.2 Umsetzung im schulischen Sportunterricht
3.3 Aspekte der Inklusion und Integration
4. Orientierungslauf – Ein Experiment an einer deutschen Grundschule
4.1 Idee und Aufbau des Experiments
4.2 Ergebnis und Erkenntnisse des Projekts
4.2.1. Erster Projekttag
4.2.2. Zweiter Projekttag
4.2.3. Dritter Projekttag
4.2.4. Vierter Projekttag
4.2.5. Zusammenfassung
5. Fazit
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht das Lernkonzept "Education Outside the Classroom" (EotC) hinsichtlich seiner Potenziale für das deutsche Schulsystem. Das primäre Ziel ist es, die didaktische Vereinbarkeit des Orientierungslaufs als erlebnispädagogische Sportart mit dem schulischen Alltag zu prüfen, um durch Primärerfahrungen Motivation und Kompetenzentwicklung bei Schülerinnen und Schülern zu fördern.
2.5 Lernpsychologischer Hintergrund
Der Aspekt der Lernpsychologie im Kontext der Schule und des Unterrichts hat einen sehr hohen Stellenwert. Er untersucht die Vorgänge und Prozesse des Lernens von SuS und wie diese im menschlichen Gehirn verarbeitet und gespeichert werden. Weinert (1998) zufolge lernen Menschen nur das, was sie aufmerksam wahrnehmen und womit sie sich intensiv auseinandersetzen. Die Aufmerksamkeit lässt sich demnach nicht durch reine Aufforderungen, verbale Äußerungen oder Ermahnungen herstellen.
Weinert (1998) betont, dass eine Aktivierung inhaltsbezogener Interessen stattfinden und das Lernarrangement aktiv geweckt werden muss. Ein hier geeignetes Unterrichtsprinzip wäre das außerschulische Lernen. Es bietet die Möglichkeit, das erworbene Wissen auch im Alltag anzuwenden und darauf zurückzugreifen. Dafür muss jedoch der ausgewählte Lernort eine authentische Situation darstellen und sich „(…) von künstlichen und isoliert nebeneinanderstehenden Aufgaben lösen (…)“ (Dühlmeier, 2010, S. 24).
Weinert (2001) macht jedoch klar, dass der Besuch eines außerschulischen Lernortes Teil einer Vor- und eine Nachbereitungsphase sein muss, flankiert von Fachwissen, um die Leistungen in einem Fach positiv zu verändern. Er nennt dies eine Fusion von Instruktion und Anwendungslernen.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung des Lernens durch Erfahrung ein und thematisiert das ambivalente Bild von außerschulischem Unterricht in Deutschland.
2. EotC – Education outside the Classroom: Dieses Kapitel definiert den Begriff EotC, beleuchtet seine historische Entwicklung von Comenius bis zur Reformpädagogik und analysiert Vor- sowie Nachteile für den Lernprozess.
3. Der Orientierungslauf als Beispiel für EotC: Hier wird der Orientierungslauf als Natursportart vorgestellt und dessen didaktische Einbindung sowie Aspekte der Inklusion im schulischen Sportunterricht diskutiert.
4. Orientierungslauf – Ein Experiment an einer deutschen Grundschule: Der Hauptteil dokumentiert ein konkretes vierwöchiges Projekt an einer Grundschule, von der Planung über die praktische Durchführung bis hin zur Reflexion der Erfahrungen.
5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass trotz des organisatorischen Mehraufwands die pädagogischen Vorzüge, wie gesteigerte Motivation und Sozialkompetenz, das Konzept des außerschulischen Lernens legitimieren.
Education Outside the Classroom, EotC, Outdoor Education, Orientierungslauf, außerschulischer Lernort, Primärerfahrungen, Grundschule, Inklusion, Fächerübergreifender Unterricht, Lernpsychologie, Lerntheorien, situiertes Lernen, Kompetenzentwicklung, Sportunterricht, Schulentwicklung.
Die Arbeit untersucht das Lernkonzept "Education Outside the Classroom" und dessen praktische Anwendung im deutschen Schulalltag am Beispiel des Orientierungslaufs.
Zu den zentralen Feldern zählen die Didaktik außerschulischer Lernorte, erlebnispädagogische Sportarten, Inklusion sowie die lernpsychologischen Voraussetzungen erfolgreichen Unterrichts.
Ziel ist es, die praktische Realisierbarkeit und den Mehrwert eines erlebnisorientierten Unterrichtskonzepts zu evaluieren und aufzuzeigen, wie dieses die Lernmotivation steigern kann.
Die Verfasserin nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und einem praktischen Experiment an einer dritten Grundschulklasse, begleitet durch Reflexionsphasen.
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung durch Lerntheorien und erläutert anschließend detailliert das durchgeführte Experiment inklusive der methodischen Anpassungen für Grundschulkinder.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie EotC, Orientierungslauf, Inklusion, außerschulisches Lernen und Kompetenzförderung charakterisieren.
Der Orientierungslauf bietet eine ideale Kombination aus physischer Betätigung, kognitiver Herausforderung und Naturerfahrung, die das Prinzip des situierten Lernens besonders gut verdeutlicht.
Die Reaktionen waren durchweg positiv; die Kinder zeigten sich motiviert und entwickelten durch die wiederholten Praxiseinheiten eine gesteigerte Sicherheit im Kartenlesen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

