Diplomarbeit, 2008
84 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Non-Profit-Organisationen in Deutschland
2.1 Der Begriff der Non-Profit-Organisation
2.2 Abgrenzung von Profit- und Non-Profit-Organisationen
2.3 Der Faktor Arbeit: Die ehrenamtliche Tätigkeit
2.4 Die Finanzierung von Non-Profit-Organisationen
2.5 Der Dritte Sektor - Zwischen Staat und Markt
2.6 Die Organisationsstrukturen der Rechtsformen im Dritten Sektor
3 Non-Profit-Organisationen im Tourismus
3.1 Der Bereich des Schwarztourismus
3.2 Der Markt der Kinder- und Jugendreisen in Deutschland
3.3 Kirchliche Träger in touristischen NPO am Beispiel des katholischen Ferienwerkes Oberhausen e.V.
3.4 Kinder- und Jugendreisen am Beispiel des Jugendferienwerkes des Landessportbundes Nordrhein Westfalen e.V.
3.5 Karitative Träger in touristischen NPO am Beispiel der AWO-Reisedienst GmbH und dem Caritas Reisen e.V.
3.6 Gewerkschaften und Reisen - Ein Überblick
3.7 Das Reiseangebot deutscher Parteien an Beispielen der SPD-Reise-Service GmbH und CDU-Reisen
4 Ausblick
Das Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über das touristische Marktvolumen von nicht-gewinnorientierten Organisationen zu geben, wobei insbesondere deren Angebots- und Finanzierungsstrukturen, die Personalsituation sowie die Organisations- und Rechtsstrukturen untersucht werden.
3.1 Der Bereich des Schwarztourismus
In den letzten Jahren ist im Tourismus zunehmend der Begriff des „Schwarztourismus“ gefallen. „Schwarztourismus“, oder auch „Paratourismus“ genannt, wird von Organisationen aus dem Dritten Sektor betrieben. Dies sind in der Regel Vereine, Kirchen, Kommunen, Privatpersonen oder gemeinnützige Organisationen, die Reiseaktivitäten ohne eine Einbindung von Mittlern, wie Reisebüros oder Reiseveranstaltern anbieten, organisieren und durchführen.
„Schwarztourismus“ kann nach Rossmann wie folgt definiert werden:
„Unter Schwarz- oder Paratourismus werden alle Personen und Institutionen verstanden, die im Sinne des Gesetzes als Pauschalreiseveranstalter auftreten, touristische Angebote organisieren und kommerziell vermarkten ohne gesetzliche Vorgaben der Gewerbe- oder Personenbeförderungsordnung oder der Steuergesetzgebung einzuhalten. Eine Gewinnerzielungsabsicht muss nicht vorliegen.“34
Dadurch, dass es sich beim „Schwarztourismus“ gerade um einen Schwarzmarkt handelt, der sich in seinen Rahmenbedingungen außerhalb von rechtlich klar definierten Rahmenbedingungen bewegt, ist es kaum möglich genaue Zahlen und Ausmaße ökonomisch darzustellen. Fakt ist aber, dass gerade in Deutschland ein immenses Potential im Bereich des Schwarztourismus bei der Fülle von freiwilligen Mitgliedern eingetragener Vereine besteht (Vergleich Kapitel 2.3, Abbildung 4).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage, ob und wie nicht-gewinnorientierte Organisationen im von Profit-Unternehmen dominierten Tourismusmarkt bestehen können, und definiert das Ziel der Arbeit.
2 Non-Profit-Organisationen in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Non-Profit-Organisation, die Abgrenzung zum Profit-Sektor, die Bedeutung des Ehrenamts, die Finanzierung sowie die Einordnung in den Dritten Sektor.
3 Non-Profit-Organisationen im Tourismus: Dieser Teil analysiert das spezifische touristische Angebot von NPO, beginnend mit der Problematik des Schwarztourismus bis hin zu konkreten Beispielen kirchlicher, sportlicher, karitativer, gewerkschaftlicher und parteipolitischer Träger.
4 Ausblick: Der Ausblick fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit der rechtlichen Absicherung sowie die Herausforderungen bei der staatlichen Subventionierung von NPO-Reisen.
Non-Profit-Organisationen, Tourismus, Dritter Sektor, Schwarztourismus, Reiseveranstalter, Gemeinnützigkeit, ehrenamtliche Tätigkeit, Finanzierung, Fundraising, Kinder- und Jugendreisen, Seniorenreisen, Sozial-Ökonomische Allianzen, Vereinsrecht, Reiserecht, Pauschalreise
Die Arbeit untersucht, wie nicht-gewinnorientierte Organisationen (NPO) wie Kirchen, Sportvereine, Gewerkschaften und Parteien spezielle Reiseangebote für ihre Mitglieder gestalten und welche Besonderheiten dabei bestehen.
Die zentralen Themen sind die Definition und Einordnung von NPO, die Finanzierungsstrukturen, der Faktor der ehrenamtlichen Arbeit sowie die spezifischen touristischen Angebote und deren rechtliche Einbettung.
Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über das touristische Marktvolumen von nicht-gewinnorientierten Organisationen unter Berücksichtigung ihrer Angebots-, Finanzierungs-, Personal- und Rechtsstrukturen zu vermitteln.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von statistischen Erhebungen und exemplarischen Fallbeispielen von Organisationen aus dem touristischen Non-Profit-Bereich.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der NPO sowie die detaillierte Analyse touristischer Angebote, unterteilt in verschiedene Trägergruppen wie kirchliche, karitative und sportliche Organisationen sowie Gewerkschaften und Parteien.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Non-Profit-Organisationen, Dritter Sektor, Schwarztourismus, Gemeinnützigkeit und Reiseveranstaltung charakterisiert.
Schwarztourismus bezeichnet touristische Aktivitäten von Organisationen aus dem Dritten Sektor, die Reiseleistungen erbringen, ohne die gesetzlichen Vorgaben für Reiseveranstalter (z.B. Pauschalreiserecht) einzuhalten.
Viele Organisationen professionalisieren sich, indem sie eigene, auf das Reisen spezialisierte GmbHs gründen oder mit etablierten Reisebüros kooperieren, um rechtliche Absicherung, wie etwa die Insolvenzabsicherung, zu gewährleisten.
Es wird als Beispiel für eine Organisation angeführt, die durch eine professionelle Katalogerstellung in Kooperation mit Agenturen und eine klare Gemeinnützigkeitsstrategie den Spagat zwischen pädagogischem Auftrag und ökonomischer Effizienz meistert.
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