Examensarbeit, 2005
167 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1.Theoretische Grundlagen
1.1. Definition
1.1.1 Entwicklung des Körperfettes
1.2 Epidemiologie von Adipositas
1.2.1 Die Prävalenz von kindlicher Adipositas
1.2.2 Persistenz von Übergewicht
1.3 Ursachen und mögliche Risikofaktoren für die Entstehung von Übergewicht und Adipositas
1.3.1 Genetische Ursachen
1.3.2 Umweltfaktoren
1.3.3 Soziokultureller Hintergrund
1.3.3 Psychosoziale Faktoren
2. Veränderte Kindheit
2.1 Gesellschaftliche Wandlungsprozesse verändern die Lebensumwelt
2.2 Veränderungen der Familienkonstellationen
2.2.1 Trends heutiger Kindheitsverläufe
2.2.3 Beziehung zwischen Eltern und Kindern
2.3. Vorbemerkungen: Ernährung
2.3.1 Ernährung versus Essen
2.3.2 Ernährungsgewohnheiten
2.3.2.1. Prägende Determinanten bei der Entwicklung des Essverhaltens
2.3.3.Umgang mit Essensvorlieben von Kindern
2.3.3.1 Ernährungsempfehlungen für Schulkinder
2.3.3.2 Ernährungsphysiologische Hinweise für die Nährstoffverteilung
2.3.4. Konkrete Daten zur Ernährungsweise von Kindern
2.3.4.1 Aktuelle Trends bei Schulkindern in Deutschland
2.3.4.2 Trends im Bereich von Mahlzeiten
2.3.4.3 Essverhalten übergewichtiger Kinder
2.3.5 Wandel der Esskultur
2.3.5.1 Bedeutung der Esskultur für die Familie
2.3.5.2 Essen zwischen Wunsch und Wirklichkeit
2.3.5.3 Erziehung und Essen
2.3.5.4 Kinder als Konsumenten
2.3.5.5 Konsequenzen durch Kinderlebensmittel
2.4 Vorbemerkungen: Bewegung
2.4.1 Freizeitgewohnheiten und Übergewicht
2.4.2. Aktuelle Situation von Bewegungsmangel
2.4.2.1 Zunahme gesundheitlicher Risiken durch Bewegungsmangel
2.4.3 Bewegung als grundlegende Vorrausetzung für Entwicklungsprozesse
2.4.3.1 Einfluss von Bewegung auf das Körperkonzept
2.4.3.2 Bewegung als Grundlage für das Selbstkonzept
2.4.3.3 Funktionen von Bewegung
3. Folgen von Übergewicht
3.1 Medizinisch-organische Folgen
3.2 Psychosoziale Folgen
3.2.1 Übergewicht ein sichtbares Merkmal
3.2.2 Einsamkeit
3.2.3 Selbstkonzept
3.2.3.1 Sozialer Rückhalt
3.2.4 Unbeliebt durch äußere Merkmale
3.2.4.1 Auswirkungen auf das Selbstkonzept
3.2.4.2 Generalisierung von Erfahrungen
3.2.5 Beeinträchtigung des Wohlbefindens
3.2.5.1 Außenseiter im Sportunterricht
3.3 Wahrnehmung von Übergewicht in der Gesellschaft
4. Therapie und pädagogische Handlungsmöglichkeiten
4.1. Vorbemerkungen zu therapeutischen Maßnahmen
4.2 Therapeutische Konzepte
4.2.1 Zielsetzung
4.2.2 Aufbau des Schulungskonzeptes
4.2.3 Organisation und Qualitätssicherung
4.3 Therapiepeinrichtungen in Deutschland
4.4 Vorstellung ambulanter Therapiekonzepte
4.4.1 FITOC
4.4.2 Obeldicks
4.4.3 Kürzere Adipositas -Trainingsprogramme
4.4.3.1 Verhaltensmodifikation
4.4.3.2 Hilfestellungen
4.5 Die Rolle der Eltern
4.6 Beurteilung von Behandlungstrainings bei Übergewicht
4.6.1 Grenzen therapeutischer Möglichkeiten
5. Handlungsnotwendigkeit: Prävention
5.1. Präventionsmaßnahmen
5.2.Hilflosigkeit und Verunsicherung von Eltern
5.2.1 Zwischen Orthorexie und Fast-food
5.3 Interventionsstrategien für Schulen und Familien
5.4 Frühzeitige pädagogische Handlungsnotwendigkeit und Möglichkeiten
6. Gesundheitserziehung als Herausforderung für Schule
6.1 Überblick über Präventionsmaßnahmen in der Grundschule
6.2 Ernährungserziehung
6.2.1 Ernährung als pädagogisches Handlungsinstrument
6.2.2 Ernährung als Unterrichtsgegenstand
6.2.3 Frühstück als Ort der Gemeinschaft
6.2.3.1 Grenzen in der Ernährungserziehung
6.3 Initiative und Motivation durch praktisches Lernen
6.3.1 Einfluss von Trinken
6.3.2 Skizzierung einer Unterrichtsreihe Trinken
6.3.3 Ästhetische Erziehung bei der Zubereitung von Getränken
6.4 Bewegung als pädagogisches Handlungsinstrument
6.4.1 Bewegung als Unterrichtsprinzip
6.4.1.1 Sinnesförderung als Wegbereiter für das Wohlbefinden
6.4.2.1 Bewegung als grundlegendes Bedürfnis
6.5 Umgang mit sozialer Ausgrenzung im Schulalltag
6.5.1 Literatur als pädagogische Ressource
6.5.2 Bewegungserfahrungen
6.5.2.1Vorstellung verschiedener Entspannungstechniken
6.5.3 Lösung von Lernblockaden
Fazit
Das Ziel der Arbeit ist es, die Komplexität der Thematik Übergewicht im Kindesalter aufzuzeigen. Dabei wird analysiert, wie ökologische, ökonomische und soziale Faktoren sowie das familiäre und schulische Umfeld zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Adipositas beitragen und welche präventiven sowie therapeutischen Handlungsmöglichkeiten existieren.
1.1. Definition
Oftmals werden die Begriffe Übergewicht und Adipositas synonym verwendet, obwohl dieses aus medizinischer Sicht nicht korrekt ist. Eine Adipositas besteht, wenn der Anteil an Körperfett an der Gesamtkörpermasse zu hoch ist. Übergewicht hingegen bedeutet, dass die Körpermasse erhöht ist, das heißt ein Körpergewicht oberhalb der Alters und Geschlechtsnormen vorliegt.
In Abgrenzung zu Adipositas spricht man von Übergewicht, wenn eine Person, bezogen auf ihr Körpergewicht schwer ist. „Dies muss nicht notgedrungen mit einem erhöhten Körperfettanteil einhergehen, sondern kann u.U. auch auf einen hohen Anteil an fettfreier Masse (z.B. Muskulatur) zurückgeführt werden. Somit sind adipöse Menschen übergewichtig, Übergewichtige jedoch nicht unbedingt adipös.“
Der Unterschied zwischen Adipositas und Übergewicht manifestiert sich besonders anhand eines Bodybuilders, der über ein hohes Körpergewicht, aber einen geringen Anteil an Fettgewebe verfügt.
1.Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Übergewicht und Adipositas abgrenzend zueinander und beleuchtet die epidemiologische Verbreitung sowie die genetischen und psychosozialen Ursachen.
2. Veränderte Kindheit: Hier werden die gesellschaftlichen Wandlungsprozesse und Veränderungen in der Familienkonstellation sowie Ernährung und Bewegung als zentrale Einflussgrößen der heutigen Kindheit analysiert.
3. Folgen von Übergewicht: Das Kapitel erläutert sowohl die medizinisch-organischen Komplikationen als auch die weitreichenden psychosozialen Folgen für das betroffene Kind.
4. Therapie und pädagogische Handlungsmöglichkeiten: Hier werden verschiedene ambulante Therapieprogramme vorgestellt, die Wirksamkeit von Verhaltensmodifikationen analysiert und die Rolle der Eltern sowie die Grenzen therapeutischer Möglichkeiten diskutiert.
5. Handlungsnotwendigkeit: Prävention: Dieses Kapitel unterstreicht die Dringlichkeit präventiver Ansätze in Schule und Familie und stellt Interventionsstrategien wie die KOPS-Studie vor.
6. Gesundheitserziehung als Herausforderung für Schule: Das letzte Kapitel fokussiert auf die Rolle der Schule bei der Gesundheitserziehung durch praxisorientiertes Lernen in Ernährung und Bewegung, um sozialer Ausgrenzung entgegenzuwirken.
Adipositas, Übergewicht, Kinder, Grundschule, Ernährungserziehung, Gesundheitsförderung, Bewegungsmangel, Selbstkonzept, Prävention, Lebensstil, Esskultur, Familienintervention, psychosoziale Folgen, Kindheitsverläufe, interdisziplinäre Therapie
Die Arbeit thematisiert die Probleme von übergewichtigen Kindern in der Grundschule und untersucht Ursachen, Folgen sowie Handlungsansätze in Familie und Schule.
Die Schwerpunkte liegen auf der Ernährungs- und Bewegungssozialisation, den psychosozialen Auswirkungen von Übergewicht und den pädagogischen Möglichkeiten zur Gesundheitsförderung.
Das Ziel ist die Darstellung der Komplexität von Übergewicht im Kindesalter, um zu verdeutlichen, dass es sich um ein ernstes, gesellschaftlich bedingtes Problem handelt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und Präventionskonzepte wie z.B. der KOPS-Studie oder dem FITOC-Programm.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Analysen der veränderten Kindheit, eine Untersuchung der Folgen von Übergewicht und eine detaillierte Vorstellung therapeutischer sowie präventiver Strategien.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Adipositas, Grundschulerziehung, Esskultur, Präventionskonzepte und das Selbstkonzept betroffener Kinder.
Die Familie ist die primäre Sozialisationsinstanz; elterliche Vorbildfunktion, Essgewohnheiten und der sozioökonomische Hintergrund sind maßgebliche Einflussfaktoren auf das Kind.
Literatur bietet Identifikationsmöglichkeiten für betroffene Kinder, um schwierige Themen wie Ausgrenzung oder soziale Konflikte symbolisch zu bearbeiten und Bewältigungsstrategien zu erlernen.
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