Diplomarbeit, 2007
125 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Themenwahl
1.1.1 Persönlicher Bezug
1.1.2 Die Ausbildung
1.1.2.1 Bedeutung des Berufeinstieges
1.1.2.2 Die Berufsausbildung in Deutschland
1.1.3 Arbeitslosigkeit in Deutschland
1.1.3.1 Statistiken des deutschen Arbeitsmarktes
1.1.3.2 Politik
1.1.3.3 Definition von „Arbeitslosigkeit“ nach SGB III
1.1.3.4 Folgen von Jugendarbeitslosigkeit
1.2 Fragestellung
1.3 Methodische Vorgehensweise
2 Hauptteil
2.1 Hypothesen
2.2 Theoretische Grundlagen
2.2.1 Motivation und Motive
2.2.2 Erwartung x Wert (Vroom)
2.2.3 Theorie der Leistungsmotivation (Atkinson)
2.2.4 Attributionstheorie (Weiner)
2.2.5 Theorie der Selbstwirksamkeitserwartung (Bandura)
2.3 2. Teil – Empirische Untersuchungen
2.3.1 Die Rahmenbedingungen
2.3.2 Quantitative Untersuchungsmethode
2.3.2.1 Das Leistungs-Motivations-Inventar (LMI)
2.3.2.1.1 Gütekriterien
2.3.2.1.2 Planung
2.3.2.1.3 Durchführung
2.3.2.1.4 Auswertung und Interpretation
2.3.2.1.5 Interpretation in Bezug zur Hypothese
2.3.2.1.6 Auswertung weiterer Untersuchungsergebnisse
2.3.2.1.7 Interpretation der weiteren Untersuchungsergebnisse
2.3.3 Qualitative Untersuchungsmethode
2.3.3.1 Die Gruppendiskussion
2.3.3.1.1 Planung
2.3.3.1.2 Durchführung
2.3.3.1.3 Auswertung und Interpretation
3 Abschluss
3.1 Zusammenfassung
3.2 Schlussfolgerungen
3.3 Persönliches Resümè
3.4 Danksagung
4 Quellenverzeichnis
4.1 Literaturverzeichnis
4.2 Verzeichnis der sonstigen Quellen
5 Anhang
5.1 Ausführliche SPSS-Tabellen
5.1.1 Häufigkeiten
5.1.2 Deskriptive Statistik
5.1.3 Mittelwerte
5.1.4 Nichtparametrische Korrelationen
5.1.5 Grafiken
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss einer antizipierten zukünftigen Arbeitslosigkeit auf die Lernmotivation von Jugendlichen in der Berufsausbildung. Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen persönlichen Erwartungen, beruflichen Werten und der Lernbereitschaft zu explorieren, um Determinanten für eine erfolgreiche Motivation zu identifizieren.
1.1.1 Persönlicher Bezug
Die Suche nach einem Diplomthema gestaltete sich für mich anfangs schwierig. Für mich war klar, dass ich ein Thema im Bereich Kinder und Jugendliche bearbeiten wollte. Aber welchen speziellen Bereich sollte ich auswählen? Also sammelte ich Schlagwörter, so kam ich zum Themenbereich „Motivation“. Motivation und Jugendliche – welche Bereiche gibt es, in denen bei Jugendlichen Motivation eine große Rolle spielt? Natürlich – auch die Berufsausbildung.
Es stellte sich für mich die Frage: Was kann die Motivation, die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse eines Berufsbildes erwerben zu wollen, beeinflussen? Ich selbst habe den Beruf der Hotelfachfrau gelernt und während meiner späteren Tätigkeit im gastronomischen Bereich, Jugendliche im praktischen Teil ihrer Ausbildung begleitet und unterstützt.
Das starke Vertrauensverhältnis, zwischen mir und den meisten mir anvertrauten Auszubildenden, ermöglichte Gespräche über die Beweggründe einen Ausbildungsplatz zu wählen, sowie über Probleme im theoretischen und praktischen Bereich der Ausbildung. Oft waren auch Zukunftsängste unser Gesprächsthema, insbesondere bei den Jugendlichen, denen bereits bekannt war, dass sie nach ihrer Ausbildung, vom jeweiligen Betrieb, definitiv nicht in die Festanstellung übernommen werden können.
Diese Ängste, die Zukunft betreffend, konnte ich gut nachvollziehen, denn ich habe auch zwei Berufe gelernt und hatte die ähnliche Befürchtungen während meiner Ausbildungszeiten.
Auch das Studium der Kommunikationspsychologie allein, kann mir keinen Arbeitsplatz garantieren. Ich persönlich erwarte jedoch nicht langfristig arbeitslos zu sein.
1 Einleitung: Diese Einleitung begründet das Thema durch den persönlichen Hintergrund der Verfasserin, erläutert die Bedeutung der Berufsausbildung in Deutschland sowie die aktuelle Arbeitsmarktsituation für Jugendliche.
2 Hauptteil: Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Motivation, die Hypothesenbildung sowie die ausführliche Darstellung und Interpretation der quantitativen (LMI) und qualitativen (Gruppendiskussion) Untersuchungen.
3 Abschluss: Dieser Teil fasst die Ergebnisse basierend auf der Erwartung x Wert-Theorie zusammen und leitet Schlussfolgerungen sowie persönliche Reflexionen zur Arbeit ab.
4 Quellenverzeichnis: Hier werden sämtliche verwendete Literatur sowie weitere genutzte Quellen dokumentiert.
5 Anhang: Der Anhang enthält die ausführlichen statistischen Tabellen der SPSS-Auswertungen sowie ergänzende Datenmaterialien.
Lernmotivation, Berufsausbildung, Arbeitslosigkeit, Jugendliche, Leistungsmotivationsinventar, LMI, Selbstwirksamkeitserwartung, Erwartung x Wert, Attributionstheorie, Soziale Unterstützung, berufliche Sozialisation, Anstrengungsbereitschaft, Zielsetzung, Statusorientierung, Arbeitsmarktchancen.
Die Arbeit untersucht, ob und wie stark die Erwartung einer zukünftigen Arbeitslosigkeit die Lernmotivation von Jugendlichen während ihrer Ausbildung negativ beeinflusst.
Neben der psychologischen Motivationsforschung (Motivation, Volition, Selbstwirksamkeit) bilden die aktuelle Situation am deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sowie soziale Einflüsse auf Jugendliche die inhaltlichen Schwerpunkte.
Die Forschungsfrage lautet, inwiefern eine antizipierte zukünftige Arbeitslosigkeit die Intensität der Motivation jugendlicher Auszubildender für einen erfolgreichen Berufsabschluss beeinflusst.
Es wurde ein Methodenmix aus einer quantitativen standardisierten Befragung mittels Leistungs-Motivations-Inventar (LMI) und einer qualitativen Gruppendiskussion zur Exploration weiterer Einflussfaktoren eingesetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Vroom, Atkinson, Weiner, Bandura), die empirische Untersuchung mit Hypothesenprüfung und eine eingehende Interpretation der gefundenen Korrelationen.
Lernmotivation, Selbstwirksamkeit, Arbeitslosigkeitsantizipation, Leistungsmotivation, berufliche Ausbildung und psychosoziale Einflussfaktoren.
Die Wahl fiel auf diese Einrichtung, da dort verschiedene Berufszweige (Gastronomie, Verwaltung/Wirtschaft) vertreten sind, was eine breitere Datenbasis ermöglichte, und die Verfasserin einen persönlichen Bezug zu dieser Schule und den Ausbildungsbereichen hat.
Die Autorin führt dies auf konkurrierende Ängste und die Aktivierung anderer persönlicher Eigenschaften zurück, da die Jugendlichen durch die Angst vor Arbeitslosigkeit eher motiviert werden, den Abschluss durch verstärkte Anstrengung zu sichern.
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