Examensarbeit, 2006
138 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Entstehung der Braunkohle
3. Chronologische Übersicht über den Ablauf des Bergbaus und der Förderung in der Lausitz
4. Die Folgen des Tagebaus für Natur und Mensch
4.1. Das Wasser
4.2. Die Kippen
4.3. Die Kohleveredlung in der DDR
4.4. Die Umsiedlungen
5. Rekultivierung unter ökonomischen und ökologischen Aspekten
5. 1. Definition und Betrachtungsweisen des Begriffs Rekultivierung
5.2. Entwicklung der Rekultivierung von 1900 – über die DDR – bis heute
5.3. Die Kostenplanung für die Rekultivierung
5. 4. Die Gesetze für die Rekultivierung
5.5. Neuer Bergbau – Neue Technik und Neue Landschaft – Neue Pläne
5.5.1. Wasser
5.5.2. Emissionen und Immissionen
5.5.3. Das Deponieren von Asche und Gips
5.5.4. Halden
5.5.5. Ufergestaltung
5.5.6. Straßen und Wege
5.5.7. Biotopgestaltung
6. Einblicke in die Lausitz
7. Fazit
8. Sachworterklärungen
9. Anlagen
9.1. Bilder und Übersichtskarten zur Entstehung und Entwicklung des Bergbaus in der Lausitz
9.2. Bilder und Übersichtskarten über die Folgen des Bergbaus in der Lausitz
9.3. Bilder und Übersichtskarten über die Rekultivierung des Bergbaus in der Lausitz
10. Literaturverzeichnis (Text und Abbildungen)
10.1. Literaturverzeichnis (Abbildungen, Bilder und Karten (ohne Text))
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Braunkohlebergbaus in der Lausitz sowie dessen tiefgreifende Auswirkungen auf Mensch und Natur. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Rekultivierungsmaßnahmen unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten gestaltet werden können, um eine nachhaltige Bergbaufolgelandschaft zu etablieren.
4.4. Die Umsiedlungen
Am Begin des Abbaus der Braunkohle, dachte niemand daran ein Haus, geschweige denn ein Dorf wegzureißen, um weiter abbauen zu können. Zur damaligen Zeit war die Braunkohleförderung anders geregelt.
Es bestand seit dem „Wiener Kongress 1815, mit Ausnahme einiger Enklaven, ein kursächsisches Mandat von 1743, das die Kohlegewinnung weitgehend an das Grundeigentum band.“
Im Grunde musste ein Grundeigentum bestehen um die Braunkohle abbauen zu dürfen. Das setzte natürlich eine gründliche Besichtigung und Erforschung der Lagerstätten voraus. Natürlich entstanden auch dort schon wirtschaftlich gute Unternehmen, doch Umsiedlungen nahm man aus Kostengründen bis 1922 in der Lausitz nicht vor.
1922 folgte dann die erste durch den Braunkohlebergbau bedingte Teilumsiedlung in der Lausitz, die Teilortsverlegung von Sauo (nordwestlich von Senftenberg) bis 1925 waren davon 40 Einwohner betroffen.
1. Einleitung: Einführung in die Lausitz als Industrieregion und Definition der Problematik von Bergbau, Naturzerstörung und Rekultivierung.
2. Entstehung der Braunkohle: Erläuterung der geologischen Prozesse der Braunkohlebildung und der spezifischen Entstehung der Flöze im Muskauer Faltenbogen.
3. Chronologische Übersicht über den Ablauf des Bergbaus und der Förderung in der Lausitz: Detaillierte historische Nachzeichnung der technologischen und wirtschaftlichen Entwicklung des Abbaus von 1706 bis in die Nachwendezeit.
4. Die Folgen des Tagebaus für Natur und Mensch: Analyse der massiven Eingriffe in den Wasserhaushalt, der Kippenproblematik, Umweltverschmutzung und der sozialen Folgen durch Zwangsumsiedlungen.
5. Rekultivierung unter ökonomischen und ökologischen Aspekten: Untersuchung der verschiedenen Strategien, Gesetze und Kosten für die Wiederherstellung und Neugestaltung der Bergbaufolgelandschaften.
6. Einblicke in die Lausitz: Vorstellung aktueller Projekte der Rekultivierung, insbesondere des Lausitzer Seenlandes und industrieller Denkmäler als touristische Ziele.
7. Fazit: Kritische Reflexion der erreichten Fortschritte in der Sanierung sowie ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Braunkohle und die Lebensqualität in der Region.
Lausitz, Braunkohlebergbau, Rekultivierung, Wiedernutzbarmachung, Tagebau, Umsiedlung, Landschaftsgestaltung, Renaturierung, ökologische Aspekte, ökonomische Aspekte, Bergbaufolgelandschaft, Lausitzer Seenland, Braunkohleindustrie, Braunkohleförderung, Umweltbelastung.
Die Arbeit analysiert die Ambivalenz des Braunkohlebergbaus in der Lausitz, der einerseits wirtschaftliche Grundlage war, andererseits jedoch massive ökologische und soziale Zerstörungen verursachte.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der Förderung, den ökologischen Folgen für Boden und Wasser, den sozialen Auswirkungen auf die Bevölkerung durch Umsiedlungen sowie den modernen Strategien der Rekultivierung.
Ziel ist es zu belegen, wie die Region den Wandel von einer devastierten Bergbaufläche hin zu einer neuen, wirtschaftlich und ökologisch nutzbaren Kulturlandschaft vollzieht.
Die Autorin kombiniert historische Dokumentation, statistische Auswertungen der Fördermengen und Flächeninanspruchnahmen sowie eine inhaltliche Auseinandersetzung mit gesetzlichen Rahmenbedingungen und Sanierungskonzepten.
Der Hauptteil gliedert sich in die chronologische Historie des Abbaus, eine detaillierte Betrachtung der Umwelt- und Sozialfolgen sowie eine umfangreiche Untersuchung der Rekultivierungsgesetze und -konzepte.
Die wichtigsten Begriffe sind Lausitz, Braunkohlebergbau, Rekultivierung, Umsiedlung, Bergbaufolgelandschaft und Renaturierung.
Durch die großflächige Grundwasserabsenkung während des Tagebaus entstanden massive ökologische Defizite; die Flutung der Restlöcher und die Regulierung des Wasserhaushalts sind daher grundlegend für die Stabilität und ökologische Erholung der Region.
Es ist das größte Sanierungsprojekt der Region, bei dem ehemalige Tagebaue geflutet und zu einer zusammenhängenden Kette von Seen umgewandelt werden, um neue touristische und ökologische Potenziale zu erschließen.
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