Magisterarbeit, 2004
106 Seiten, Note: 2,0
1. EINFÜHRUNG. PESSIMISTISCHER IMMOBILISMUS?
2. DER LITERATURGESCHICHTLICHE UND HISTORISCHE HINTERGRUND
2.1. Die Problematik einer literarischen Einordnung von Moravias Werken
2.2. Gesellschaftskrise und Literatur. Die Identitätssuche im 20. Jahrhundert
3. MORAVIAS WELT- UND MENSCHENBILD
3.1. Die Einflüsse der Philosophie und Psychologie
3.2. Wertekrise durch Geld und sexuelle Triebe. Die Bezüge zu Marx und Freud
3.3. L’uomo come fine: Der entfremdete Mensch
4. DIE GESETZMÄßIGKEIT IM ROMANWERK
4.1. Das Titelprogramm, die Handlung und die Figuren
4.2. Gli Indifferenti, die Basis nahezu aller Werke
4.3. Autobiographische Aspekte
5. DAS MOTIV DER SCHAFFENS- UND HANDLUNGSHEMMUNG
5.1. L’amore coniugale, L’attenzione und La noia – Eine Übersicht
5.1.1. Keine Alternative zwischen Liebe und Schaffen
5.1.2. Vergebliche Suche nach Unverfälschtheit im Schaffen und Handeln
5.1.3. Die erdrückende Langeweile
5.2. Die wichtigsten hemmenden Faktoren
5.2.1. Ausgangspunkt: Der mangelnde Bezug zur Realität
5.2.2. Der psychisch labile Zustand der Figuren
5.2.3. Sexualität und Triebhaftigkeit
5.2.4. Ablehnung der Mittelmäßigkeit und der Norm
5.2.5. Das zerstörerische Prinzip des Intellekts
5.3. Die Resultate des Unvermögens und der Schwäche für die Handlungen
5.3.1. Das Nicht-Handeln
5.3.2. Das Scheitern der künstlerischen Absichten
5.3.3. Träumereien und Phantasie
5.3.4. Die Unmöglichkeit einer echten Kommunikation
5.3.5. Mechanische und programmatische Handlungen
5.3.6. Doppeldeutigkeit
5.3.7. Die verspätete Erkenntnis
5.3.8. Die düstere Außenwelt der Figuren
6. ENTFERNUNG VON DER DÜSTERNIS UND AUSSICHTSLOSIGKEIT IN GLI INDIFFERENTI?
7. ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende wissenschaftliche Hausarbeit untersucht das wiederkehrende Motiv der Schaffens- und Handlungshemmung in den Romanen von Alberto Moravia. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Moravia die existenzielle Krise und die Entfremdung seiner intellektuellen Romanfiguren erzählerisch vermittelt und welche Rolle dabei Faktoren wie Realitätsmangel, psychische Labilität und soziale Zwänge spielen.
In principio, dunque, era la noia, volgarmente chiamata caos.
Iddio, annoiandosi della noia, creò la terra, il cielo, l’acqua, gli animali, le piante, Adamo ed Eva; i quali ultimi, annoiandosi a loro volta in paradiso, mangiarono il frutto proibito. Iddio si annoiò di loro e li cacciò dall’Eden; Caino, annoiato d’Abele, lo uccise; Noè, annoiandosi veramente un po`troppo, inventò il vino; Iddio di nuovo annoiato degli uomini, distrusse il mondo con il diluvio; ma questo, a sua volta, l’annoiò a tal punto che Iddio fece tornare il bel tempo. E così via.
1. EINFÜHRUNG. PESSIMISTISCHER IMMOBILISMUS?: Einführung in das zentrale Thema des Realitätsmangels und der daraus resultierenden Entfremdung in Moravias Gesamtwerk.
2. DER LITERATURGESCHICHTLICHE UND HISTORISCHE HINTERGRUND: Einordnung Moravias im Kontext von Neorealismus, Existenzialismus und der Identitätssuche in der Literatur des 20. Jahrhunderts.
3. MORAVIAS WELT- UND MENSCHENBILD: Darstellung der philosophischen und psychologischen Einflüsse (Marx, Freud) auf Moravias Weltsicht und seine Auffassung des entfremdeten Menschen.
4. DIE GESETZMÄßIGKEIT IM ROMANWERK: Analyse der wiederkehrenden Themen, Personenkonstellationen und autobiographischen Aspekte, die Moravias Romane prägen.
5. DAS MOTIV DER SCHAFFENS- UND HANDLUNGSHEMMUNG: Detaillierte Untersuchung, wie Moravia die Unfähigkeit seiner Protagonisten durch hemmende Faktoren und gesellschaftliche Einflüsse darstellt.
6. ENTFERNUNG VON DER DÜSTERNIS UND AUSSICHTSLOSIGKEIT IN GLI INDIFFERENTI?: Kritische Betrachtung des Erstlingswerks im Vergleich zu späteren Romanen hinsichtlich der Aussichtslosigkeit und der Möglichkeit zur Veränderung.
7. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Reflexion über Moravias Beitrag zur Darstellung der existentiellen Krise des modernen Menschen.
Alberto Moravia, Schaffenshemmung, Handlungshemmung, Entfremdung, Existenzialismus, Neorealismus, Langeweile, Realitätsmangel, Psychologie, Wertkrise, Identitätssuche, Moderne Literatur, Handlungsunfähigkeit, Intellektuelle, Psyche
Die Arbeit untersucht das zentrale Motiv der Schaffens- und Handlungshemmung in ausgewählten Romanen von Alberto Moravia und analysiert, wie der Autor die innere Krise und die Unfähigkeit seiner Figuren erzählerisch darstellt.
Zentrale Themenfelder sind die existenzielle Entfremdung, die Auswirkungen der Wertekrise im 20. Jahrhundert, die Rolle von Geld und Sexualität sowie der Einfluss philosophischer und psychoanalytischer Theorien auf das Menschenbild.
Die Untersuchung geht der Frage nach, warum und wie die Romanfiguren Moravias unter einer Schaffens- und Handlungshemmung leiden und welche psychologischen sowie gesellschaftlichen Faktoren diesen Zustand bedingen.
Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse unter Einbeziehung geistesgeschichtlicher und psychologischer Perspektiven, um die Romane thematisch und typologisch zu deuten.
Im Hauptteil werden die Romane L’amore coniugale, L’attenzione und La noia analysiert, um die hemmenden Faktoren und das Scheitern der künstlerischen Absichten detailliert aufzuzeigen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Alberto Moravia, Schaffenshemmung, Entfremdung, Realitätsmangel, Existenzialismus, Langeweile und psychologische Labilität.
Für Moravia ist die Langeweile kein einfaches Gefühl, sondern eine existentielle Grundbefindlichkeit und ein Anzeichen für einen Mangel an Kontakt zur Realität sowie ein Zustand der Entfremdung.
Die Psychoanalyse dient Moravia als Instrument, um die unbewussten Motive, Triebkonflikte und Abwehrmechanismen seiner Figuren zu verdeutlichen, die ihr Handeln (oder Nicht-Handeln) massiv beeinflussen.
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