Diplomarbeit, 2007
129 Seiten, Note: 1,9
1. Einleitung
1.1. Frage- und Problemdarstellung
1.2. Forschungsstand
1.3. Aufbau der Diplomarbeit
1.4. Methode
2. Ethik und Recht
3. Die Klassischen Sozialprinzipien
3.1. Gegenstand, Aufgabe und Methode der (christlichen) Sozialethik
3.2. Personalität
3.3. Solidarität
3.4. Subsidiarität
3.5. Nachhaltigkeit
3.6. Gerechtigkeit
3.7. Gemeinwohl
3.8. Fazit / Schlussfolgerung
4. Das Grundgesetz und die Grundrechte der Bundesrepublik Deutschland
4.1. Verfassungsgeschichtlicher Überblick
4.1.1. Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation 962 – 1806
4.1.2 Entwicklungsphase 1806 – 1871
4.1.3. Deutsches Kaiserreich 1871 – 1914
4.1.4. Erster Weltkrieg 1914 – 1918
4.1.5. Weimarer Republik, II. Weltkrieg 1933 – 1945
4.2. Entstehung der Bundesrepublik Deutschland
4.3. Moderne Staatsformen
4.3.1. Sozialstaatlichkeit
4.3.2. Rechtsstaatlichkeit
4.3.3. Demokratie
4.4. Das Grundgesetz
4.4.1. Allgemeines zu den Grundrechten
4.4.2. Einzelne Grundrechte
4.4.2.1. Artikel 1 Grundgesetz
4.4.2.2. Artikel 2 Grundgesetz
4.4.2.3. Artikel 3 Grundgesetz
4.4.3. Artikel 20 Grundgesetz
4.4.4. Artikel 20a Grundgesetz
5. Implementierung der Sozialprinzipien im Rahmen des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland
5.1. Der Mensch als Person im Grundgesetz
5.2. Ausprägungen der Sozialprinzipien in einzelnen Grundrechten und Artikeln des Grundgesetzes
5.3. Der normative Grundsatz der Christlichen Sozialethik
6. Zusammenfassung und Fazit
6.1. Stimmt das Grundgesetz mit den Sozialprinzipien überein?
6.2. Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht die Frage, ob die klassischen Sozialprinzipien der christlichen Sozialethik im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland implementiert sind und in welchen Artikeln diese normativen Leitlinien verankert wurden. Ziel ist es, diese Prinzipien theoretisch zu erläutern und ihre praktische Entsprechung innerhalb der Verfassung zu analysieren.
3.2. Personalität
Der etymologische Ursprung des Personenbegriffs ist eher unklar. Begriffsgeschichtlich leitet sich Person vom lateinischen Ausdruck persona ab. Das bedeutete zunächst die Maske des Schauspielers, dann die Rolle, die der Schauspieler darstellt und schließlich allgemein die Rolle, die ein Mensch in der sozialen Gesellschaft spielt. Dies gilt als erster Ausdruck für den in einer bestimmten Weise handelnd in Erscheinung tretenden Menschen. Der Ursprung des modernen Personenbegriffs ist die christliche Trinitätsspekulation. In diesem Kontext definierte der römische Philosoph Boethius (480-542) eine wirkungsgeschichtlich richtungsweisende Definition: „Person ist die individuelle Substanz einer vernunfthaften Natur“ (persona est naturae rationabilis individua substantia). Bereits bei ihm und insbesondere bei Cicero begegnet man der Lehre von der in der Natur jedes Menschen verankerten Würde. Aber spätestens seit der Personendefinition des Alexander von Hales ist die Würde als ratio ultima personae, als „natürliches oder moralisches Akzidenz“ und als überragende Eigenschaft nicht mehr wegzudenken. In der katholischen Theologie erlangten die Grundsätze von Thomas von Aquin eine Schlüsselposition. In seiner Summa theologica stellt er fest, dass die Person eine Substanz ist in der Art eines qualifizierten Sich-Seins (Bezogenseins), und diese Beziehung kann – jedenfalls für die göttlichen Personen – nicht nur akzidentielle Bestimmtheit, sondern nur substantielle, subsistierende Relation sein. Was das Individuum nun zu einer vernünftigen Substanz auszeichnet und es zum Vollkommensten in der ganzen Natur macht, ist vor allem die Verantwortlichkeit für das eigene Handeln, denn dem Menschen ist die Flucht in die Fremdverantwortung verwehrt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung, den aktuellen Forschungsstand und die wissenschaftliche Methode der Arbeit ein.
2. Ethik und Recht: Hier erfolgt eine Verhältnisbestimmung der beiden Begriffe sowie deren theoretische Abgrenzung und Verknüpfung.
3. Die Klassischen Sozialprinzipien: Dieses Kapitel erläutert die Grundsätze Personalität, Solidarität, Subsidiarität, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Gemeinwohl als ethische Orientierungspunkte.
4. Das Grundgesetz und die Grundrechte der Bundesrepublik Deutschland: Ein historischer Überblick sowie die Analyse der grundlegenden Verfassungsstrukturen und ausgewählter Artikel.
5. Implementierung der Sozialprinzipien im Rahmen des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland: Die praktische Untersuchung, wie die Sozialprinzipien in den Grundrechtsartikeln und Verfassungsstrukturen implementiert sind.
6. Zusammenfassung und Fazit: Resümierende Beantwortung der Forschungsfrage sowie ein Ausblick auf zukünftigen Handlungsbedarf im Verfassungsstatut.
Sozialprinzipien, Christliche Sozialethik, Grundgesetz, Personalität, Solidarität, Subsidiarität, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Gemeinwohl, Menschenwürde, Verfassungsrecht, Rechtsstaat, Sozialstaat, Demokratie, Soziallehre.
Die Diplomarbeit untersucht die Verankerung und Implementierung der klassischen Sozialprinzipien der christlichen Sozialethik innerhalb des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.
Zentral sind die Triade Personalität, Solidarität und Subsidiarität sowie die weiteren Prinzipien Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Gemeinwohl in ihrem Bezug zum deutschen Verfassungsrecht.
Das Ziel ist die wissenschaftliche Klärung, ob und inwieweit diese normativen Leitlinien in Artikeln des Grundgesetzes verankert sind oder sich darin widerspiegeln.
Es wird der methodische Dreischritt „Sehen – Urteilen – Handeln“ angewandt, um Begriffe zu definieren, ethisch zu reflektieren und praktisch in den Kontext des Grundgesetzes zu setzen.
Im Hauptteil werden zunächst die sozialethischen Prinzipien theoretisch hergeleitet und anschließend mit den verfassungsgeschichtlichen sowie aktuellen normativen Bestimmungen des Grundgesetzes verglichen.
Die wichtigsten Begriffe sind Sozialprinzipien, Christliche Sozialethik, Grundgesetz, Personalität, Solidarität, Subsidiarität, Gerechtigkeit und Menschenwürde.
Während sie im 19. Jahrhundert primär als ökonomisches Problem der Arbeiterschaft durch Kampfeswillen entstand, betrachtet die moderne Sozialethik sie heute breiter im Kontext von globaler Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit.
Artikel 20a GG verankert den Umweltschutz als Staatsziel und spiegelt die intergenerationelle Verantwortung wider, was eine direkte Entsprechung zum Sozialprinzip der Nachhaltigkeit darstellt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

