Magisterarbeit, 2004
106 Seiten, Note: 2,0
Diese Arbeit widmet sich der Analyse des Motivs der Schaffens- und Handlungshemmung in ausgewählten Werken von Alberto Moravia. Sie untersucht, wie die Figuren in ihren Handlungen und ihrer Kreativität gehemmt sind, welche Faktoren zu dieser Hemmung führen und wie diese Thematik in Moravias Romanwerk erzählerisch vermittelt wird.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung, die das zentrale Thema der Schaffens- und Handlungshemmung bei Moravia einführt und den Fokus auf die Frage nach der Ursache dieser Hemmung legt. Anschließend werden die literaturgeschichtlichen und historischen Hintergründe beleuchtet, um Moravias Werke in einen Kontext einzuordnen und die gesellschaftlichen Einflüsse auf seine Thematik zu verdeutlichen. Im dritten Kapitel wird Moravias Welt- und Menschenbild analysiert, wobei der Schwerpunkt auf den philosophischen und psychologischen Einflüssen liegt. In den Kapiteln vier und fünf steht Moravias Romanwerk im Vordergrund. Es wird die Gesetzmäßigkeit seiner Werke untersucht, die Figuren und Handlungen werden beleuchtet und das Motiv der Schaffens- und Handlungshemmung anhand ausgewählter Romane wie L'amore coniugale, L'attenzione und La noia analysiert.
Alberto Moravia, Schaffenshemmung, Handlungshemmung, Langeweile, Gleichgültigkeit, Realitätsflucht, Entfremdung, psychische Verfassung, Sexualität, Intellektualität, italienische Literatur, Romanwerk, existenzielle Krise.
Das zentrale Thema ist der Mangel an Kontakt mit der Realität, der zu existenzieller Langeweile (La noia), Gleichgültigkeit (Gli indifferenti) und Entfremdung führt.
Die Figuren leiden unter einer Handlungsunfähigkeit, die durch psychische Labilität, eine Wertekrise (Geld und Sex) und einen zerstörerischen Intellekt verursacht wird, der jede spontane Handlung verhindert.
Moravia verknüpft gesellschaftliche Krisen (Marx) mit psychologischen Triebkräften wie Sexualität (Freud), um den entfremdeten Menschen in einer Welt ohne echte Liebe darzustellen.
Kritiker bezeichneten sein Werk als "immobilismo", da er über Jahrzehnte hinweg ähnliche Themen, Personenkonstellationen und eine unveränderte, monotone Sprache verwendete.
Die Arbeit untersucht, ob die Figuren zur Einsamkeit verdammt sind oder ob es Ansätze echter Kommunikation gibt, kommt jedoch oft zu dem Schluss, dass Kommunikation meist mechanisch bleibt.
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